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Caligula zwischen Hybris und Wahnsinn

War er wirklich ein Tyrann oder ist er nur ein Opfer der Geschichtskonstruktionen?

Title: Caligula zwischen Hybris und Wahnsinn

Seminar Paper , 2021 , 14 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Maximilian Goltz (Author)

World History - Early and Ancient History
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Viele bestialische Geschichten und Erzählungen tummeln sich um die Kaiser der res publica, aber einer sticht in puncto Grausamkeit besonders heraus: Gaius Caesar Augustus Germanicus - er ist bekannt als der grausamste und wahnsinnigste Kaiser in der römischen Geschichte. Dabei stellt sich die Frage, ob Caligula tatsächlich der grausame und wahnsinnige Kaiser, wie es in den Geschichtsschreibungen steht, oder nur ein Opfer der Geschichtskonstruktionen ist. Um diese Frage zu beantworten wird am Anfang der Begriff „Geschichtskonstruktionen“ genauer erläutert. Anschließend wird der Anfang Caligulas Amtszeit beschrieben. Das Hauptaugenmerk liegt dabei darauf, wie Caligula der Nachfolger von Tiberius werden konnte und was er politisch am Anfang durchsetzte. Danach werden verschiedene drakonische Taten Caligulas vorgestellt, die er während seiner Amtszeit als Kaiser durchführte. Folglich wird sein Umgang mit seinen Schwestern und dem Senat beschrieben.

Kein anderer Kaiser der res publica ging mit dem Senat so um, wie Caligula es tat. Ebenfalls außergewöhnlich war sein Umgang mit seinen Schwestern, weshalb er öfters mit Inzucht in Verbindung gebracht wird. Hierbei wird vor allem sein Verhältnis zu seiner Schwester Drusilla genauer untersucht. Im zweiten Teil beschäftigt sich diese Arbeit mit dem Kaiser Caligula selbst. Dabei entfernen sich die Untersuchungen von seiner Grausamkeit und legen einen Fokus auf mögliche Gründe seiner Taten, sowie auf eine mögliche Geisteskrankheit von Caligula. Als Quellengrundlage dienen für diese Aspekte die Abschnitte 24-35 aus dem Werk des Historikers und Geschichtsschreibers Sueton. Für die Beantwortung der Fragestellung ist es wichtig zu klären, wie glaubhaft die vorliegenden Quellen von Sueton sind, deshalb wird im Rahmen dieser Seminararbeit diese Frage untersucht. Ziel dabei ist es, die Glaubwürdigkeit des Werkes von Sueton über Caligula zu untersuchen und daraus Schlüsse zu ziehen, die die Fragestellung, ob Caligula ein Tyrann war oder nur ein Opfer der Geschichtskonstruktionen ist, so präzise wie möglich beantworten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. GESCHICHTSKONSTRUKTIONEN

3. CALIGULA WIRD KAISER

4. CALIGULAS GRAUSAME TATEN

5. UMGANG MIT SENAT UND SCHWESTERN

6. MÖGLICHE GRÜNDE FÜR CALIGULAS TATEN

7. GLAUBWÜRDIGKEIT SUETONS GESCHICHTSSCHREIBUNGEN

8. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit untersucht das historische Bild des römischen Kaisers Caligula. Ziel der Arbeit ist es, die Diskrepanz zwischen der in antiken Quellen überlieferten Darstellung Caligulas als wahnsinnigen Tyrannen und der möglichen Verzerrung durch spätere Geschichtskonstruktionen zu analysieren.

  • Analyse der Machtübernahme Caligulas nach Tiberius
  • Untersuchung der als grausam überlieferten Taten
  • Kritische Beleuchtung des Verhältnisses zum Senat und zu seinen Schwestern
  • Hinterfragung der historiografischen Glaubwürdigkeit Suetons
  • Psychologische und machtstrukturelle Interpretation seines Herrschaftsstils

Auszug aus dem Buch

3. Caligula wird Kaiser

Werden die Taten von Caligula betrachtet, so stellt sich die Frage, wie er Kaiser der res publica werden konnte. Sein Vorgänger, Tiberius Iulius Caesar Augustus, verstarb am 16. März 37 n. Chr. und hinterließ niemanden, der fähig war, Nachfolger zu werden, denn sein leiblicher Sohn, Drusus, verstarb nämlich 23 n. Chr. unerwartet. Caligula war angeblich aktiv an dem Tod von Tiberius beteiligt.

Neben Caligula gab es noch den Enkel von Tiberius namens Tiberius Gemellus. Dieser war aber gerade volljährig und zu unerfahren, sodass der damals 24-jährige Caligula damit einen Vorteil gegenüber Gemellus hatte. Ebenfalls für Caligula sprach seine Abstammung. Er ist der Sohn des angesehenen Feldherren Germanicus und der Großneffe der berühmten Kaisers Augustus. Er wird als bester Kaiser, den Rom nie hatte, bezeichnet. Seine Mutter, Vipsania Agrippina, ist die Enkelin des berühmten Kaisers Augustus. Außerdem lebte er bereits seit mehreren Jahren in der Villa von Tiberius auf Capri und war somit schon etwas vertraut mit dem politischen Geschehen im römischen Reich.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Hier wird die Problemstellung der Arbeit erläutert, die den Kontrast zwischen dem grausamen Bild Caligulas und dessen möglicher Entstehung durch Geschichtskonstruktionen aufzeigt.

