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Bertolt Brechts frühe Liebeslyrik im teilweisen Spiegel seiner frühen Jugendlieben - "Erinnerung an die Marie A." und "Terzinen über die Liebe"

Title: Bertolt Brechts frühe Liebeslyrik im teilweisen Spiegel seiner frühen Jugendlieben - "Erinnerung an die Marie A." und "Terzinen über die Liebe"

Term Paper , 2008 , 18 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Melanie Steck (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Vor Brechts privaten Liebes- und vor allem rein auf Vergnügen ausgerichteten Beziehugnen zu zahlreichen Damen werden in nachstehender Arbeit seine frühen Lyrikwerke vor eben diesem Hintergrund analysiert & interpretiert. Beispeilhaft exzerpiert werden dabei Passagen aus "Erinnerung an die Marie A." und dem Brecht-Klassiker "Terzinen über die Liebe". Die Primärtextzitate entstammen allesamt der GBA.

Es werden neue Ergebnisse der Brecht-Forschung vorgestellt, die den Blick auf "Erinnerung an die Marie A." aus einer völlig anderen Sichtweise aufleuchten lassen - wurde doch in der neueren Forschung eine Sichtweise der Protagonistin "Marie A.", der diese Perle Brecht´scher Lyrik gewidmet scheint, vorgestellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die frühe Lyrik Bertolt Brechts

3 Fingierte Sentimentalitäten – „Erinnerung an die Marie A.“

3.1 Persönlicher Hintergrund und Entstehung

3.2 Inhaltliche Analyse

3.3 Inhaltliche Interpretation

4 Die aufgehobene Sehnsucht – „Terzinen über die Liebe“

4.1 Hintergrund und Entstehung

4.2. Inhaltliche Analyse

4.3 Inhaltliche Interpretation

5 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht Brechts Liebeslyrik, wobei der Fokus auf den Gedichten „Erinnerung an die Marie A.“ und „Terzinen über die Liebe“ liegt. Ziel ist es aufzuzeigen, dass Brecht die Liebe in seinen Texten konsequent als vergängliches, oft rein körperliches Ereignis darstellt und dabei die Idealvorstellung einer dauerhaften Liebesbeziehung als Illusion entlarvt.

  • Analyse der Vergänglichkeit als zentrales Motiv in Brechts frühen Werken.
  • Untersuchung der Austauschbarkeit der Partnerin im lyrischen Kontext.
  • Kontrastierung von konkreten biografischen Bezügen und fiktiven, allgemeinen Liebesdarstellungen.
  • Untersuchung der Funktion von Naturmotiven wie Wolken und Kranichen als Symbole der Flüchtigkeit.
  • Dekonstruktion der vermeintlichen Sentimentalität zugunsten einer nüchternen, desillusionierten Betrachtungsweise.

Auszug aus dem Buch

3.2 Inhaltliche Analyse

Schon bei der ersten Lektüre fällt der fünfhebige Jambus auf, der weder durch häufige Enjambements noch durch Tonbeugungen unterbrochen wird. Die Sprache ist einfach gehalten und wirkt durch die Anapher „jenem Tag“ in Vers drei und zwölf zum Teil mit Nachdruck auf den Leser, den dieser wiederum auf den Inhalt projizieren soll.

Der Inhalt täuscht zuerst mit Sentimentalitäten, die dem lyrischen Ich von einem Schäferstündchen mit der Geliebten unter einem „Pflaumenbaum“ (V.4, V. 14) in angeblicher „Erinnerung“ (V.1) geblieben sind. Das aber lediglich im Titel und in den ersten beiden Versen. Denn schon im weitern Verlauf der ersten Strophe wird Bezug auf eben jene Wolke genommen aufgrund derer es sich nur an das Erlebnis erinnern kann. Die Erinnerungen wurden schließlich nur wach gehalten, weil eine Wolke am Himmel stand, die es auch längst vergessen hätte, wenn sie nicht während des Treffens des Liebespaares plötzlich verschwunden wäre. Diese Einstellung zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Gedicht. Wie auch jene Wolke, die durch ihr Verschwinden im Gedächtnis blieb, hat das lyrische Ich auch den Kuss vergessen, der zwischen ihm und der Geliebten statt fand. Deutlich macht diese Ambivalenz vom Vergessen besonders die dritte Strophe mit den Versen 21, 22 und 27: „Und auch den Kuß, ich hätt ihn längst vergessen / Wenn nicht die Wolke da gewesen wär / (…) Doch jene Wolke blühte nur Minuten“.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in Brechts Liebeslyrik ein und stellt die These auf, dass Brecht Liebe primär als vergängliches und austauschbares Phänomen thematisiert.

