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Die Entstehung Frankreichs

Vom westfränkischen Reich zu Frankreich

Titel: Die Entstehung Frankreichs

Hausarbeit , 2004 , 21 Seiten , Note: 2+

Autor:in: Michael Holtorf (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die zentrale Problemstellung, die ich in meiner Hausarbeit wissenschaftlich bearbeiten möchte, lautet: Wie konstituierte sich Herrschaft in Frankreich und wodurch war diese charakterisiert? Um die besondere Entwicklung Frankreichs, auch im Vergleich zum europäischen Ausland, zu untersuchen, habe ich mich in meinem methodischen Vorgehen für eine systematische Gliederung im Hauptteil entschieden.
Dabei möchte ich erst auf das Ende des Karolingerreiches eingehen und die Voraussetzungen für eine Staatenbildung in Frankreich darstellen.
Im dritten Kapitel befasse ich mich mit der Dynastie der Kapetinger, wobei ich einmal auf die Machtübernahme eingehe, vor allem aber ihren Aufstieg und ihre Machterhaltung in Kapitel 3.b untersuche. Dieses Kapitel bearbeite ich besonders ausführlich, da hier auf die zentrale Problemstellung meiner Ausarbeitung besonders eingegangen wird.
In Kapitel 4 steht das Verhältnis zwischen Frankreich und dem ostfränkischen Reich bzw. zu Deutschland im Mittelpunkt meiner Untersuchung. Hier gilt es die Frage zu beantworten, ob es nach dem Zerfall des Karolingerreiches gleiche Startbedingungen für beide Länder gab.
In Bezug auf die Herrschaftsbildung in Frankreich stellt sich ebenso die Frage, welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Entwicklung beider Staaten bedeutend waren.
Im zweiten Teil dieses Kapitels befasse ich mich mit dem Verhältnis zur Kirche, die im Mittelalter eine herausragende Rolle spielte. Deshalb ist es unumgänglich das Verhalten Frankreichs gegenüber dem Papsttum und der einheimischen Kirche in Bezug auf die staatliche Entwicklung zu untersuchen.
Im letzten Punkt meines Hauptteils gehe ich auf gesellschaftliche Veränderungen in Europa und Frankreich zur Zeit des Hohen Mittelalters ein und möchte anhand von Beispielen aufzeigen, wie die französische Herrschafts- und Staatenbildung auch Einfluss auf die europäische Entwicklung genommen hat.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Ende des westfränkischen Reiches

3. Die Kapetinger

a) Machtübernahme

b) Aufstieg und Machterhaltung

4. Das Verhältnis zu anderen Mächten

a) zu Deutschland

b) zur Kirche

5. Gesellschaftliche Veränderungen

6. Zusammenfassung/ Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den historischen Prozess der Herrschafts- und Staatenbildung in Frankreich während des Hohen Mittelalters. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse der Mechanismen, die es der Dynastie der Kapetinger ermöglichten, sich von einer schwachen Ausgangsposition zu einer europäischen Vormachtstellung zu entwickeln.

  • Die Auflösung des Karolingerreiches und die Etablierung des westfränkischen Reiches.
  • Die Entwicklung der kapetingischen Dynastie und die Sicherung der Erbmonarchie.
  • Das spannungsreiche Verhältnis zu Deutschland und der Konflikt mit dem Angevinischen Reich.
  • Die symbiotische Beziehung zwischen Königtum und Kirche sowie deren Bedeutung für die Herrschaftslegitimation.
  • Gesellschaftliche und kulturelle Transformationsprozesse im Kontext der staatlichen Konsolidierung.

Auszug aus dem Buch

b) Aufstieg und Machterhaltung

In den vorigen Kapiteln habe ich die Ausgangssituation Frankreichs dargestellt, bis hin zum Jahr 987, als Hugo Capet zum König gewählt wird. Jetzt gilt es herauszuarbeiten welche Entwicklung das französische Königtum im Mittelalter nahm und welche Strukturen geschaffen wurden, um die Macht zu halten und auszubauen.

