Inwiefern ist die russische Regierung Putins seit seiner dritten Amtszeit noch eine vertikal legitimierte und kontrollierte Demokratie? Diese Arbeit nimmt die schon seit mehreren Amtszeiten anhaltenden Vorwürfe zum Anlass, die Legitimation und Kontrolle der Herrschaft seit Putins dritten Amtszeit zu untersuchen. Dabei soll die Analyse auf den Zeitraum ab Putins dritter Amtszeit beschränkt werden aus dem vorwiegenden Grund die Arbeit somit möglichst aktuell halten zu können. Aber auch die Unterbrechung Putins Präsidentschaft durch Dimitrij Medwedew von 2008 bis 2012 lässt den Untersuchungsbeginn ab seiner dritten Amtszeit in Anbetracht der Forschungsfrage sinnvoller erscheinen. Darüber hinaus kann unter Berücksichtigung des vorgegebenen Rahmens dieser Hausarbeit keine umfassende Analyse seiner gesamten Amtszeit erfolgen. Zudem ist zu erwähnen, dass in folgende Untersuchung sich auf die Dimension der vertikalen Herrschaftslegitimation und -kontrolle beschränkt, da diese als ausschlaggebende Abgrenzung zwischen Demokratien und Autokratien gilt. Ebenso würde die Darstellung aller demokratischen Defekte des russischen Regierungssystems nicht im vorgegebenen Rahmen dieser Hausarbeit nicht entsprechen. Der Fokus dieser Hausarbeit liegt somit auf der Untersuchung der Herrschaftslegitimation sowie -kontrolle in Putins Russland seit seiner zweiten Amtszeit.
Inhaltsverzeichnis
- Wladimir Putin – Russlands ewiger Präsident
- Das theoretische Konzept der defekten Demokratie
- Das Modell der Embedded Democracy
- Defekte Demokratien
- Analysekriterien und Hypothese
- Kriterien des Wahlregimes
- Kriterien der politischen Teilhaberechten
- Hypothese
- Profilanalyse Russland
- Wahlregime
- Aktive und passive Wahlrechte
- Gewählte Mandatsträger
- Freie und faire Wahlen
- Politische Teilhaberechte
- Assoziationsfreiheit
- Meinungs-, Presse- und Informationsfreiheit
- Wahlregime
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Frage, inwiefern die russische Regierung unter Wladimir Putin seit seiner dritten Amtszeit noch als eine vertikal legitimierte und kontrollierte Demokratie anzusehen ist. Insbesondere untersucht sie die Legitimation und Kontrolle der Herrschaft Putins vor dem Hintergrund anhaltender Vorwürfe, die seit seiner dritten Amtszeit geäußert werden.
- Die Analyse der Herrschaftslegitimation und -kontrolle in Putins Russland seit seiner dritten Amtszeit
- Die Anwendung des Theoriekonzepts der defekten Demokratie nach Wolfgang Merkel
- Die Untersuchung der Kriterien der exklusiven Demokratie im Kontext des russischen Regierungssystems
- Die Analyse von Wahlregime und politischen Teilhaberechten in Russland
- Die Gegenüberstellung der Analyseergebnisse mit den Hypothesen
Zusammenfassung der Kapitel
- Kapitel 1: Wladimir Putin – Russlands ewiger Präsident Dieses Kapitel beleuchtet die lange Amtszeit Putins und stellt die Frage nach der Legitimität und Kontrolle der russischen Regierung in diesem Kontext. Es werden die Vorwürfe gegen Putins Regierung und die Notwendigkeit der Analyse der Herrschaftslegitimation und -kontrolle seit seiner dritten Amtszeit hervorgehoben.
- Kapitel 2: Das theoretische Konzept der defekten Demokratie Dieses Kapitel stellt das Theoriekonzept der defekten Demokratie nach Wolfgang Merkel vor und erklärt das Modell der Embedded Democracy als Grundlage für die Analyse. Es erläutert die interne und externe Einbettung von Demokratien und die Bedeutung der Teilregime für die Stabilität und Funktion von Demokratien.
- Kapitel 3: Analysekriterien und Hypothese In diesem Kapitel werden die Analysekriterien des Wahlregimes und der politischen Teilhaberechte definiert und die Hypothese der Arbeit formuliert.
- Kapitel 4: Profilanalyse Russland Dieses Kapitel analysiert das russische Regierungssystem anhand der Kriterien des Wahlregimes und der politischen Teilhaberechte, um die Legitimation und Kontrolle der Herrschaft Putins zu untersuchen. Es beleuchtet die Wahlrechte, die Position von Mandatsträgern sowie die Freiheit und Fairness von Wahlen. Außerdem werden die Assoziationsfreiheit und die Meinungs-, Presse- und Informationsfreiheit in Russland analysiert.
Schlüsselwörter
Die zentralen Schlüsselwörter der Arbeit umfassen die defekte Demokratie, Embedded Democracy, exklusive Demokratie, Herrschaftslegitimation, Herrschaftskontrolle, Wahlregime, politische Teilhaberechte, Wladimir Putin, Russland, und das Modell der „gemanagten“ Demokratie.
Häufig gestellte Fragen
Wird Russland unter Putin als Demokratie oder Autokratie eingestuft?
Die Arbeit untersucht Russland anhand des Konzepts der „defekten Demokratie“ und analysiert, inwieweit das System Merkmale einer exklusiven oder „gemanagten“ Demokratie aufweist.
Was bedeutet das Modell der „Embedded Democracy“?
Es ist ein Theoriekonzept nach Wolfgang Merkel, das beschreibt, wie Teilregime (wie Wahlen und Teilhaberechte) intern und extern eingebettet sein müssen, um eine stabile Demokratie zu bilden.
Welche Kriterien werden für die Analyse des Wahlregimes genutzt?
Untersucht werden die aktiven und passiven Wahlrechte, die Unabhängigkeit der Mandatsträger sowie die Freiheit und Fairness der Wahlen in Russland.
Wie steht es um die politischen Teilhaberechte in Russland?
Die Analyse beleuchtet kritisch die Assoziationsfreiheit sowie die Meinungs-, Presse- und Informationsfreiheit unter der Regierung Putins.
Warum liegt der Fokus auf der Zeit ab Putins dritter Amtszeit?
Dieser Zeitraum wird gewählt, um die Aktualität der Arbeit zu gewährleisten und die spezifischen Entwicklungen nach der Präsidentschaft von Medwedew zu berücksichtigen.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2019, Russland unter der Herrschaft Putins. Demokratie oder Autokratie?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1268442