2. GESCHICHTSKONSTRUKTIONEN: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Geschichtskonstruktion und verdeutlicht die Gefahr der subjektiven Verzerrung durch Historiker.

3. CALIGULA WIRD KAISER: Es erfolgt eine Analyse der Umstände der Machtübernahme Caligulas und seiner familiären sowie politischen Ausgangslage nach dem Tod des Tiberius.

4. CALIGULAS GRAUSAME TATEN: Dieser Teil zählt diverse Taten auf, die Caligula in den Geschichtsschreibungen zugeschrieben werden, wie etwa die Behandlung von Senatoren.

5. UMGANG MIT SENAT UND SCHWESTERN: Das Kapitel beleuchtet explizit die problematischen sozialen Interaktionen Caligulas, insbesondere seine Respektlosigkeit gegenüber dem Senat und seine Beziehung zu seiner Schwester Drusilla.

6. MÖGLICHE GRÜNDE FÜR CALIGULAS TATEN: Hier werden psychologische Aspekte und historische Hintergründe diskutiert, die zu seinem Verhalten geführt haben könnten, inklusive der These des sogenannten „Cäsarenwahns“.

7. GLAUBWÜRDIGKEIT SUETONS GESCHICHTSSCHREIBUNGEN: Eine kritische Auseinandersetzung mit der Quellengrundlage Sueton und der Frage, inwiefern dessen Werk objektiv oder von Voreingenommenheit geprägt ist.

8. FAZIT: Die Arbeit schließt mit einer Synthese, in der Caligulas Rolle differenzierter betrachtet und zur kritischen Distanz gegenüber antiken Quellen aufgerufen wird.

Schlüsselwörter

Caligula, Römische Geschichte, Sueton, Geschichtskonstruktion, Tiberius, Germanicus, Cäsarenwahn, Senat, Res publica, Historiografie, Herrschaftsstil, Antike, Kaiserreich, Machtpolitik, Quellenkritik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit hinterfragt das traditionelle Bild des Kaisers Caligula als wahnsinnigen Tyrannen und untersucht, inwiefern dieses durch subjektive antike Berichterstattung konstruiert wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die Machtübernahme Caligulas, die Analyse seiner als grausam geltenden Taten, sein Umgang mit dem Senat sowie die kritische Reflexion des Historikers Sueton.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Glaubwürdigkeit der Quellen über Caligula zu prüfen und zu erörtern, ob er tatsächlich ein blutrünstiger Tyrann war oder ein Opfer einseitiger Geschichtsschreibung.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturgestützte Analyse, die historische Quellen (insbesondere Sueton) kritisch interpretiert und in den Kontext antiker Geschichtskonstruktionen setzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Darstellung von Caligulas Aufstieg, eine detaillierte Auflistung seiner problematischen Taten gegenüber Senatsmitgliedern und Familie sowie eine psychologische Einordnung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Caligula, Quellenkritik, Sueton, Römische Geschichte und Cäsarenwahn beschreiben.

Warum wird die Rolle Suetons so stark betont?

Sueton dient als primäre Quellengrundlage für Caligulas Taten, wird jedoch im Verlauf der Arbeit hinsichtlich seiner Objektivität und möglichen Diffamierungsabsichten hinterfragt.

Welche besondere Bedeutung kommt dem Schwester-Verhältnis in der Arbeit zu?

Das Verhältnis zu Drusilla wird als entscheidendes Beispiel untersucht, um das Spannungsfeld zwischen privaten Skandalen und der politischen Instrumentalisierung Caligulas zu verdeutlichen.

Zu welchem Schluss kommt der Autor hinsichtlich Caligulas „Wahnsinn“?

Der Autor legt nahe, dass der „Wahnsinn“ kein rein klinischer Zustand war, sondern eher Ausdruck eines provokativen Regierungsstils und die Folge einer einseitigen Konstruktion durch spätere Historiker.

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Details

Title
Caligula zwischen Hybris und Wahnsinn
Subtitle
War er wirklich ein Tyrann oder ist er nur ein Opfer der Geschichtskonstruktionen?
College
Ruhr-University of Bochum
Grade
2,0
Author
Maximilian Goltz (Author)
Publication Year
2021
Pages
14
Catalog Number
V1275354
ISBN (PDF)
9783346720184
ISBN (Book)
9783346720191
Language
German
Tags
caligula hybris wahnsinn tyrann opfer geschichtskonstruktionen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maximilian Goltz (Author), 2021, Caligula zwischen Hybris und Wahnsinn, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1275354
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