Im Allgemeinen wird Werbung bisher nicht zum seriellen Programm gezählt. Doch die Eigenschaften der Serialität unterstützen vor allem eines der wichtigsten Ziele von Werbung: den Wiedererkennungswert eines Produktes zu erzeugen. So ist die Frage nach der seriellen Werbung, oder der Werbeserie, letztlich auch für die Werbe- und Konsumentenforschung durchaus relevant.
In dieser Darstellung geht die Autorin der Frage auf den Grund, ob Werbespots serielle Elemente aufweisen oder sogar als Serie bezeichnet werden können. Untersucht werden dabei die Werbefilme der Martini- und Nespresso-Kampagnen, in denen George Clooney als Testimonial auftritt.
Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung
II. Serialität – Was ist das?
III. Serialität in den Werbekampagnen mit George Clooney
1. Die Martini Werbefilme – Serie oder nicht?
2. Die Nespresso Werbefilme – Serie oder nicht?
3. Martini und Nespresso – Eine Serie oder nicht?
IV. Quintessenz
V. Quellenverzeichnis
VI. Anhang
Anhang 1: Grafik zur Intraseriellen Kohärenz nach Weber und Junklewitz
Anhang 2: Informationen zu den Martini-Werbefilmen
Anhang 3: Informationen zu den Nespresso-Werbefilmen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob Werbefilme als serielles Format klassifiziert werden können. Anhand der Werbekampagnen von Martini und Nespresso mit George Clooney als Testimonial wird analysiert, inwieweit diese Spots trotz ihrer werblichen Ausrichtung serielle Strukturen wie Mehrteiligkeit, Figurenkontinuität und Kohärenz aufweisen.
- Grundlagen der Serialitätsforschung und Definition des Serienbegriffs
- Strukturelle Analyse der Martini-Werbefilme hinsichtlich serieller Elemente
- Untersuchung der Nespresso-Kampagne als episodische Werbeserie
- Vergleichende Betrachtung der Verknüpfbarkeit unterschiedlicher Werbekampagnen
- Einfluss der werblichen Rezeption auf die serielle Strukturierung
Auszug aus dem Buch
III. Serialität in den Werbekampagnen mit George Clooney
Bevor die Clooney-Werbefilme auf Serialität analysiert werden, ist es notwendig sich darüber klar zu werden, in welchem inhaltlichen Darstellungsbereich sich die Werbespots bewegen. Mit Petra Lütke kann gesagt werden, dass die Werbefilme mit George Clooney, ob für Martini oder Nespresso, zu den fiktionalen Formaten im Fernsehen (und im Internet) gehören.
Diese Formate entstehen durch Manipulation aller Aktionen der Beteiligten auf der Grundlage von Drehbüchern und Regieanweisungen. Die Kunst des Spielfilms und der Serie besteht in der gekonnten Manipulation. Es werden neu überdachte oder frei erfundene Handlungsstränge dargestellt, in denen Schauspieler an ausgewählten gestalteten Orten von Drehbuchautoren vorgestaltete und von Regisseuren konkretisierte Rollen spielen.8
Mit Petra Lütke und Werner Kließ, der eine Nähe von episodischen Serien zum Genre der Krimi-, Abenteuer- und Kömödienserien ausgemacht hat9, lässt sich der genaue Darstellungs- oder Inhaltsmodus der Werbefilme von Martini und Nespresso aufzeigen.10
Zusammenfassung der Kapitel
I. Einleitung: Vorstellung der Werbekampagnen von Martini und Nespresso mit George Clooney als zentrale Forschungsgegenstände und Formulierung der Leitfrage zur seriellen Natur dieser Werbeformate.
II. Serialität – Was ist das?: Theoretische Herleitung der Begriffe "Serie" und "Serialität" durch Bezugnahme auf wissenschaftliche Definitionsansätze, insbesondere zur Abgrenzung von allgemeinen Werbeformen.
III. Serialität in den Werbekampagnen mit George Clooney: Hauptteil, in dem die einzelnen Kampagnen von Martini und Nespresso detailliert analysiert werden, um deren serielle Struktur und Kohärenz festzustellen.
IV. Quintessenz: Zusammenfassende Bewertung, dass Werbefilme zwar serielle Elemente aufweisen, ihr Grad an Serialität jedoch durch die werbespezifische Notwendigkeit kurzer, abgeschlossener Handlungen begrenzt bleibt.
V. Quellenverzeichnis: Auflistung der verwendeten Literatur, Internetquellen und analysierten Werbefilme.
VI. Anhang: Ergänzende Dokumentationen, bestehend aus einer methodischen Grafik sowie detaillierten Informationen zu den einzelnen Martini- und Nespresso-Werbefilmen.
Schlüsselwörter
Serialität, Serie, Werbung, George Clooney, Martini, Nespresso, Testimonial, Anthologie, Fernsehserie, Werbefilm, Figurenkontinuität, Intraserielle Kohärenz, Cumulative narrative, Werbepsychologie, Markenkommunikation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, ob Werbespots, die in Kampagnen als Serie produziert werden, wissenschaftlich als "Serie" bezeichnet werden können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Fokus stehen die Definition von Serialität, die Analyse der Werbekampagnen von Martini und Nespresso sowie die medienwissenschaftliche Einordnung dieser Spots.
Was ist die Forschungsfrage?
Die Kernfrage lautet, ob Werbefilme als serielles Programm gelten können oder ob serielle Elemente nur oberflächliche Merkmale einer ansonsten rein werblichen Vermarktung sind.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Untersuchung basiert auf einer medienwissenschaftlichen Analyse unter Anwendung der Minimaldefinition der Serie nach Weber und Junklewitz sowie Ansätzen zur Binnendifferenzierung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Martini- und Nespresso-Kampagnen einzeln auf ihre serielle Kohärenz und prüft anschließend, ob eine serienübergreifende Verknüpfung möglich ist.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Serialität, Werbekampagnen, Testimonial-Marketing und medienwissenschaftliche Serienanalyse beschreiben.
Wie unterscheiden sich die Martini- und Nespresso-Serien in ihrer Struktur?
Während bei Martini einzelne Spots zu Miniserien gruppiert werden können, weist die Nespresso-Serie eine konsistentere Fortführung des Konzepts auf, wenngleich beide Formate eher "schwache" serielle Formen darstellen.
Warum wird die Bezeichnung "Fernsehserie" für Werbefilme kritisch gesehen?
Da Werbung primär auf die Vermarktung und schnelle Aufmerksamkeit ausgerichtet ist, unterscheidet sich ihr Rezeptionsmodus grundlegend von narrativen Fernsehserien, die auf langfristige Bindung ausgelegt sind.
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- Manon A. Priewisch (Author), 2009, Kann Werbung denn Serie sein?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/126110