Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Konzeption der Kategorien "Bürger" und "Revolutionär" in Milena Jesenskás Feuilleton "Das Kaffeehaus".
Grundlage dieser Arbeit ist das von Milena Jesenská 1920 geschriebene Feuilleton „Das Kaffeehaus“, welches in der tschechischen Zeitung „Tribuna“ veröffentlicht wurde. In ihrem Feuilleton beschreibt Milena Jesenská die typische Atmosphäre, die Gäste und das Personal eines literarischen Wiener Kaffeehauses.
Typische Gäste eines Kaffeehauses sind Dichter, Journalisten und Schriftsteller - eben Literaturschaffende. Milena Jesenská teilt diese Literaturschaffende in Konzepte, bzw. bestimmte Kategorien ein, je nachdem, auf welcher Stufe ihrer schriftstellerischen Entwicklung sie sich befinden.
Besonders interessant ist, dass Milena Jesenská diese Konzepte mit politischen Begriffen konnotiert. In dieser Arbeit wird die Darstellung der einzelnen Konzepte sowie deren Beziehung untereinander analysiert, beschäftigt sich also mit der Frage: In welche Konzepte werden die Literaturschaffenden eingeteilt und welche Beziehungen bestehen zwischen den einzelnen Konzepten?
Inhaltsverzeichnis
- Forschung
- Forschungsfrage dieser Ausarbeitung
- Forschungsstand
- Das Kaffeehaus
- Das literarische Kaffeehaus
- Darstellung des Kaffeehauses in Milena Jesenskás Feuilleton
- Gäste des Kaffeehauses
- Das Konzept des „Einzelgängers“
- Die Konzepte des „Bürgers“ und des „Revolutionärs“
- Beziehung der Konzepte „Bürger“ und „Revolutionär“
- Das Konzept der „Bohème“
- Das Personal
- Reflexiver Gedankengang im Feuilleton „Das Kaffeehaus“
- Abschlussbetrachtung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit analysiert Milena Jesenskás Feuilleton „Das Kaffeehaus“ von 1920 und untersucht, wie die Autorin die Besucher des literarischen Wiener Kaffeehauses in verschiedene Kategorien einteilt und welche Beziehungen zwischen diesen Konzepten bestehen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Analyse der von Jesenská vorgenommenen Kategorisierung der Besucher und deren Beziehungen zueinander.
- Analyse der von Milena Jesenská vorgenommenen Kategorisierung der Besucher des literarischen Kaffeehauses
- Untersuchung der Beziehungen zwischen den einzelnen Konzepten
- Einordnung des Feuilletons „Das Kaffeehaus“ in die Textgattung des Feuilletons
- Beziehung zwischen Milena Jesenskás Biografie und dem Thema des Feuilletons
- Analyse der Rolle des Kaffeehauses als Ort des kreativen und künstlerischen Schaffens
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel befasst sich mit der Forschungsfrage und dem Forschungsstand. Die Autorin analysiert Jesenskás Feuilleton „Das Kaffeehaus“ und untersucht die von ihr vorgenommenen Kategorisierungen der Besucher. Im zweiten Kapitel wird das literarische Kaffeehaus als Ort des kreativen und künstlerischen Schaffens und Austausches vorgestellt. Das dritte Kapitel widmet sich den verschiedenen Typen von Gästen, die Jesenská im Kaffeehaus beschreibt. Hier werden die Konzepte „Einzelgänger“, „Bürger“, „Revolutionär“ und „Bohème“ beleuchtet und deren Beziehungen zueinander analysiert. Das vierte Kapitel behandelt den reflexiven Gedankengang im Feuilleton „Das Kaffeehaus“, während die Abschlussbetrachtung die Einordnung des Feuilletons in die Textgattung des Feuilletons und die Beziehung zwischen Jesenskás Biografie und dem Thema des Textes beleuchtet.
Schlüsselwörter
Milena Jesenská, Feuilleton, „Das Kaffeehaus“, literarisches Kaffeehaus, „Bürger“, „Revolutionär“, „Bohème“, kreativer Austausch, Kunst und Literatur, Wiener Kulturgeschichte, Textgattung des Feuilletons.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in Milena Jesenskás Feuilleton „Das Kaffeehaus“?
Jesenská beschreibt die Atmosphäre eines literarischen Wiener Kaffeehauses im Jahr 1920 und kategorisiert die dortigen Gäste – meist Literaten – in verschiedene Typen.
Wie definiert Jesenská die Konzepte „Bürger“ und „Revolutionär“?
Diese Begriffe werden von ihr politisch konnotiert, beziehen sich aber auf die Entwicklungsstufen eines Schriftstellers. Der „Bürger“ steht oft für etablierte Strukturen, während der „Revolutionär“ für den Aufbruch und die Veränderung in der Kunst steht.
Was zeichnet die „Bohème“ im Kontext des Kaffeehauses aus?
Die Bohème wird als eine Gruppe von Künstlern dargestellt, die sich bewusst von bürgerlichen Konventionen abgrenzen und das Kaffeehaus als ihren zentralen Lebens- und Schaffensraum nutzen.
Welche Rolle spielt das Personal in Jesenskás Erzählung?
Das Personal (Kellner) fungiert als beobachtende Konstante, die den Mikrokosmos des Kaffeehauses zusammenhält und die Eigenheiten der exzentrischen Gäste kennt.
Warum ist das Kaffeehaus ein wichtiger Ort für die Literaturgeschichte?
Es war ein Ort des kreativen Austausches, an dem Journalisten, Dichter und Denker zusammenkamen, um Texte zu verfassen, Debatten zu führen und neue künstlerische Strömungen zu begründen.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2022, Die Konzepte "Bürger" und "Revolutionär" in Jesenskás "Das Kaffeehaus", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1274323