Nachdem Hugo Capet 987 durch das Wahlrecht König von Frankreich wird, ernennt er seinen Sohn Robert II. zum Mitkönig, um Machtintrigen vorzubeugen. Dieser Brauch, den Thronerben noch zu Lebzeiten des Königs zu krönen, wurde auch von ihren Nachfolgern kontinuierlich weitergeführt, so dass eine kapetingische Königsfolge gesichert werden sollte. „Da sie alle überlebende Söhne hatten, verblieb die Krone auf diese Weise sicherer im Hause, als es auf Grund bloßer Vererbung möglich gewesen wäre. Gleichzeitig wandelte sich Frankreich infolge dieser konsequent betriebenen Regelung der Nachfolgefrage quasi unmerklich aus einer Wahl- wieder in eine –gewohnheitsrechtliche- Erbmonarchie, obwohl niemals ein legislatorischer Akt erfolgte.“12

Neben der dynastischen Kontinuität war dadurch ebenfalls die Unteilbarkeit des Reiches gesichert.13 Wie bedeutend diese Kontinuität für die Französische Geschichte und vor allem für das Geschlecht der Kapetinger war, wird dann deutlich, wenn man sich vor Augen führt, dass die Dynastie der Kapetinger zunächst in direkter Linie und später in verschiedenen Seitenlinien fast ein Jahrtausend lang die Geschicke Frankreichs lenkte.14

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Forschungsinteresse an der Entwicklung der französischen Herrschaft und Staatenbildung im Hohen Mittelalter sowie die methodische Vorgehensweise.

2. Das Ende des westfränkischen Reiches: Dieses Kapitel behandelt die Reichsteilungen nach dem Tod Karls des Großen, insbesondere den Vertrag von Verdun, und die daraus resultierende Schwäche des westfränkischen Reiches.

3. Die Kapetinger: Der Fokus liegt auf der Machtübernahme durch Hugo Capet und der langfristigen Konsolidierung durch geschickte Nachfolgeregelungen und den Ausbau der königlichen Autorität.

4. Das Verhältnis zu anderen Mächten: Dieses Kapitel analysiert die außenpolitische Konstellation Frankreichs gegenüber Deutschland sowie die strategische Allianz mit der Kirche.

5. Gesellschaftliche Veränderungen: Hier werden demografische Prozesse und technologische Fortschritte beleuchtet, die das französische Staatswesen während der kapetingischen Herrschaft stützten.

6. Zusammenfassung/ Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Faktoren zusammen, die Frankreich von einem schwachen Gebilde zur europäischen Großmacht aufsteigen ließen.

Schlüsselwörter

Frankreich, Mittelalter, Kapetinger, Herrschaftsbildung, Staatenbildung, Karolingerreich, Erbmonarchie, Angevinisches Reich, Kirche, Papsttum, Gotik, Krondomäne, politische Entwicklung, Vormachtstellung, Hochmittelalter.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die historische Transformation Frankreichs von einem zersplitterten westfränkischen Reich zu einer zentralisierten europäischen Großmacht im Hohen Mittelalter.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Dynastiegeschichte der Kapetinger, den machtpolitischen Beziehungen zu den Nachbarstaaten und der Rolle der Kirche.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Konstituierung französischer Herrschaft zu erklären und die Faktoren zu identifizieren, die eine stabile Entwicklung ermöglichten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit folgt einer systematischen historischen Gliederung und analysiert die Entwicklung anhand von Fachliteratur und zeitgenössischen Verträgen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert das Ende der Karolinger, die Etablierung der Kapetinger, das Verhältnis zum Deutschen Reich und zur Kirche sowie gesellschaftliche Veränderungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Herrschaftsbildung, Kontinuität in der Erbfolge, Machtkonsolidierung und die Rolle der katholischen Kirche.

Welche Rolle spielte die Krönungspraxis für die Kapetinger?

Durch die frühe Mitkrönung der Thronfolger schafften die Kapetinger eine stabilisierende dynastische Kontinuität, die den Übergang von der Wahl- zur Erbmonarchie begünstigte.

Warum war das Verhältnis zur Kirche strategisch wichtig?

Die Kirche fungierte als geistige Autorität, die das Königtum legitimierte, während das Königtum im Gegenzug politische Stabilität innerhalb des Landes förderte.

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Details

Titel
Die Entstehung Frankreichs
Untertitel
Vom westfränkischen Reich zu Frankreich
Hochschule
Europa-Universität Flensburg (ehem. Universität Flensburg)  (Institut für Geschichte und seine Didaktik)
Veranstaltung
Herrschafts- und Staatenbildung in Hohen Mittelalter
Note
2+
Autor
Michael Holtorf (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
21
Katalognummer
V127149
ISBN (eBook)
9783640339402
ISBN (Buch)
9783640336906
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Frankreich Entstehung Frankreichs Geschichte Kapetinger Herrschaftsbildung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Michael Holtorf (Autor:in), 2004, Die Entstehung Frankreichs, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/127149
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Leseprobe aus  21  Seiten
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