Im Rahmen von Assessment Centern (AC) machen sich die Beobachter Gedanken darüber, warum sich die Bewerber in der Situation so verhalten, wie sie es tun. Es werden Vermutungen über die Ursachen des Verhaltens angestellt. Vor dem Hintergrund des AC-Verfahrens wird zunächst das Kovariationsmodell von Kelley erklärt. Zudem wird erläutert, welche drei Informationsarten die Beobachter nutzen, um die Ursachenzuschreibung auf die Person, die Situation oder die besonderen Umstände vorzunehmen.
Im Sinne einer objektiven, zuverlässigen und gültigen Messung von Eigenschaften im Rahmen eines AC ist es wichtig, dass die Beobachter das beobachtete Verhalten auf die korrekte Ursache attribuieren. Nach der Beschreibung verschiedener Attributionsfehler werden Maßnahmen genannt, die im Rahmen des Bewerbungsprozesses helfen, Attributionsfehler zu kontrollieren bzw. zu minimieren.
Im dritten Teil get es um den Begriff "Sensation Seeking" und die "Sensation Seeking Scale".
Inhaltsverzeichnis
- Abkürzungsverzeichnis
- Aufgabe 1.
- Aufgabe 2.
- Aufgabe 3
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Einsendeaufgabe befasst sich mit der sozialen Wahrnehmung im Rahmen von Assessment Centern (ACs). Der Fokus liegt auf der Analyse der Kovariationsmodell von Kelley, welches die Urteilsbildung von Beobachtern über Bewerber in ACs erklärt.
- Soziale Wahrnehmung und Ursachenzuschreibung
- Das Kovariationsmodell von Kelley
- Konsensusinformation
- Konsistenzinformation
- Distinktheitsinformation
Zusammenfassung der Kapitel
Aufgabe 1
Der Abschnitt beleuchtet die soziale Wahrnehmung und erläutert, wie Menschen sich einen Eindruck von anderen Personen bilden. Das Kovariationsmodell von Kelley wird eingeführt, das erklärt, wie Beobachter in ACs Vermutungen über das Verhalten von Bewerbern anstellen. Die drei Informationsarten Konsensusinformation, Konsistenzinformation und Distinktheitsinformation werden vorgestellt, die Beobachtern helfen, die Ursache für das Verhalten eines Bewerbers zu erklären.
Schlüsselwörter
Soziale Wahrnehmung, Attributionstheorie, Kovariationsmodell, Kelley, Konsensusinformation, Konsistenzinformation, Distinktheitsinformation, Assessment Center (AC), Beobachter, Verhalten, Ursachenzuschreibung
Häufig gestellte Fragen
Was erklärt das Kovariationsmodell von Kelley?
Es erklärt, wie Beobachter (z. B. in einem Assessment Center) entscheiden, ob das Verhalten einer Person auf deren Charakter, die Situation oder Zufälle zurückzuführen ist.
Welche drei Informationsarten nutzt das Modell?
Das Modell nutzt Konsensusinformation (Verhalten anderer), Konsistenzinformation (Verhalten der Person über die Zeit) und Distinktheitsinformation (Verhalten in anderen Situationen).
Warum sind Attributionsfehler im Assessment Center (AC) problematisch?
Wenn Beobachter Verhalten falsch zuschreiben (z. B. Nervosität als mangelnde Kompetenz werten), sinkt die Validität und Zuverlässigkeit des gesamten Auswahlverfahrens.
Was versteht man unter "Sensation Seeking"?
Es beschreibt das Persönlichkeitsmerkmal von Menschen, die nach abwechslungsreichen, neuen und komplexen Eindrücken suchen und dafür auch Risiken eingehen.
Wie können Attributionsfehler im Bewerbungsprozess minimiert werden?
Maßnahmen umfassen die Schulung von Beobachtern, den Einsatz mehrerer Beobachter pro Bewerber und die Verwendung standardisierter Bewertungsskalen.
Was ist die "Sensation Seeking Scale"?
Es ist ein psychologisches Messinstrument, um die Ausprägung des Sensation-Seeking-Merkmals bei einer Person quantitativ zu erfassen.
- Quote paper
- Miriam Bünermann (Author), 2020, Beobachtung und Beurteilung im Assessment Center, das Kovariationsmodell von Kelley und Sensation Seeking, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1265793