In der vorliegenden Arbeit wird der Fokus auf die Dimensionen der sozialen Integration durch den Spracherwerb der Landessprache und der Relevanz der Pflege der Herkunftssprache gerichtet. Es wird der Frage nachgegangen, wie im Kontext von integrativen sprachlichen Fördermaßnahmen durch die Schule eine bessere Integration mit guten Zukunftsperspektiven durch die sprachliche Ausbildung gelingen kann. Mittels der Darlegung der Relevanz der ausgebildeten Zweisprachigkeit und der Beschreibung der bilingualen Schulform der SESB (Staatliche Europa-Schule Berlin) soll es gelingen die These zu untermauern, dass eine alphabetisierte Zweisprachigkeit in der Landes- und Herkunftssprache als Ressource, d.h. die ausgebildeten Sprachkompetenzen, die Integration von Kindern mit nichtdeutscher Herkunftssprache bzw. Migrationshintergrund fördert, wie auch ihre persönliche und soziale Entwicklung und den Schulerfolg.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Begriffsklärung - „Migrationshintergrund“
- Integration
- Notwendigkeit der Integration - eine Folge der Zuwanderung
- Integration gegenüber Assimilation
- Integration in die Aufnahmegesellschaft – Ein mehrdimensionaler Prozess
- Resumée
- Integration durch Sprache
- Bedeutung des Spracherwerbs der Landessprache für den Integrationsprozess
- Problematik des Spracherwerbs der Landessprache von Kindern mit nichtdeutscher Herkunftssprache an staatlich-öffentlichen Bildungseinrichtungen
- Immersion / Submersion – DaZ-Unterricht
- PISA-Studie - Leistungen der Schüler mit Migrationshintergrund und die zu Hause gesprochene Sprache
- Resumée
- Mehrsprachigkeit
- Bedeutung der „gepflegten" Mehrsprachigkeit im Integrationsprozess
- Bilinguales Bildungsangebot in Berlin - Staatliche Europa-Schule Berlin (SESB)
- Zielsetzung und Konzept der Staatlichen Europa-Schule Berlin
- Chancengleichheit und interkulturelles Lernen – Integration an der SESB
- Resumée
- Gesamtfazit
- Anhang: SESB Grundschulen
- Anhang: Seiteneinsteiger im Schuljahr 2005/2006
- Anhang: SESB Oberschulen
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Seminararbeit befasst sich mit der Rolle der Sprache und der zweisprachigen Alphabetisierung bei der Integration von Kindern mit Migrationshintergrund. Sie analysiert die Bedeutung des Spracherwerbs der Landessprache und die Relevanz der Pflege der Herkunftssprache für den Integrationsprozess. Die Arbeit untersucht, wie integrative sprachliche Fördermaßnahmen in der Schule zu einer besseren Integration und guten Zukunftsperspektiven beitragen können.
- Die Bedeutung des Spracherwerbs der Landessprache für die soziale Integration
- Die Herausforderungen des Spracherwerbs der Landessprache von Kindern mit nichtdeutscher Herkunftssprache
- Die Rolle der Mehrsprachigkeit und der bilingualen Bildung im Integrationsprozess
- Die Chancen und Herausforderungen der Integration von Kindern mit Migrationshintergrund in das deutsche Bildungssystem
- Die Bedeutung der Sprachförderung für die Entwicklung von Kindern mit Migrationshintergrund
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Relevanz der Sprache für die Integration von Kindern mit Migrationshintergrund dar und erläutert die Bedeutung des Spracherwerbs der Landessprache und der Pflege der Herkunftssprache. Der Begriff „Migrationshintergrund“ wird definiert und abgegrenzt.
Kapitel 2 befasst sich mit der Thematik der Integration als Folge der Zuwanderung. Es werden die Unterschiede zwischen Assimilation und Integration sowie die Bedeutung des mehrdimensionalen Integrationsprozesses in die Aufnahmegesellschaft erläutert.
Kapitel 3 analysiert die Bedeutung des Spracherwerbs der Landessprache für den Integrationsprozess. Es werden die Herausforderungen des Spracherwerbs von Kindern mit nichtdeutscher Herkunftssprache an staatlich-öffentlichen Bildungseinrichtungen sowie die Rolle von Immersion und Submersion im DaZ-Unterricht beleuchtet. Die PISA-Studie wird herangezogen, um das Leistungsniveau von Schülern mit Migrationshintergrund und den Zusammenhang zur zu Hause gesprochenen Sprache zu analysieren.
Kapitel 4 befasst sich mit der Mehrsprachigkeit und stellt das bilinguale Berliner Schulmodell der Staatlichen Europa-Schulen (SESB) vor. Es wird die Bedeutung der „gepflegten" Mehrsprachigkeit im Integrationsprozess, die Zielsetzung und das Konzept der SESB sowie die Chancen und Herausforderungen der Integration an der SESB erläutert.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen den Förderschwerpunkt Lernen, den inklusiven und exklusiven Unterricht sowie die schulische Inklusion, insbesondere in Nordrhein-Westfalen. Empirische Forschungsergebnisse werden präsentiert, um die Rahmenbedingungen und Herausforderungen der inklusiven Beschulung von Kindern mit dem Förderschwerpunkt Lernen zu beleuchten. Ein besonderer Fokus liegt auf der Bielefelder Längsschnittstudie (BiLieF-Projekt), die die Leistungsentwicklung und das Wohlbefinden von Schülern in inklusiven und exklusiven Förderarrangements vergleicht. Weitere Themen sind Förderempfehlungen, die Herausforderungen der Inklusion sowie Implikationen für die Schulentwicklung und Inklusionspraxis.
Häufig gestellte Fragen
Welche Rolle spielt die Sprache beim Integrationsprozess?
Der Erwerb der Landessprache ist eine zentrale Dimension der sozialen Integration, die den Schulerfolg und die gesellschaftliche Teilhabe von Kindern mit Migrationshintergrund maßgeblich beeinflusst.
Warum ist die Pflege der Herkunftssprache wichtig?
Eine alphabetisierte Zweisprachigkeit wird als Ressource betrachtet, die nicht nur die kognitive Entwicklung, sondern auch die soziale Integration und das Selbstbewusstsein der Kinder fördert.
Was ist das Konzept der Staatlichen Europa-Schule Berlin (SESB)?
Die SESB bietet ein bilinguales Bildungsangebot an, das auf interkulturelles Lernen und die gleichberechtigte Förderung der Landes- und Herkunftssprache abzielt.
Was ist der Unterschied zwischen Integration und Assimilation?
Während Assimilation die vollständige Anpassung an die Aufnahmegesellschaft unter Aufgabe der eigenen Herkunftskultur fordert, ist Integration ein mehrdimensionaler Prozess der Teilhabe bei gleichzeitiger kultureller Vielfalt.
Wie beeinflusst die zu Hause gesprochene Sprache laut PISA-Studie die Schulleistung?
Die Arbeit analysiert anhand der PISA-Studie den Zusammenhang zwischen der häuslichen Sprache und dem Leistungsniveau von Schülern mit nichtdeutscher Herkunftssprache an öffentlichen Schulen.
- Arbeit zitieren
- ANDREA ROY (Autor:in), 2008, Integration und Sprache, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/127936