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Lösungsorientierte Modelle. Grundlagen, Lösungsorientierte Kurztherapie und kreative Techniken

Titel: Lösungsorientierte Modelle. Grundlagen, Lösungsorientierte Kurztherapie und kreative Techniken

Hausarbeit , 2012 , 20 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Lisa Merkle (Autor:in)

Psychologie - Beratung und Therapie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In klassischen pädagogisch-psychologischen Therapieansätzen steht der Störungsbegriff oftmals im Fokus der Aufmerksamkeit; in der Verhaltenstherapie wird beispielsweise stark störungsspezifisch interveniert. Lösungsorientierte Modelle, die stark mit den Inhalten der systemischen Therapie verknüpft sind, stellen den Menschen in seinem Systemgefüge in den Mittelpunkt. Der Therapeut fungiert als Berater seines Klienten, der die Gestaltung seines Lebens selbst in die Hand nehmen soll. Dabei spielt die Sprache zur Erschaffung von Wirklichkeit und Problemlösungen eine elementare Rolle.

Zunächst wird die Entstehungsgeschichte der Systemischen Therapie und der lösungsorientierten Modelle beschrieben. Nachfolgend werden die theoretischen Grundprinzipien systemischer Ansätze behandelt. Das Wissen über Konstruktivismus, Systeme, Kybernetik, Komplexität und Zirkularität ist grundlegend, um praxisorientierte Interventionen
lösungsorientierter Modelle erfassen und anwenden zu können. Anschließend wird auf ein bekanntes Modell, das der Lösungsorientierten Kurztherapie, eingegangen. Den Abschluss bildet das Kapitel über die Möglichkeiten kreative Techniken, in den ansonsten stark sprachorientierten Ansatz mit einzubeziehen. Diese Techniken scheinen, nach Erfahrung der Autorin, gut geeignet für die Arbeit mit Menschen mit einer geistigen Behinderung. Dadurch bekommt auch das Berufsfeld und das persönliche Interesse der Autorin Raum in dieser Arbeit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Entstehungsgeschichte

2. Grundprinzipien lösungsorientierter Modelle

2.1 Konstruktivismus

2.2 Systeme

2.2.1 Autopoetische Systeme

2.2.2 Das Systemgefüge

2.3 Kybernetik

2.4 Zirkularität und Komplexität

3. Lösungsorientierte Kurztherapie

3.1 Lehrsätze

3.2 Therapeutische Prinzipien und Techniken

4. Kreative Techniken

3.2.1 Ressourcenaktivierung in der Kunsttherapie

3.2.2 Perspektiventwicklung in der Kunsttherapie

3.2.3 Problembewältigung in der Kunsttherapie

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das theoretische Fundament und die praktische Anwendung lösungsorientierter Beratungsmodelle, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Integration kreativer Techniken zur Unterstützung der Klienten liegt. Ziel der Arbeit ist es, aufzuzeigen, wie lösungsorientierte Ansätze – insbesondere in der Arbeit mit Menschen mit geistiger Behinderung – durch sprachfreie, gestalterische Methoden ergänzt und effektiv vertieft werden können.

  • Theoretische Grundlagen des Konstruktivismus und systemischer Ansätze
  • Methodik der lösungsorientierten Kurztherapie nach de Shazer und Berg
  • Bedeutung von Ressourcenorientierung und Sprache im therapeutischen Kontext
  • Einsatzmöglichkeiten kunsttherapeutischer Interventionen
  • Praxisnahe Techniken zur Ressourcenaktivierung und Problembewältigung

Auszug aus dem Buch

1. Entstehungsgeschichte

Lösungsorientierte Modelle mit ihren verschiedenen Ausprägungszweigen und Anwendungsbereichen sind tief mit der Entwicklung und dem Bestehen der systemischen Therapie verwurzelt. In den 1950er Jahren vollzog sich in den unterschiedlichen Wissenschaftsbereichen - nicht nur in der Psychologie, sondern auch in den Naturwissenschaften - eine Veränderung des Blickwinkels. Der Fokus der Aufmerksamkeit wurde von der Betrachtung des einzelnen, isolierten Objekts zunehmend zur Erfassung des objektinhärenten Systems hin gelenkt (Bamberger, 2005; Ludewig, 2002). „ Es zeigte sich, dass das Verhalten der Elemente [Anmerk. des Verf.: Objekte] solcher Systeme besser durch die Spielregeln der Kommunikation zwischen ihnen als durch die individuellen Eigenschaften erklärt werden können“ (Simon& Retzer, 1998 zitiert nach Bamberger, 2005, S.11). Das Interesse lag also nicht mehr auf dem isolierten Objekt (eine bestimmte Person), sonder auf dem Gefüge und dem Verhalten des kompletten Systems, dem das einzelne Objekt angehörig war (z.B. die Familie) (Bamberger, 2005).

