Ziel dieser Arbeit ist es, den Einfluss von Herbert Marcuses Freudrezeption auf seine Toleranzkonzeption herauszuarbeiten. In einem ersten Teil wird kurz die Geschichte und Zielsetzund der Frankfurter Schule erläutert und Marcuses Stellung darin beleuchtet. Der zweite Teil beschäftigt sich mit Marcuses Toleranzkonzeption. Dabei steht Marcuses Aufsatz Repressive Toleranz im Zentrum. Anschliessend wird gezeigt, in wie fern Marcuses Vorstelllung von Toleranz von dessen Freundrezeption abhängt. Schliesslich soll gezeigt werden, ob und wie weit Marcuses Toleranzkonzeption durch eine von ihm abweichende Freudrezeption verändert werden kann. Hierzu wird die Freudrezeption Ericht Fromms der von Marcuse gegenübergestellt.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Marcuse und die kritische Theorie
- Marcuses Toleranzkonzeption
- Repressive Toleranz
- Freuds Psychoanalyse
- Marcuses Freudrezeption
- Fromms alternative Freudrezeption
- Zum Zusammenhang zwischen Marcuses Freudrezeption und Toleranzkonzeption
- Diskussion
- Literatur
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit analysiert den Einfluss von Herbert Marcuses Freudrezeption auf seine Toleranzkonzeption. Sie beleuchtet die Geschichte und Zielsetzung der Frankfurter Schule, untersucht Marcuses Toleranzkonzeption im Kontext seines Aufsatzes "Repressive Toleranz" und analysiert den Zusammenhang zwischen seiner Freudrezeption und seiner Toleranzkonzeption. Darüber hinaus wird die Freudrezeption Erich Fromms mit der von Marcuse verglichen, um die Auswirkungen einer abweichenden Freudrezeption auf Marcuses Toleranzkonzeption zu untersuchen.
- Die Frankfurter Schule und ihre kritische Theorie
- Marcuses Toleranzkonzeption und "Repressive Toleranz"
- Der Einfluss von Freuds Psychoanalyse auf Marcuses Denken
- Vergleich der Freudrezeptionen von Marcuse und Fromm
- Die Auswirkungen einer abweichenden Freudrezeption auf Marcuses Toleranzkonzeption
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit. Sie stellt den Zusammenhang zwischen Marcuses Freudrezeption und seiner Toleranzkonzeption dar und skizziert die Vorgehensweise der Analyse.
Das Kapitel "Marcuse und die kritische Theorie" beleuchtet die Geschichte und Zielsetzung der Frankfurter Schule. Es beschreibt die Entstehung des Instituts für Sozialforschung, die wichtigsten Mitglieder und deren Auseinandersetzung mit der traditionellen marxistischen Theorie. Das Kapitel zeigt, wie die Frankfurter Schule die Psychoanalyse Freuds in ihre Analyse der gesellschaftlichen Verhältnisse einbezog und wie sich Marcuses Interesse an der Kritik der liberalkapitalistischen Gesellschaft entwickelte.
Das Kapitel "Marcuses Toleranzkonzeption" konzentriert sich auf Marcuses Aufsatz "Repressive Toleranz". Es analysiert die zentralen Argumente des Aufsatzes und zeigt, wie Marcuse Toleranz als ein Instrument der Unterdrückung und der Aufrechterhaltung des Status quo begreift.
Das Kapitel "Freuds Psychoanalyse" befasst sich mit Marcuses Freudrezeption. Es untersucht, wie Marcuse Freuds Theorie der Triebstruktur und der Abwehrmechanismen in seine Analyse der gesellschaftlichen Verhältnisse einbezog. Das Kapitel zeigt, wie Marcuse Freuds Psychoanalyse als ein Werkzeug zur Kritik der repressiven Gesellschaft nutzte.
Das Kapitel "Zum Zusammenhang zwischen Marcuses Freudrezeption und Toleranzkonzeption" analysiert den Einfluss von Marcuses Freudrezeption auf seine Toleranzkonzeption. Es zeigt, wie Marcuses Vorstellung von Toleranz von seiner Interpretation der Triebstruktur und der Abwehrmechanismen abhängt.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen die Frankfurter Schule, Herbert Marcuse, Toleranz, Repressive Toleranz, Psychoanalyse, Freud, Erich Fromm, kritische Theorie, liberalkapitalistische Gesellschaft, Triebstruktur, Abwehrmechanismen, gesellschaftliche Verhältnisse, Unterdrückung, Status quo.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht Herbert Marcuse unter „repressiver Toleranz“?
Marcuse argumentiert, dass Toleranz in einer unfreien Gesellschaft dazu dient, den Status quo und die bestehende Unterdrückung aufrechtzuerhalten.
Wie beeinflusste Freud Marcuses Denken?
Marcuse nutzte Freuds Theorien zur Triebstruktur und zu Abwehrmechanismen, um die psychologische Dimension gesellschaftlicher Repression zu analysieren.
Was war das Ziel der Frankfurter Schule?
Die Frankfurter Schule entwickelte die „Kritische Theorie“, um gesellschaftliche Herrschaftsverhältnisse zu hinterfragen und Wege zur Emanzipation aufzuzeigen.
Wie unterscheidet sich Erich Fromms Freudrezeption von der Marcuses?
Fromm legte einen stärkeren Fokus auf soziale und kulturelle Faktoren, während Marcuse die biologische Triebstruktur Freuds politischer interpretierte.
Welche Rolle spielt Toleranz in der liberalkapitalistischen Gesellschaft?
Laut Marcuse wird Toleranz hier oft als Alibi genutzt, um radikale Veränderungen zu verhindern und die Machtverhältnisse zu stabilisieren.
- Quote paper
- Elena Holzheu (Author), 2004, Toleranz und Pluralismus: Zum Einfluss von Herbert Marcuses Freudrezeption auf dessen Toleranzkonzeption, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/126407