Diese Arbeit verfolgt das Ziel, die Auswirkungen der unkonventionellen Geldpolitik auf die einzelnen Wirkungskanäle hinsichtlich der Verteilung von Einkommen und Vermögen darzustellen. Dabei liegt der Fokus auf der Auswertung empirischer Arbeiten, insbesondere der Studie von Saiki und Frost (2014). Besonders werden die Grundlagen und die in der Studie verwendeten statistischen ökonometrischen Verfahren in ihren Grundzügen dargestellt. In der kritischen Würdigung werden die Ergebnisse noch mit anderen Studien verglichen und bewertet.
Laut dem OECD Bericht von 2013 hat die Einkommensungleichheit in den Industrieländern in den letzten drei Jahrzehnten und insbesondere seit der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise in 2008 und 2009 signifikant zugenommen. Dies hat dazu geführt, dass die Notenbanken weltweit ihre Leitzinsen auf historische Tiefstände gebracht und auf verschiedene unkonventionelle geldpolitische Maßnahmen, wie den Anleihekaufprogrammen zurückgegriffen haben. In der vorliegenden wissenschaftlichen Diskussion steht unter anderem die Frage, welchen Einfluss die (unkonventionelle) Geldpolitik auf die Verteilung von Einkommen und Vermögen hat. Saiki und Frost sind dieser Forschungslücke nachgegangen und haben 2014 eine Studie, über die Auswirkungen der unkonventionellen Geldpolitik der Bank of Japan (BoJ) auf die Einkommens- und Vermögensumverteilung, bezogen auf Japan veröffentlicht.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Begriffliche Grundlagen
- Zielsystem der Zentralbanken
- Wirkungskanäle der Geldpolitik
- Eine Analyse der Geldpolitik
- Auswirkungen der konventionellen Geldpolitik
- Auswirkungen der unkonventionellen Geldpolitik
- Kritische Würdigung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit zielt darauf ab, die Auswirkungen der unkonventionellen Geldpolitik auf die Verteilung von Einkommen und Vermögen im Detail zu untersuchen. Insbesondere werden die Wirkungskanäle der Geldpolitik im Hinblick auf ihre Verteilungswirkungen analysiert. Die Arbeit fokussiert dabei auf die Auswertung empirischer Studien, insbesondere die Studie von Saiki und Frost (2014), die sich mit den Auswirkungen der unkonventionellen Geldpolitik der Bank of Japan (BoJ) auf die Einkommens- und Vermögensverteilung in Japan befasst.
- Einfluss der unkonventionellen Geldpolitik auf die Verteilung von Einkommen und Vermögen
- Analyse der Wirkungskanäle der Geldpolitik im Hinblick auf ihre Verteilungswirkungen
- Auswertung empirischer Studien, insbesondere der Studie von Saiki und Frost (2014)
- Darstellung der Grundlagen und der statistischen ökonometrischen Verfahren, die in der Studie von Saiki und Frost (2014) verwendet werden
- Bewertung der Ergebnisse im Vergleich zu anderen Studien
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung gibt einen Überblick über die aktuelle Situation der Einkommensungleichheit in den Industrieländern und erläutert den Hintergrund der Arbeit. Die Kapitel "Begriffliche Grundlagen" und "Zielsystem der Zentralbanken" legen den theoretischen Rahmen für die Analyse fest, indem sie grundlegende Konzepte und die Ziele der Geldpolitik definieren. Das Kapitel "Wirkungskanäle der Geldpolitik" beschäftigt sich mit den verschiedenen Wegen, über die Geldpolitik die Wirtschaft beeinflusst. Das Kapitel "Eine Analyse der Geldpolitik" analysiert die Auswirkungen der konventionellen und unkonventionellen Geldpolitik auf die Einkommens- und Vermögensverteilung. Die kritische Würdigung setzt sich mit den Ergebnissen der Analyse auseinander und bewertet sie im Vergleich zu anderen Studien.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den Auswirkungen der Geldpolitik, insbesondere der unkonventionellen Geldpolitik, auf die Verteilung von Einkommen und Vermögen. Hierbei werden die Wirkungskanäle der Geldpolitik analysiert und empirische Studien, insbesondere die Studie von Saiki und Frost (2014), ausgewertet. Die Arbeit konzentriert sich auf die statistischen ökonometrischen Verfahren, die in der Studie verwendet werden, und setzt die Ergebnisse in Bezug zu anderen Studien.
Häufig gestellte Fragen
Wie beeinflusst Geldpolitik die Einkommensverteilung?
Geldpolitik wirkt über verschiedene Kanäle (z.B. Zinsänderungen, Inflation, Vermögenspreise). Niedrige Zinsen können beispielsweise Besitzer von Sachwerten begünstigen, während Sparer verlieren.
Was versteht man unter unkonventioneller Geldpolitik?
Dazu gehören Maßnahmen wie Quantitative Easing (Anleihekaufprogramme) und Negativzinsen, die eingesetzt werden, wenn die klassischen Leitzinsen bereits nahe null liegen.
Was zeigt die Studie von Saiki und Frost (2014) über Japan?
Die Studie belegt, dass die unkonventionelle Geldpolitik der Bank of Japan tendenziell die Einkommensungleichheit erhöht hat, vor allem durch steigende Preise für Vermögenswerte, die ungleich verteilt sind.
Welche Rolle spielen die Wirkungskanäle der Zentralbanken?
Zentralbanken verfolgen primär Preisstabilität. Die Verteilungswirkungen sind oft Nebenprodukte ihrer Maßnahmen, die jedoch zunehmend in den Fokus der wissenschaftlichen Diskussion rücken.
Führt eine expansive Geldpolitik immer zu mehr Ungleichheit?
Das ist umstritten. Während Vermögenspreise steigen, kann eine Belebung der Wirtschaft auch Arbeitsplätze schaffen, was die Ungleichheit am unteren Ende der Skala reduzieren kann.
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- Anonym (Author), 2021, Geldpolitik und ihr Einfluss auf die Verteilung von Einkommen und Vermögen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1263044