Aufgrund der demografischen Entwicklung orientiert sich Marketing an einer neuen Zielgruppe: Die Senioren sind durch ihre finanziellen Rücklagen die Kaufkraft von morgen. Aber diese neu entdeckte Kaufkraft orientiert sich an ganz anderen Werten und Interessen als die Jugend hat. So müssen dementsprechend andere Bilder in den Medien gezeigt werden.
Da es verschiedene Formen von Werbeträgern gibt - Plakate, Zeitschriftenanzeigen, Werbesendungen usw. - habe ich mich im Rahmen dieser Hausarbeit auf die Printmedien in Zeitschriften konzentriert.
Das Ziel der Werbung liegt darin mit psychologischen Methoden die Zielgruppe zu erreichen. Die Senioren sollten sich durch die gezeigte Modellperson angesprochen fühlen und sich mit ihr identifizieren können. Nur über die Identifikation ist die Änderung ihres Konsumverhaltens zu erzielen. Aber mit welchen Altenbildern kann die Werbung ihre Zielgruppe betagter Menschen erreichen? Was muss die Werbung bei der Gestaltung der Printmedien und bei der Bildkommunikation berücksichtigen?
Inhaltsverzeichnis
- Einführung
- Motivation und Gedanken zum Thema
- Aufbau der Arbeit
- Begriffe und Definitionen
- Bild Altenbild
- Selbstbild
- Fremdbild - Altersstereotypen
- Werbung
- Zentrale Merkmale
- Ziele
- Werbung als Kommunikationsprozess
- Strukturelemente
- Bild als Kommunikationsmittel
- Bild als Repräsentation der Wirklichkeit
- Bild- Rhetorik
- Gestaltung der Bilder
- Bedingungen (Zielgruppe)
- Alter
- Geschlecht
- Psychologische Funktion der Werbung
- Einstellungsänderung durch Kommunikation
- Zentraler Weg der Überredung
- Peripherer Weg der Überredung
- Alter als Kommunikationsgrenze
- Stigmatisierung älterer Kunden?
- Hilfsbedürftigkeit und Krankheit
- Ältere als geistig unbeweglich
- Probleme, die Jung und Alt betreffen
- Beschäftigung mit dem Tod
- Familie
- Pädagogische Schlussfolgerung
- Literatur
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit analysiert kritisch das Bild der Alten in den Medien, insbesondere in der Werbung. Sie untersucht, wie die Werbung die demografische Entwicklung und die Kaufkraft der Senioren nutzt und welche Altersbilder dabei zum Einsatz kommen. Die Arbeit beleuchtet die psychologischen Funktionen der Werbung und die Bedeutung der Altersbilder für die Kommunikation mit der Zielgruppe.
- Altersbilder in der Werbung
- Psychologische Funktionen der Werbung
- Kommunikation mit der Zielgruppe Senioren
- Stereotypisierung und Stigmatisierung älterer Menschen
- Einfluss der Medien auf das Selbstbild und Fremdbild der Alten
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Motivation und den Aufbau der Arbeit vor. Sie erläutert die Bedeutung des Themas im Kontext der demografischen Entwicklung und der wachsenden Kaufkraft der Senioren. Das zweite Kapitel definiert wichtige Begriffe wie Bild, Alter und Werbung. Es wird zwischen Selbstbild und Fremdbild der Alten unterschieden und die Bedeutung von Altersstereotypen in der Werbung hervorgehoben. Das dritte Kapitel betrachtet die Werbung als Kommunikationsprozess und analysiert die Strukturelemente der Werbung sowie die Rolle des Bildes als Kommunikationsmittel. Es werden die Gestaltung der Bilder und die Bedingungen der Zielgruppe, insbesondere das Alter und Geschlecht, untersucht. Das vierte Kapitel befasst sich mit der psychologischen Funktion der Werbung und der Einstellungsänderung durch Kommunikation. Es werden der zentrale und der periphere Weg der Überredung erläutert und die Bedeutung des Alters als Kommunikationsgrenze diskutiert. Das fünfte Kapitel analysiert die Stigmatisierung älterer Kunden in der Werbung und untersucht die Stereotypen von Hilfsbedürftigkeit, geistiger Unbeweglichkeit und Beschäftigung mit dem Tod. Es werden auch die Probleme, die Jung und Alt betreffen, sowie die Rolle der Familie in der Werbung betrachtet.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen das Bild der Alten, Altersbilder in der Werbung, Altersstereotypen, Kommunikation mit Senioren, psychologische Funktionen der Werbung, Stigmatisierung älterer Kunden, demografische Entwicklung, Kaufkraft der Senioren und Medienwirkung.
Häufig gestellte Fragen
Wie hat sich das Bild von Senioren in der Werbung verändert?
Aufgrund des demografischen Wandels werden Senioren zunehmend als kaufkräftige Zielgruppe („Best Ager“) wahrgenommen. Werbung nutzt daher vermehrt positive Altersbilder, um Identifikation zu schaffen.
Was ist der Unterschied zwischen Selbstbild und Fremdbild im Alter?
Das Selbstbild beschreibt, wie ältere Menschen sich selbst wahrnehmen, während das Fremdbild oft durch Altersstereotypen (wie Hilfsbedürftigkeit oder geistige Unbeweglichkeit) in den Medien geprägt ist.
Welche psychologischen Methoden nutzt die Werbung für Senioren?
Werbung setzt auf Identifikation mit Modellpersonen und nutzt sowohl zentrale als auch periphere Wege der Überredung, um Einstellungen und Konsumverhalten zu beeinflussen.
Führt Werbung zur Stigmatisierung älterer Menschen?
Ja, oft werden Senioren einseitig mit Themen wie Krankheit, Tod oder Gebrechlichkeit verknüpft, was bestehende negative Stereotypen in der Gesellschaft verstärken kann.
Warum ist die Bildkommunikation in Zeitschriften für diese Zielgruppe so wichtig?
Bilder fungieren als Repräsentation der Wirklichkeit und Rhetorikmittel. Eine gezielte Bildgestaltung hilft dabei, Kommunikationsgrenzen zu überwinden und die Zielgruppe emotional zu erreichen.
- Quote paper
- M. A. ; Dipl. (postgrad.) Isolde A. Kretzschmar (Author), 2006, Kritische Analyse des Bildes der Alten in der Werbung und den Medien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/127074