Diese Arbeit untersucht die Auswirkung von Klimavariabilität auf die Vegetation im Arboretum Grenzenlust. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob die untersuchten Dürreereignisse als Folge des Klimawandels und damit als ein voraussichtlich wiederkehrendes Phänomen zu bewerten sind. Hierzu werden insbesondere beobachtete Klimadaten im mehrjährigen Vergleich untersucht und verschiedene wissenschaftliche Prognosen aus verifizierten Modellen zur Klimaentwicklung der Zukunft hinzugezogen. Auch Kartenmaterial zur Bodentrockenheit und dem pflanzenverfügbaren Wasser wird dabei berücksichtigt. Darauf aufbauend wird der Frage nachgegangen, welche Auswirkungen die betrachteten Hitze- und Trockenphasen auf die untersuchte Vegetation im Arboretum Grenzenlust hatten und voraussichtlich zukünftig haben werden.
Zusätzlich wird der Frage nach möglichen Anpassungsstrategien nachgegangen. Die Fragestellung der angestrebten Bachelorarbeit soll anhand von ausgewählter Fachliteratur, durch die eine Einordnung in regionale und globale Kontexte ermöglicht wird, und insbesondere der eigenständigen Forschungsarbeit vor Ort beantwortet werden. Hierzu wird im ersten inhaltlichen Kapitel der theoretische Rahmen der Arbeit gebildet. Der aktuelle Stand der wissenschaftlichen Forschung zum Klimawandel und zur Klimavariabilität werden thematisiert. Einige entscheidende Begriffe werden definiert und Synonyme beschrieben. Der Auswertung von Klimamodellen, die die Entwicklung der globalen Erwärmung, der mittleren Niederschläge und der Zunahme von Hitze- und Trockenphasen darstellen, kommt eine besondere Bedeutung zu.
Anschließend werden neben den bereits jetzt beobachteten globalen und regionalen Folgen des Klimawandels für die Pflanzendecke zukünftige Veränderungen der Vegetationszonen betrachtet und die speziellen Auswirkungen von Hitze- und Trockenphasen hervorgehoben, wobei den Wäldern und Laubbäumen der Region ein besondere Bedeutung zukommt. Die Untersuchung wird nicht nur in einen regionalen, sondern auch in einen globalen Kontext eingebettet. Der sich anschließende methodische Teil erklärt die Vorgehensweise der durchgeführten Untersuchung. Auf die Erklärung der Methodik folgt die Präsentation und Analyse der gewonnenen Erkenntnisse. Abschließend werden die gesammelten Ergebnisse in der Schlussbetrachtung dargelegt und die Forschungsfragen beantwortet.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Aktueller Stand der wissenschaftlichen Forschung
- 2.1 Wetter, Witterung und Klima
- 2.2 Klimawandel
- 2.3 Klimavariabilität
- 3. Klimawandel und Vegetation
- 3.1 Prognostizierte Veränderung der Vegetationszonen - eine globale Betrachtung
- 3.2 Regionale Vegetationsentwicklung
- 3.3 Auswirkung von Hitze- und Trockenphasen auf die Vegetation
- 4. Vegetation und ihre Dynamik am Beispiel des Arboretum Grenzenlust
- 4.1 Untersuchung abiotischer Faktoren
- 4.2 Dendroökologische Untersuchung
- 4.3 Untersuchung der Vegetation
- 5. Ergebnisse der Untersuchung
- 5.1 Abiotische Faktoren – Klimatische Standortanalyse im mehrjährigen Vergleich
- 5.1.1 Analyse der Hitze- und Trockenjahre 2018/2019
- 5.1.2 Simulierte Entwicklung der Hitze- und Trockenphasen
- 5.1.3 Bodeneigenschaften im Arboretum Grenzenlust
- 5.2 Auswirkung der Klimavariabilität auf Rotbuchen
- 5.2.1 Dendroökologische Untersuchung von Rotbuchen
- 5.2.2 Mikroskopische Auswertung
- 5.3 Ergebnisse der Vegetationsbestimmung im Arboretum Grenzenlust
- 5.3.1 Einordnung in die Pflanzensoziologie
- 5.3.2 Häufigkeit und Gefährdung der Arten
- 5.3.3 Analyse der Zeigerwerte und Stressfaktoren
- 6. Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Bachelorarbeit untersucht die Auswirkungen von Klimavariabilität auf die Vegetation im Arboretum Grenzenlust. Dabei stehen die Hitze- und Trockenjahre 2018/2019 im Fokus und werden im Vergleich zu den Jahren zuvor analysiert.
