Mode ist ein zyklischer Prozess. Es soll innerhalb der vorliegenden Arbeit der Versuch unternommen werden, Implikationen dieses Prozesses auf Grundlage der Ausführung von Georg Simmel zu dem Phänomen der Mode zu veranschaulichen bzw. theoretisch nachzuvollziehen.
Ausgehend von einer Zusammenfassung aller wesentlichen Merkmale einer Definition von Mode soll eine Beleuchtung auf das Zyklische, das Dynamische der Mode erfolgen.
Was ist die Ursache dafür, dass sich Mode auf weite und dennoch nur sozial determinierte Teile der Gesellschaft ausbreitet? Warum wird sie so schnell entwertet? Welche Rolle spielt die Ambivalenz zwischen der modebewussten Besonderheit des Individuums und der Sehnsucht nach zu veranschaulichenden Werten des Kollektivs?
Diese Gesetzmäßigkeit zugrunde legend aber ohne vorgreifen zu wollen, kann an dieser Stelle allerdings schon konstatiert werden, dass das Prinzip von Abgrenzung und Nachahmung der Generator von Mode ist. Abgrenzung gegen den Anderen und Nachahmung des als relevant und erstrebenswert definierten. Welchen Verlauf dieses Prinzip durch die Gesellschaft nimmt, wird zu klären sein.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Definition Mode
- CHARAKTERISTIKA
- ANTHROPOLOGISCHE KONSTANTEN
- Dynamik der Mode
- MODE ALS INSTRUMENT DER WARENABSATZSICHERUNG
- MODE ALS REAKTION AUF DEN GESELLSCHAFTLICHEN WANDEL
- MODE ALS DISTINKTIONSSICHERUNG
- Theorien des Dualismus von Distinktion und Nachahmung
- TRICKLE-DOWN
- TRICKLE-UP
- TRICKLE-ACROSS
- Weiterführende Betrachtungen
- Literatur
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit befasst sich mit der Genese von Mode und analysiert das Phänomen aus kultur- und kunstsoziologischer Perspektive. Ziel ist es, die theoretischen Grundlagen der Modeentwicklung zu beleuchten und die Dynamik des Modewandels zu verstehen. Dabei werden die zentralen Theorien von Georg Simmel zum Phänomen der Mode herangezogen und in den Kontext der gesellschaftlichen Entwicklungen eingeordnet.
- Definition und Charakteristika von Mode
- Dynamik des Modewandels
- Theorien des Dualismus von Distinktion und Nachahmung
- Anthropologische Konstanten und ihre Auswirkungen auf die Mode
- Mode als Instrument der Waren Absatzsicherung und gesellschaftlicher Veränderung
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema der Mode ein und stellt die zentrale Fragestellung der Arbeit vor: Wie lässt sich die Dynamik des Modewandels auf Grundlage der Theorien von Georg Simmel erklären? Die Definition von Mode wird im zweiten Kapitel näher beleuchtet. Dabei werden die Charakteristika der Mode, wie die relative Kurzlebigkeit und die Kollektivität, sowie die anthropologischen Konstanten, die das modische Verhalten beeinflussen, analysiert. Das dritte Kapitel befasst sich mit der Dynamik der Mode und untersucht die Rolle der Mode als Instrument der Waren Absatzsicherung, als Reaktion auf gesellschaftliche Veränderungen und als Mittel der Distinktion. Im vierten Kapitel werden verschiedene Theorien des Dualismus von Distinktion und Nachahmung, wie das Trickle-Down-, Trickle-Up- und Trickle-Across-Modell, vorgestellt und diskutiert. Das fünfte Kapitel bietet weiterführende Betrachtungen zum Thema Mode und stellt weitere relevante Aspekte und Theorien vor.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen die Genese von Mode, Georg Simmel, Modewandel, Distinktion, Nachahmung, Waren Absatzsicherung, gesellschaftlicher Wandel, anthropologische Konstanten, Trickle-Down-Modell, Trickle-Up-Modell, Trickle-Across-Modell.
Häufig gestellte Fragen
Welche Theorie bildet die Grundlage für diese Arbeit über Mode?
Die Arbeit stützt sich primär auf die Ausführungen von Georg Simmel zum Phänomen der Mode.
Was wird als der "Generator" von Mode bezeichnet?
Das Prinzip von Abgrenzung (Distinktion) gegen Andere und Nachahmung des als erstrebenswert Definierten gilt als Generator der Mode.
Was versteht man unter dem "Trickle-Down"-Modell?
Es beschreibt den Prozess, bei dem Modetrends von den oberen sozialen Schichten ausgehen und nach und nach von unteren Schichten übernommen werden.
Warum ist Mode ein zyklischer Prozess?
Mode wird schnell entwertet, sobald sie sich in der breiten Masse ausbreitet, was den Drang nach neuen Formen der Abgrenzung und somit einen neuen Zyklus auslöst.
Welche Rolle spielen anthropologische Konstanten in der Mode?
Sie erklären das menschliche Bedürfnis nach Besonderheit des Individuums einerseits und der Sehnsucht nach Zugehörigkeit zum Kollektiv andererseits.
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- Dipl.-Soz. Uwe Liskowsky (Autor), 2001, Theoretische Grundlagen zur Genese von Mode, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/126924