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Korrelate der Motivation zu vorurteilsfreiem Verhalten

Motivation to respond without prejudice

Titel: Korrelate der Motivation zu vorurteilsfreiem Verhalten

Bachelorarbeit , 2017 , 66 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Monika Resch (Autor:in)

Psychologie - Methoden
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im hier vorliegenden literarischen Review wurden zwanzig systematisch ausgewählte, wissenschaftliche Primärstudien mit dem Fokus auf begünstigende Faktoren für die Vorurteilskontrolle und -reduktion untersucht.

Durch das hier vorliegende literarische Review zu Korrelaten der Motivation zu vorurteilsfreiem Verhalten soll ein Überblick über vorhandene, einschlägige Forschungsergebnisse entstehen, wodurch wichtige Strukturen dargestellt und mögliche Forschungslücken aufgedeckt werden sollen. Es werden Implikationen und Zusammenhänge zwischen Personen- und Situationsmerkmalen, die in der Intergruppenbegegnung die Motivation zu vorurteilsfreiem Verhalten sowie deren Kontrolle begünstigen, erörtert.

Für diesen Zweck wird zunächst der theoretische Hintergrund mit den, für den Kontext bedeutenden Begriffen und Theorien skizziert. Daran anschließend werden mittels zwanzig Primärstudien, die aus einer systematischen Literaturrecherche hervorgingen, die entstandenen Forschungsfragen und Hypothesen eingeschätzt. Allem voran wird dabei die Rolle der Motivation zu vorurteilsfreiem Verhalten im Zusammenhang mit einer, von der Fremdgruppe ausgehenden, wahrgenommenen Bedrohung, untersucht.

Außerdem wird der Zusammenhang zwischen dem sozialen Kontakt zur Fremdgruppe mit dem Abbau und der Kontrolle von Vorurteilen betrachtet. Eine weitere Analyse betrifft die Bedingungen, unter denen die internale bzw. selbstbestimmte Motivation zu vorurteilsfreiem Verhalten erhöht oder erlernt wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretischer Hintergrund