- Der aktuelle Stand der wissenschaftlichen Forschung zum Klimawandel und seiner Auswirkungen auf die Vegetation
- Die Analyse der abiotischen Faktoren im Arboretum Grenzenlust, insbesondere der Hitze- und Trockenphasen
- Die dendroökologische Untersuchung von Rotbuchen als Indikatorart für den Einfluss von Klimavariabilität
- Die Bestimmung der Pflanzenarten im Arboretum und die Analyse ihrer Häufigkeit, Gefährdung und Stressfaktoren
- Die Einordnung der Ergebnisse in die Pflanzensoziologie
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung gibt einen Überblick über die Bedeutung des Klimas für das Leben auf der Erde und stellt den aktuellen Diskurs um den Klimawandel dar. Sie beleuchtet die kontroversen Positionen von Politikern und Wissenschaftsgegnern gegenüber den wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Klimawandel. Kapitel 2 präsentiert den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Forschung zum Klimawandel, Wetter, Witterung und Klimavariabilität. Kapitel 3 beleuchtet die Auswirkungen des Klimawandels auf die Vegetation weltweit und regional, insbesondere im Hinblick auf Hitze- und Trockenphasen. Kapitel 4 untersucht die Vegetation im Arboretum Grenzenlust und beschreibt die Methoden der abiotischen Faktorenanalyse, dendroökologischen Untersuchung und Vegetationsbestimmung. In Kapitel 5 werden die Ergebnisse der Untersuchung präsentiert, einschließlich der Analyse der abiotischen Faktoren, der dendroökologischen Untersuchung von Rotbuchen und der Vegetationsbestimmung.
Schlüsselwörter
Klimavariabilität, Arboretum Grenzenlust, Vegetation, Hitze- und Trockenphasen, Rotbuchen, Pflanzensoziologie, Dendroökologie, abiotische Faktoren, Klimawandel, Klimamodelle, Vegetationszonen, Pflanzenarten, Häufigkeit, Gefährdung, Stressfaktoren.
Häufig gestellte Fragen
Welche Auswirkungen hatten die Dürrejahre 2018/2019 auf das Arboretum Grenzenlust?
Die extremen Hitze- und Trockenphasen führten zu erheblichem Stress für die Vegetation, was sich in geringerem pflanzenverfügbarem Wasser und sichtbaren Schäden an den Bäumen äußerte.
Warum wird die Rotbuche in dieser Studie besonders untersucht?
Die Rotbuche gilt als Indikatorart. Die dendroökologische Untersuchung zeigt, wie empfindlich diese regional bedeutsame Baumart auf Klimavariabilität und Bodentrockenheit reagiert.
Was ist eine dendroökologische Untersuchung?
Dabei werden Jahrringanalysen genutzt, um den Einfluss von Umweltfaktoren wie Klima und Trockenheit auf das Wachstum von Bäumen über mehrere Jahre hinweg zu rekonstruieren.
Wie hängen Klimawandel und Klimavariabilität zusammen?
Klimavariabilität beschreibt natürliche Schwankungen, während der Klimawandel einen langfristigen Trend darstellt. Die Arbeit prüft, ob extreme Dürren als Vorboten dauerhafter Veränderungen zu sehen sind.
Welche Rolle spielen abiotische Faktoren für die Vegetation?
Abiotische Faktoren wie Niederschlag, Temperatur und Bodeneigenschaften bestimmen maßgeblich die Überlebenschancen und die Dynamik der Pflanzenwelt im Arboretum.
Gibt es Anpassungsstrategien für die Wälder der Region?
Die Arbeit diskutiert wissenschaftliche Prognosen und Strategien, um die Vegetation gegen zukünftige Hitze- und Trockenphasen widerstandsfähiger zu machen.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2020, Auswirkung von Klimavariabilität auf die Vegetation im Arboretum Grenzenlust. Analyse der Hitze- und Trockenjahre 2018/2019 im Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1264181