In dieser Arbeit geht es um die Politisierung des Sports in der DDR und den damit einhergehenden Missbrauch an den DDR-Leistungssportlern.
Unter Politisierung wird in dieser Arbeit verstanden, dass etwas scheinbar Unpolitisches, wie zum Beispiel der Sport, für das Umsetzen von politischen Zwecken genutzt wird. In der hier vorliegenden Arbeit wird besonders auf die Außenpolitik im Sport eingegangen, weil diese den Sport am meisten beeinflusste.
Demnach wird in dieser Arbeit der Fragestellung nachgegangen, wie der Sport in der DDR politisiert wurde und wie sich dies auf die Leistungssportler Ostdeutschlands auswirkte. Dafür wird zunächst geklärt, welche Rolle der Sport für die Gesellschaft im 20. Jahrhundert spielte und welchen Einfluss er auf diese hatte.
Danach wird geklärt, warum Sport politisch sein kann und im Anschluss wird aufgezeigt, welche Rolle der Sport in der DDR spielte. Im zweiten Teil der Arbeit wird erläutert, wie die ostdeutschen Leistungssportler in das politische System der DDR eingegliedert wurden. Dazu wird auf die verwaltenden Ämter des Sports eingegangen, um aufzuzeigen, wer an der Ausführung des Missbrauchs mit Dopingmitteln beteiligt war.
Danach wird das Wachstum des Dopingmissbrauchs in der DDR aufgezeigt und inwiefern die Leistungssportler davon betroffen waren.
Inhaltsverzeichnis
- I. EINLEITUNG
- 1.1 FORSCHUNGSSTAND
- 1.2 QUELLENLAGE
- II. SPORTSYSTEM
- 2.1 BEDEUTUNG VON SPORT IN DER GESELLSCHAFT
- 2.2 DER POLITISCHE SPORT IN DER DDR
- 2.3 SPORT IN DER AUẞENPOLITIK
- III. DER MISSBRAUCH AN SPORTLERN DER DDR
- 3.1 DOPING DEFINITION
- 3.2 ENTWICKLUNG DES DOPINGS MISSBRAUCHS IN DER DDR
- 3.2.1 AUFBAU UND STRUKTUREN DES DDR-DOPINGSYSTEMS
- 3.2.2 DIE ENTWICKLUNG DES SYSTEMATISCHEN DOPINGS
- 3.3 FOLGEN DES DOPINGMISSBRAUCHS
- IV. FAZIT
- V. LITERATUR- UND QUELLENVERZEICHNIS
- 5.1 QUELLEN
- 5.2 LITERATUR
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese wissenschaftliche Studienarbeit analysiert die Politisierung des Sports in der DDR und die damit verbundenen Missbräuche an Leistungssportlern. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Rolle des Sports in der Außenpolitik der DDR und der Auswirkungen des systematischen Dopings auf die Athleten. Die Arbeit beleuchtet die Bedeutung des Sports in der Gesellschaft und die politischen Ziele, die mit ihm verfolgt wurden.
- Die Politisierung des Sports als Instrument der Außenpolitik der DDR
- Das DDR-Sportsystem und die Einbindung von Leistungssportlern in die politische Ideologie
- Der systematische Dopingmissbrauch in der DDR und seine Auswirkungen auf die Athleten
- Die Strukturen und Akteure des DDR-Dopingsystems
- Die Folgen des Dopingmissbrauchs für die Gesundheit und die Karriere der Athleten
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung beleuchtet den Kontext der deutschen Teilung und die unterschiedlichen Systeme, die sich in Ost- und Westdeutschland entwickelten. Sie stellt die Bedeutung des Sports im 20. Jahrhundert dar und erläutert die Politisierung des Sports in der DDR. Kapitel II geht tiefer auf das Sportsystem der DDR ein, beleuchtet die Bedeutung des Sports für die Gesellschaft und zeigt die politischen Ziele auf, die mit dem Sport verfolgt wurden. In Kapitel III wird das DDR-Dopingsystem und seine Auswirkungen auf die Leistungssportler detailliert untersucht.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den Themen der Politisierung des Sports, dem DDR-Sportsystem, dem systematischen Dopingmissbrauch, Leistungssportlern, Außenpolitik der DDR, Sozialismus, Ideologie und der Bedeutung des Sports in der Gesellschaft.
Häufig gestellte Fragen
Wie wurde der Sport in der DDR politisiert?
Der Sport diente als Instrument der Außenpolitik, um die Überlegenheit des sozialistischen Systems zu demonstrieren und internationale Anerkennung zu gewinnen.
Was versteht man unter systematischem Doping in der DDR?
Es handelt sich um staatlich verordneten Missbrauch von Dopingmitteln, der zentral gesteuert wurde, um sportliche Höchstleistungen zu erzwingen.
Welche gesundheitlichen Folgen hatte das Doping für die Athleten?
Die Folgen reichten von schweren Organschäden und hormonellen Störungen bis hin zu psychischen Problemen und Langzeitschäden im Alter.
Wer war an der Ausführung des Dopingmissbrauchs beteiligt?
Beteiligt waren staatliche Ämter, Sportmediziner, Trainer und Funktionäre, die das System strukturierten und überwachten.
Warum wurde der Leistungssport in der DDR so stark gefördert?
Sportliche Erfolge wurden als Beweis für die Leistungsfähigkeit der DDR-Gesellschaft und zur Festigung der nationalen Identität genutzt.
Wie war das DDR-Sportsystem strukturiert?
Es war ein hierarchisch organisiertes System mit zentralen Sportschulen und staatlich gelenkten Sportverbänden, das auf maximale Effizienz im Medaillenspiegel ausgerichtet war.
- Citation du texte
- Anonym (Auteur), 2019, Politisierung des DDR-Sports. Missbrauch an Leistungssportlern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1274223