2.1 Definition und Beschreibung des Vorurteils

2.2 Die Entstehung des Vorurteils – Theorien und Prozesse

2.2.1 Kategorisierung

2.2.2 Theorie der sozialen Identität

2.2.3 Intergroup Threat Theory

2.3 Definition der Motivation und Implikationen

2.3.1 Begriffsklärung Motivation und Motive

2.3.3 Selbstbestimmungstheorie der Motivation

2.3.4 Kontakthypothese

2.4 Verhalten im Kontext des Intergruppenkontakts

2.5 Häufig angewandte Messverfahren

2.5.1 Skalen zur Messung der Motivation zu vorurteilsfreiem Verhalten

2.5.2 Messung impliziter Einstellungen

2.6 Fragestellungen

3 Methodik

3.1 Datenbasis

3.2 Suchbegriffe

3.3 Ein- und Ausschlusskriterien

3.4 Anmerkung zu den Skalen für die Motivationsmessung

4 Ergebnisse

4.1 Bedrohung, Vorurteilsentstehung und Motivation (F 1)

4.1.1 Nichtrauchende und rauchende Personen

4.1.2 Kanadier/-innen und arabische Muslime

4.1.3 Unterschiedliche Ethnien

4.2 Positive Fremdgruppenbeziehung gegen Vorurteile (F 2)

4.2.1 Direkter Kontakt

4.2.2 Vorgestellter Kontakt

4.3 Höhere internale bzw. selbstbestimmte Motivation (F 3)

4.3.1 In Verbindung mit persönlichen Merkmalen und Überzeugungen

4.3.2 Fremdgruppenakzeptanz und Kontakt

4.3.3 Interventionen

4.4 Aussagekraft der Vorurteilsregulation in Interventionen (F 4)

5 Diskussion

5.1 Strukturmodell und Interpretation der Ergebnisse

5.1.1 Vorurteilskontrolle bzw. -abbau durch Motivation bei Bedrohung

5.1.2 Vorurteilskontrolle bzw. -abbau durch positiven Kontakt

5.1.3 Erhöhende Faktoren für die internale bzw. selbstbestimmte Motivation

5.1.4 Aussagekraft der Motivation über die Wirksamkeit von Interventionen

5.2 Einschränkungen und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht systematisch den Zusammenhang zwischen der internalen bzw. selbstbestimmten Motivation zur Vorurteilskontrolle und verschiedenen Faktoren wie Intergruppenbedrohung und Kontakt zu Fremdgruppen. Ziel ist es, ein besseres Verständnis des Zusammenspiels von Personen- und Situationsmerkmalen bei der Regulation von Vorurteilen in einer diversen Gesellschaft zu gewinnen.

  • Rolle von Bedrohungsszenarien bei der Vorurteilsentstehung
  • Einfluss von Intergruppenkontakt auf Vorurteilskontrolle
  • Steigerung der internalen Motivation durch persönliche Überzeugungen und Interventionen
  • Wirksamkeit von Diversitätstrainingsprogrammen
  • Zusammenspiel von Motivation und Situationsmerkmalen

Auszug aus dem Buch

2.2.3 Intergroup Threat Theory

An dieser Stelle wird Bezug auf die eingangs unter 2.1 erwähnte Bedrohung genommen, die augenscheinlich von der Fremdgruppe ausgeht und laut den Autoren häufig offene Vorurteile zur Folge hat (Pettigrew & Meertens, 1995; Zick et. al, 2011). Um die Vorurteilsentstehung durch wahrgenommene Intergruppenbedrohung näher zu erläutern, folgt die Darstellung der Intergroup Threat Theory von Stephan und Mealy (2011). Diese sieht realisierte Bedrohungen, die von der Fremdgruppe ausgehen sollen, als Nährboden für Vorurteile und Intergruppenkonflikte. Vier grundlegende Arten von Bedrohungen gelten hier als Auslöser für Spannungen zwischen Gruppen. Diese können wiederum entlang von zwei Dimensionen variieren. Dabei bezieht sich die erste Dimension darauf, ob die Bedrohung realistische, das Wohlergehen der Eigengruppe betreffende oder symbolische, immaterielle Schäden in der Eigengruppe verursacht. Die Bedrohung des politischen Systems, ökonomische oder physische Bedrohungen sind als Beispiele für realistische Schäden anzuführen. Symbolische Schäden können dagegen etwa durch die Bedrohung der Eigengruppenidentität, wie Werte, Überzeugungen, Normen oder die Lebensweise dargestellt werden. Die zweite Dimension veranschaulicht, ob die Bedrohung als die gesamte Eigengruppe betreffend erscheint oder an einzelne Mitglieder gerichtet ist. Kombiniert ergeben sich aus diesen beiden Dimensionen vier Arten von Bedrohungen:

x Realistische Gruppenbedrohung (realistic group threats)

x Symbolische Gruppenbedrohung (symbolic group threats)

x Realistische individuelle Bedrohung (realistic individual threats)

x Symbolische individuelle Bedrohung (symbolic indiviual threats)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit ein und begründet die Relevanz der Untersuchung menschlicher Motivation zur Vorurteilskontrolle.

2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Vorurteil und Motivation und erläutert theoretische Ansätze wie die Intergroup Threat Theory und die Selbstbestimmungstheorie.

3 Methodik: Es wird das Vorgehen bei der systematischen Literaturrecherche beschrieben, einschließlich der Suchbegriffe sowie der Ein- und Ausschlusskriterien für die Primärstudien.

4 Ergebnisse: Die Ergebnisse der zwanzig selektierten Studien werden nach den Forschungsfragen sortiert und chronologisch dargestellt, um Zusammenhänge zwischen Motivation und Vorurteilskontrolle aufzuzeigen.

5 Diskussion: In der Diskussion werden die Studienergebnisse anhand eines Strukturmodells interpretiert, Forschungslücken identifiziert und Einschränkungen sowie ein Ausblick für zukünftige Arbeiten formuliert.