Diese Herangehensweise an die Betrachtung der Lebenswirklichkeit aus einer anderen Perspektive, kann als ‚Revolution in der Therapie‘ bezeichnet werden. Denn sie spaltet sich von den bisher vorherrschenden psychoanalytischen Denktraditionen, die das Individuum ins Zentrum ihrer Aufmerksamkeit stellen, ab. Ein neuer Gegenstand - das System - trat in den Fokus der therapeutischen Arbeit, wodurch sich ein neuer Therapiezweig bilden konnte: die Familientherapie (Bamberger, 2005). Die Forderung, den Menschen als beziehungsorientiertes Wesen zu verstehen und wahrzunehmen, ist die Basis dieser Therapieform. Das Verhalten der Menschen ist als Interaktionsprozess anzusehen, das auf Aktion und Reaktion gründet. Zur Erklärung der Entstehung und Aufrechterhaltung psychischer Störungen gilt es, nicht mehr nur den Betroffenen isoliert zu betrachten, sondern ihn als Symptomträger für das Gesamtsystem anzusehen (siehe 2.1). Dieser neue Denkansatz forderte auch eine Veränderung des therapeutischen Settings. Das traditionelle Zweiersetting, Therapeut und Klient, wurde durch systeminhärente und problemrelevante Bezugspersonen erweitert.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Einführung verdeutlicht den systemorientierten Ansatz, bei dem der Mensch und sein Umfeld im Zentrum stehen, und erläutert die Zielsetzung der Arbeit.

1. Entstehungsgeschichte: Dieses Kapitel beschreibt den Paradigmenwechsel vom isolierten Individuum hin zur systemischen Betrachtungsweise und die Entwicklung der Familientherapie.

2. Grundprinzipien lösungsorientierter Modelle: Hier werden die theoretischen Säulen wie Konstruktivismus, Systemtheorie und Kybernetik erläutert, die das Fundament der lösungsorientierten Arbeit bilden.

3. Lösungsorientierte Kurztherapie: Dieses Kapitel führt in die Lehrsätze und therapeutischen Prinzipien ein, die den Fokus auf vorhandene Ressourcen und lösungsgewinnendes Handeln legen.

4. Kreative Techniken: Dieser Abschnitt zeigt auf, wie kunsttherapeutische Methoden die Grenzen verbaler Kommunikation überwinden und neue Zugänge zur Problembewältigung bieten.

Schlüsselwörter

Lösungsorientierte Modelle, Systemische Therapie, Kurztherapie, Konstruktivismus, Kybernetik, Zirkularität, Ressourcenaktivierung, Kunsttherapie, Empowerment, Autopoiese, Menschen mit geistiger Behinderung, Kommunikation, Problembewältigung, Systemgefüge, Lösungsorientierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit lösungsorientierten Modellen und deren Ursprung in der systemischen Therapie sowie der praktischen Anwendung in kreativen Therapieformaten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretische Basis des systemischen Denkens, die Prinzipien der Lösungsorientierten Kurztherapie und die Einbindung kunsttherapeutischer Techniken.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Grundlagen lösungsorientierter Modelle darzustellen und aufzuzeigen, wie kreative Methoden als wertvolles Werkzeug, besonders für Klienten mit sprachlichen Barrieren, eingesetzt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit systemtherapeutischer Literatur und die praktische Erfahrung der Autorin in kunsttherapeutischen Settings.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die historische Entstehung, die Erläuterung der systemtheoretischen Prinzipien, die Vorstellung der Lehrsätze der Kurztherapie sowie verschiedene kunsttherapeutische Methoden zur Ressourcen- und Zukunftsentwicklung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Lösungsorientierung, Systemik, Konstruktivismus, Ressourcenaktivierung und Kunsttherapie.

Warum spielt das Konzept der „Ausnahme“ eine so wichtige Rolle in der Kurztherapie?

Das Konzept besagt, dass kein Problem permanent existiert. Durch die Konzentration auf diese Entlastungsmomente können Klienten ihre eigenen Stärken besser erkennen und nutzen.

Wie unterstützen kreative Techniken die Arbeit mit Menschen mit geistiger Behinderung?

Da verbale Therapieansätze bei diesen Klienten an Grenzen stoßen können, ermöglichen gestalterische Techniken einen sprachfreien Zugang zur eigenen Gefühlswelt und fördern die Selbstausdrucksfähigkeit.

Was zeichnet die „Kybernetik zweiter Ordnung“ gegenüber der ersten Ordnung aus?

Während die erste Ordnung den Therapeuten als distanzierten Beobachter sieht, erkennt die zweite Ordnung den Therapeuten als Teil des Systems, der selbst mit dem Klienten interagiert.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Lösungsorientierte Modelle. Grundlagen, Lösungsorientierte Kurztherapie und kreative Techniken
Hochschule
Katholische Hochschule Freiburg, ehem. Katholische Fachhochschule Freiburg im Breisgau
Note
1,0
Autor
Lisa Merkle (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
20
Katalognummer
V1280204
ISBN (PDF)
9783346731951
ISBN (Buch)
9783346731968
Sprache
Deutsch
Schlagworte
LOKT Lösungsorientiert Steve de Shazer Therapie Kurztherapie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lisa Merkle (Autor:in), 2012, Lösungsorientierte Modelle. Grundlagen, Lösungsorientierte Kurztherapie und kreative Techniken, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1280204
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Leseprobe aus  20  Seiten
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