2 Die frühe Lyrik Bertolt Brechts: Dieses Kapitel gibt einen Abriss über Brechts frühe Schaffensphase von 1912 bis 1924 und beschreibt die ästhetischen Grundlagen seiner frühen Gedichte.

3 Fingierte Sentimentalitäten – „Erinnerung an die Marie A.“: Das Kapitel widmet sich der Analyse des Gedichts „Erinnerung an die Marie A.“ und zeigt auf, wie Brecht das Thema Erinnerung durch eine desillusionierende Perspektive ersetzt.

4 Die aufgehobene Sehnsucht – „Terzinen über die Liebe“: Hier wird das Gedicht „Terzinen über die Liebe“ untersucht, wobei insbesondere die Entlarvung der Liebe als reine Illusion im Zentrum steht.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass die Vergänglichkeit ein konstitutives Element von Brechts Liebeslyrik bildet.

Schlüsselwörter

Bertolt Brecht, Liebeslyrik, Erinnerung an die Marie A., Terzinen über die Liebe, Vergänglichkeit, Flüchtigkeit, Illusion, Austauschbarkeit, Naturmetaphorik, Hauspostille, Desillusionierung, Liebesbeziehung, Lyrikanalyse, Literaturwissenschaft, Moderne Lyrik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Darstellung von Liebe in ausgewählten frühen Gedichten von Bertolt Brecht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Vergänglichkeit von Liebesbeziehungen, das Motiv der Austauschbarkeit der Partnerin und die Funktion von Naturmetaphern in Brechts Lyrik.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu zeigen, dass Brecht in seiner frühen Liebeslyrik bewusst mit sentimentalen Erwartungen spielt, um diese anschließend als Illusion zu entlarven.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Textanalyse angewandt, die durch die Heranziehung von biografischem Kontext und rezeptionsgeschichtlichen Ansätzen ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung der Gedichte „Erinnerung an die Marie A.“ und „Terzinen über die Liebe“, wobei jeweils Hintergrund, Analyse und Interpretation beleuchtet werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Vergänglichkeit, Illusion, Austauschbarkeit und die spezifische Ästhetik von Brechts früher Lyrik charakterisiert.

Warum spielt das Symbol der „Wolke“ in beiden analysierten Gedichten eine so zentrale Rolle?

Die Wolke dient als paradoxes Symbol der Vergänglichkeit; sie ist das einzige, was im Gedächtnis des lyrischen Ichs bleibt, während das eigentliche Liebesereignis vergessen wird.

Wie unterscheidet sich Brechts Darstellung von Liebe von traditionellen Liebesgedichten?

Brecht bricht mit der Konvention der beständigen, romantischen Liebe und ersetzt sie durch ein Bild von Kurzlebigkeit, Austauschbarkeit und distanzierter Sachlichkeit.

Was ist das Fazit der Untersuchung zur Rolle der Frau in Brechts Gedichten?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die weiblichen Figuren in Brechts Gedichten nicht als idealisierte Wesen, sondern als austauschbare Partnerinnen in einer rein subjektiv-erfahrungsorientierten Lyrik dargestellt werden.

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Details

Title
Bertolt Brechts frühe Liebeslyrik im teilweisen Spiegel seiner frühen Jugendlieben - "Erinnerung an die Marie A." und "Terzinen über die Liebe"
College
University of Augsburg  (Lehrstuhl für Komparatistik ; Lehrstuhl für Neuere Deutsche Literatur)
Course
Gedichtete Liebe. Modelle der Liebeslyrik von der Antike bis zur Moderne
Grade
2,0
Author
Melanie Steck (Author)
Publication Year
2008
Pages
18
Catalog Number
V126489
ISBN (eBook)
9783640323845
ISBN (Book)
9783640321766
Language
German
Tags
Bertolt Brechts Liebeslyrik Spiegel Jugendlieben Erinnerung Marie Terzinen Liebe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Melanie Steck (Author), 2008, Bertolt Brechts frühe Liebeslyrik im teilweisen Spiegel seiner frühen Jugendlieben - "Erinnerung an die Marie A." und "Terzinen über die Liebe", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/126489
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