Schlüsselwörter

Vorurteilskontrolle, Internale Motivation, Selbstbestimmungstheorie, Intergruppenkontakthypothese, Intergroup Threat Theory, Stereotypisierung, Vorurteilsreduktion,Diversitätstraining, Implizite Einstellungen, Motivationspsychologie, Fremdgruppenakzeptanz, Sozialpsychologie, Persönlichkeitsmerkmale, Interethnische Angst, Kognitiv-affektives Persönlichkeitssystem.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Menschen ihre Vorurteile kontrollieren und welche Rolle dabei die internale (selbstbestimmte) Motivation spielt. Sie beleuchtet, wie äußere und innere Gegebenheiten diesen Prozess beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Vorurteilsforschung, Motivationspsychologie, Intergruppenbeziehungen, sowie die Rolle von Bedrohungsszenarien und positivem Kontakt (real oder vorgestellt) beim Abbau von Vorurteilen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein systematisches Literaturreview zu Korrelaten der Motivation zu vorurteilsfreiem Verhalten zu erstellen, um Strukturen und Bedingungen zu identifizieren, die eine erfolgreiche Vorurteilskontrolle fördern.

Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?

Es handelt sich um ein systematisches Literaturreview. Die Autorin hat zwanzig wissenschaftliche Primärstudien analysiert, die unter anderem experimentelle Designs und Längsschnittuntersuchungen sowie statistische Verfahren wie ANOVAs und Strukturgleichungsmodellierungen nutzen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die methodische Vorgehensweise bei der Literaturrecherche und die systematische Darstellung der Studienergebnisse in Bezug auf Bedrohung, Kontakt, steigernde Faktoren der Motivation und die Wirksamkeit von Interventionen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind die Begriffe Internale Motivation (IMS), Vorurteilskontrolle, Selbstbestimmungstheorie und Intergroup Threat Theory.

Wie beeinflusst eine Bedrohung der Eigengruppe die Vorurteilsbildung?

Gemäß der Intergroup Threat Theory provozieren Bedrohungen (realistisch oder symbolisch) durch eine Fremdgruppe Vorurteile, wobei eine starke internale Motivation diesen Effekt moderieren kann, indem sie hilft, trotz Bedrohung ein tolerantes Verhalten aufrechtzuerhalten.

Welche Rolle spielt die Vorstellungskraft bei der Vorurteilsreduktion?

Studien in diesem Review zeigen, dass bereits die lebhafte Vorstellung einer positiven Begegnung mit einem Fremdgruppenmitglied (z. B. durch LKM-Meditation oder Visualisierungsübungen) effektiv zur Reduktion von Vorurteilen und Stereotypen beitragen kann.

Gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede bei motivierenden Faktoren?

Ja, eine in der Arbeit angeführte Studie deutet darauf hin, dass bei Männern Achtsamkeit und bei Frauen Herzlichkeit gegenüber feministisch eingestellten Personen als Prädiktoren für eine stärkere internale Motivation zu sexismusfreiem Verhalten fungieren.

Was ist das Resultat bezüglich der Wirksamkeit von Interventionen?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Wirksamkeit von Diversitätstrainings durch die Steigerung der internalen Motivation verbessert werden kann, wobei Interventionen, die auf kognitive Prozesse abzielen, oft vielversprechende Ergebnisse liefern.

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Details

Titel
Korrelate der Motivation zu vorurteilsfreiem Verhalten
Untertitel
Motivation to respond without prejudice
Hochschule
FernUniversität Hagen
Note
1,3
Autor
Monika Resch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
66
Katalognummer
V1278245
ISBN (PDF)
9783346739186
ISBN (Buch)
9783346739193
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Psychologie Community Psychology Vorurteile Verhalten Motivation Literarisches Review
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Monika Resch (Autor:in), 2017, Korrelate der Motivation zu vorurteilsfreiem Verhalten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1278245
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Leseprobe aus  66  Seiten
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