Das Ziel dieser Seminararbeit ist es, das theoretische Vorgehen der Bewertung einzelner Firmen anhand von Multiplikatoren darzustellen und kritisch zu hinterfragen. Im Anschluss an diese Einleitung wird im nächsten Kapitel der Arbeit das Multiplikatorverfahren näher beleuchtet. Im Unterkapitel 2.1 wird das Verfahren dabei zunächst allgemein vorgestellt und in einzelne Schritte unterteilt. Im Kapitel 2.2 wird dann genauer auf diese, in Kapitel 2.1 definierten, fünf Schritte eingegangen. Vor dem Hintergrund empirisch gewonnener Erkenntnisse werden in Kapitel 3 die Vor- und Nachteile des Verfahrens beleuchtet und diskutiert. Ein Fazit aus den Erkenntnissen der Arbeit bildet dann den Abschluss in Kapitel 4.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Einführung
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2. Das Multiplikatorverfahren
2.1. Allgemeiner Überblick und Einordnung
2.2. Ablauf einer Unternehmensbewertung Anhand von Multiplikatoren
2.2.1. Analyse des Bewertungsobjektes
2.2.2. Auswahl von Multiplikatoren
2.2.3. Bestimmung der Peergroup
2.2.4. Berechnung der Multiplikatoren
2.2.5. Ermittlung des Unternehmenswertes
3. Einschätzung des Multiplikatorverfahrens
3.1. Vorteile des Multiplikatorverfahrens
3.2. Nachteile des Multiplikatorverfahrens
4. Schlussbemerkung
Zielsetzung & Themen
Ziel der Arbeit ist es, das theoretische Vorgehen bei der Unternehmensbewertung mittels Multiplikatoren systematisch darzustellen und die Anwendung dieser Methode kritisch zu hinterfragen.
- Theoretische Grundlagen und Einordnung von Multiplikatorverfahren
- Strukturierter Ablauf der Unternehmensbewertung (Analyse, Auswahl, Vergleich)
- Differenzierung zwischen Equity- und Enterprise-Value-Multiplikatoren
- Vor- und Nachteile der Multiples-Methode unter Marktbedingungen
Auszug aus dem Buch
2.2.2. Auswahl von Multiplikatoren
Nachdem das Unternehmen analysiert und die Zahlen aufbereitet wurden, werden im zweiten Schritt die Bezugsgrößen ausgewählt, aus welchen die Multiplikatoren zur Bewertung abgeleitet werden. Die Auswahl geeigneter Faktoren ist fundamental, da die Auswahl verschiedener Bezugsgrößen zu verschiedenen Bewertungen führen kann. Als Bezugsgrößen können sowohl finanzielle Kennzahlen wie Umsatz oder nicht finanzielle Kennzahlen wie Quadratmeter-Verkaufsfläche genutzt werden. Wobei finanzielle Faktoren vorgezogen werden. In den meisten Fällen wird auf Größen aus der GuV zurückgegriffen. Hier können dieselben Kennzahlen gewählt werden, welche auch für die Performance Analyse eines Unternehmens genutzt werden.
Schwierig kann dieses Vorgehen werden, wenn ein Unternehmen negative Erfolgszahlen ausweist. Hierdurch würden negative, nicht interpretierbare Multiplikatoren entstehen. Um diesen Fall zu umgehen, könnte zum einen mit finanziellen Größen gearbeitet werden, welche nicht negativ werden, wie z.B. dem Umsatz. Zum anderen könnten Größen, welche nicht auf finanziellen Kennzahlen beruhen, wie die Klickrate einer Internetseite herangezogen werden. Hierbei sollte der Einfluss der Größen auf die Einzahlungsüberschüsse des Unternehmens jedoch eindeutig nachweisbar sein. Ist das nicht der Fall könnte es zu Fehlinterpretationen der Daten kommen. Auch die Herkunft der Informationen der Bewertungsobjekte ist wichtig. So gibt es zum einen Multiples welche auf der Grundlage von öffentlichen Bewertungen von Firmen basieren, diese werden Trading Multiples genannt. Zum anderen gibt es Multiples, bei welchen sich die Fusionen und Übernahmen, im englischen Mergers and Acquisitions (M&A), der letzten Zeit angeschaut werden und die dafür gezahlten Bewertungen von Unternehmen herangezogen werden, um hieraus Multiples abzuleiten. Diese werden Transaction Multiples genannt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Unternehmensbewertung mittels Multiplikatoren ein und definiert die Zielsetzung sowie den Aufbau der Seminararbeit.
2. Das Multiplikatorverfahren: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des Verfahrens und beschreibt detailliert den fünfstufigen Ablauf von der Unternehmensanalyse bis zur Ermittlung des Unternehmenswertes.
3. Einschätzung des Multiplikatorverfahrens: Hier werden die Stärken und Schwächen der Methode fundiert diskutiert, wobei insbesondere Aspekte wie Genauigkeit, Marktorientierung und Datenverfügbarkeit beleuchtet werden.
4. Schlussbemerkung: Das abschließende Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und zieht ein Fazit zur Bedeutung des Multiplikatorverfahrens in der Praxis der Performanceanalyse.
Schlüsselwörter
Unternehmensbewertung, Multiplikatorverfahren, Multiples, Peergroup, Enterprise Value, Equity Value, Performance Analyse, Trading Multiples, Transaction Multiples, KGV, Finanzanalyse, Marktwert, Bewertungsmethode, Unternehmenswert, Branchendaten
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Unternehmensbewertung unter Verwendung von Multiplikatorverfahren und deren Rolle in der Performanceanalyse.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Themen sind der theoretische Rahmen der Multiples, die methodische Vorgehensweise bei der Firmenbewertung, die Auswahl vergleichbarer Unternehmen sowie die kritische Würdigung der Vorteile und Risiken.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die systematische Darstellung des Bewertungsprozesses anhand von Multiplikatoren und dessen kritische Hinterfragung hinsichtlich der Zuverlässigkeit.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird eine Literaturarbeit angefertigt, die das theoretische Vorgehen nach dem „law of one price“ beschreibt und durch empirische Erwägungen zur Peergroup-Bildung unterstützt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung des Multiplikatorverfahrens, dessen praktischen Ablauf in fünf Schritten sowie eine detaillierte Gegenüberstellung von Vor- und Nachteilen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die wichtigsten Begriffe umfassen Unternehmensbewertung, Multiplikatorverfahren, Peergroup, Enterprise Value und Performance Analyse.
Warum sind negative Unternehmenskennzahlen für das Verfahren problematisch?
Negative Erfolgszahlen führen zu rechnerisch unplausiblen oder negativen Multiplikatoren, die eine sinnvolle Bewertung unmöglich machen, weshalb oft auf alternative Indikatoren wie den Umsatz ausgewichen wird.
Was unterscheidet Trading Multiples von Transaction Multiples?
Trading Multiples basieren auf aktuellen Börsenkursen und Marktbewertungen, während Transaction Multiples aus realen Kaufpreisen vergangener Fusionen und Übernahmen abgeleitet werden.
Wie lässt sich das Risiko einer verzerrten Peergroup minimieren?
Durch eine sorgfältige Auswahl von Vergleichsunternehmen, die dem Bewertungsobjekt hinsichtlich Geschäftsmodell, Umsatzstruktur und Risikoprofil möglichst nahe kommen, kann das Verzerrungsrisiko reduziert werden.
- Arbeit zitieren
- Kilian Hantke (Autor:in), 2022, Unternehmensbewertung mit Multiples und deren Einsatz in der Performance Analyse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1267334