Unter Sterbehilfe wird allgemein die von einem Menschen bewusst gewollte Unterstützung durch eine andere Person bei der Herbeiführung des eigenen Todes gemeint.
Die Sterbehilfe in diesem Sinne bezieht sich allerdings nicht nur auf unheilbare kranke Menschen im Endstadium ihres Lebens, sondern beispielsweise genauso auf Menschen mit Behinderungen, Menschen die im Wachkoma liegen oder Menschen mit einer Alzheimer-Erkrankung im fortgeschrittenen Stadium, was gerade in Deutschland noch sehr umstritten ist, da manche Positionen darin die Abgrenzung zu Morddelikten sehen.
Sterbehilfe bedeutet des weiteren im heutigen Sprachgebrauch, den Tod eines Menschen durch fachkundige Behandlung herbeizuführen, zu erleichtern oder nicht hinauszuzögern, wobei in der Regel vom Einverständnis des Betroffenen ausgegangen wird. Hierbei ist die Patientenautonomie, also die Annahme, dass der Mensch Autonom entscheiden kann, die Voraussetzung dafür seine persönliche Entscheidung im Krankheitsfall und wenn es ums Sterben geht, zu respektieren. Erst wenn es diese Autonomie gibt, kann persönliches Handeln verantwortet werden, sich selbst gegenüber, gegenüber den Anderen, gegenüber der Gesellschaft. Die Sterbehilfe ist in Deutschland noch sehr umstritten und bislang untersagt. Allerdings gibt es Verschiedene Arten der legalen Sterbehilfe unter anderem in den Niederlanden und der Schweiz. Ich werde mich jedoch hier im Weiteren mehr auf Deutschland beziehen.
Inhaltsverzeichnis
- Definition und Arten der Sterbehilfe
- Für und Wider
- Aktuelles und Fazit
- Quellen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Essay befasst sich mit der ethischen Frage der Sterbehilfe und analysiert die verschiedenen Arten der Sterbehilfe, die Argumente für und gegen die Sterbehilfe sowie die aktuelle Rechtslage in Deutschland.
- Definition und Arten der Sterbehilfe
- Rechtliche und ethische Aspekte der Sterbehilfe
- Patientenautonomie und Selbstbestimmung
- Die Rolle des Arztes in der Sterbehilfe
- Aktuelle Debatten und Entwicklungen in der Sterbehilfe
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel definiert den Begriff der Sterbehilfe und unterscheidet zwischen verschiedenen Arten, wie der aktiven und passiven Sterbehilfe. Es wird erläutert, dass die Sterbehilfe in Deutschland noch sehr umstritten ist und bislang untersagt ist, während es in anderen Ländern wie den Niederlanden und der Schweiz verschiedene Formen der legalen Sterbehilfe gibt.
Das zweite Kapitel beleuchtet die Argumente für und gegen die Sterbehilfe. Es werden die ethischen und rechtlichen Aspekte der Sterbehilfe diskutiert, sowie die Rolle des Arztes und die Bedeutung der Patientenautonomie.
Das dritte Kapitel befasst sich mit der aktuellen Rechtslage in Deutschland und den aktuellen Debatten und Entwicklungen in der Sterbehilfe. Es werden die verschiedenen Formen der Sterbehilfe, die in Deutschland legal sind, wie z.B. die passive Sterbehilfe, erläutert.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen die Sterbehilfe, die Patientenautonomie, die ethische Frage der Sterbehilfe, die rechtliche Situation der Sterbehilfe in Deutschland, die verschiedenen Arten der Sterbehilfe, die Argumente für und gegen die Sterbehilfe, die Rolle des Arztes in der Sterbehilfe und die aktuelle Debatte um die Sterbehilfe.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen aktiver und passiver Sterbehilfe?
Aktive Sterbehilfe ist die gezielte Herbeiführung des Todes durch eine andere Person, während passive Sterbehilfe den Verzicht auf lebensverlängernde Maßnahmen bezeichnet.
Wie ist die aktuelle Rechtslage zur Sterbehilfe in Deutschland?
Die Rechtslage ist komplex und oft umstritten. Während die passive Sterbehilfe (Behandlungsabbruch) legal sein kann, ist die aktive Sterbehilfe untersagt, wobei die Debatte um den assistierten Suizid stetig im Wandel ist.
Welche Rolle spielt die Patientenautonomie bei der Sterbehilfe?
Patientenautonomie ist die Voraussetzung dafür, dass persönliche Entscheidungen im Krankheitsfall respektiert werden. Nur wer autonom entscheiden kann, kann Verantwortung für sein Handeln übernehmen.
In welchen europäischen Ländern ist Sterbehilfe legal?
Verschiedene Formen der legalen Sterbehilfe existieren unter anderem in den Niederlanden, Belgien und der Schweiz (assistierter Suizid).
Warum ist das Thema bei Menschen mit Alzheimer oder im Wachkoma besonders heikel?
Weil in diesen Fällen oft die aktuelle Äußerung der Patientenautonomie fehlt und ethisch schwer abzuwägen ist, ob die Sterbehilfe dem mutmaßlichen Willen des Betroffenen entspricht.
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- Bachelor of Arts für Soziale Arbeit Jolina Semmler (Author), 2008, Die ethische Frage der Sterbehilfe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/127533