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Landschaftszonen Europas und ihre Nutzungsmöglichkeiten

Title: Landschaftszonen Europas und ihre Nutzungsmöglichkeiten

Seminar Paper , 2009 , 22 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Michael Wenzel (Author)

Geography / Earth Science - Physical Geography, Geomorphology, Environmental Studies
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Weite Ebenen, schroffe Berge, tiefe Täler, eisiger Boden, riesige Wälder, offene Wiesen, steile Küsten, flache Inseln und unzählige Tiere und Pflanzen – so stellt man sich die Landschaft Europas in kurzen knappen Stichpunkten vor. Eine Vielfalt an Vegetation, Tieren, Böden, morphologischen und klimatischen Unterschieden. Doch ist das wirklich „Landschaft“, oder nicht viel eher der Gedanke einer ursprünglichen Natur, bevor der Mensch alles an sich riss und veränderte?
Was ist dann aber eine Landschaft?
„Teil der Erdoberfläche, der durch Faktoren wie Relief, Boden, Klima, Wasserhaushalt, Vegetation, Tierwelt und menschlichen Einfluss in einheitlicher und charakteristischer Weise geprägt ist. Man unterscheidet eine Naturlandschaft, die durch natürliche Faktoren bestimmt wird, und eine naturnahe L., die nur wenig vom Menschen modifiziert ist, von einer durch den Menschen in unterschiedlichem Maße umgestalteten – Kulturlandschaft, die sich aus der Agrarlandschaft, der Siedlungslandschaft und der Industrielandschaft zusammensetzt“ (Schaefer, M. 2003. Wörterbuch der Ökologie. S.180).
Würden wir also dieser Definition folgen, so ist ganz Europa letztlich eine Kulturlandschaft geworden, seit dem der Mensch seine Finger im Spiel der Natur hat. Wir müssten also ganz Europa, bis auf wenige Ausnahmen im äußersten Norden des Kontinents, in Agrarlandschaft, Siedlungslandschaft und Industrielandschaft einteilen und nach der ursprünglichen Naturlandschaft nur in kleinen Flächen der Naturschutzgebiete suchen.
Mit dem Thema „Landschaftszonen Europas und deren Nutzungsmöglichkeiten“ soll genau dieses Problem des menschlichen Eingriffs deutlich werden. Zunächst werden die natürlichen, ursprünglichen Landschaften Europas vorgestellt, wie sie vor dem Eingriff des Menschen vorzufinden waren. Anschließend wird das heutige Landschaftsbild Europas näher beleuchtet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Natürliche Landschaftszonen Europas

2.1 Tundra

2.2 Borealer Nadelwald – Taiga

2.3 Mischwaldzone

2.4 Laubwaldzone

2.5 Kontinentale Steppen und trockenes Grasland

2.6 Hartlaubgewächse

2.7 Hochgebirgslandschaften

2.8 Küstenlandschaft

3. Anthropogene Nutzungspotentiale

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die natürlichen Landschaftszonen Europas unter Berücksichtigung ihrer ökologischen Charakteristika sowie der historischen und aktuellen Transformation zur Kulturlandschaft durch menschliche Eingriffe und Landnutzung.

  • Charakterisierung der natürlichen Landschaftszonen Europas (von der Tundra bis zur mediterranen Zone)
  • Einfluss klimatischer und bodenökologischer Faktoren auf die Vegetation
  • Historische Entwicklung der menschlichen Einflussnahme auf die Naturlandschaft
  • Analyse heutiger anthropogener Nutzungspotentiale und ihre Auswirkungen
  • Zusammenhang zwischen Landschaftszonen und landwirtschaftlichen Anbaugebieten

Auszug aus dem Buch

2.1 Tundra

Die Tundra wird auch als Arktische Steppe bezeichnet, weil ihre harten klimatischen Bedingungen nur eine kleine steppenartige Grasschicht entstehen lassen. Mit sehr harten Wintern und nur kurzen kühlen Sommern liegt die Jahresmitteltemperatur bei -12°C und ist damit viel zu niedrig um einer Vielfalt an Pflanzen und Tieren einen Lebensraum zu bieten.

Hinzu kommt eine relativ geringe Niederschlagsmenge von ca. 300 mm pro Jahr, welche dann meistens als Schnee fällt und nur im kurzen Sommer taut. Im äußersten Norden des Kontinents finden wir Permafrostböden, die lediglich im Sommer ein paar Zentimeter an der Oberfläche auftauen und es damit zur Bildung von Mooren, Sümpfen und Teichen kommt, weil das Wasser nicht tiefer in den Boden sickern kann.

Die zu kurzen Vegetationszeiten im Sommer lassen keine Bäume wachsen. Natürlich gibt es in den Übergangsbereichen zur Taiga, in denen die Vegetationszeit durch höhere Temperaturen länger ist auch vereinzelte Bäume, von denen besonders die Birke als Pionierpflanze die harten Bedingungen aushält und vor allen anderen Baumarten die arktische Steppe bewächst. Wir finden also normalerweise nur eine gering wüchsige Vegetationsdecke mit gerade einmal ca. 1000 Arten an Blütenpflanzen. Der größte Teil der Biomasse macht das Wurzelwerk aus. Durch die harten klimatischen Bedingungen gibt es hauptsächlich eine vegetative (ungeschlechtliche) Fortpflanzung durch Knospung. Zu den verbreitetsten Arten zählen Wollgräser, Sauergräser,

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Definiert den Begriff Landschaft und führt in die Thematik der Umwandlung von ursprünglichen Naturlandschaften in menschlich geprägte Kulturlandschaften ein.

2. Natürliche Landschaftszonen Europas: Beschreibt detailliert die verschiedenen natürlichen Zonen Europas wie Tundra, Taiga, Misch- und Laubwaldzonen, Steppen, Hartlaubgewächse, Hochgebirge und Küsten.

2.1 Tundra: Erläutert die extremen klimatischen Bedingungen der arktischen Steppe, die durch Permafrost und eine geringe Vegetationsvielfalt geprägt ist.

2.2 Borealer Nadelwald – Taiga: Untersucht das größte zusammenhängende Waldgebiet der Erde, dessen Vegetation durch lange Winter und kühle Sommer bestimmt wird.

2.3 Mischwaldzone: Analysiert den Übergangsbereich zwischen Laub- und Nadelwald, der durch günstigere klimatische Bedingungen eine hohe ökologische Vielfalt aufweist.

2.4 Laubwaldzone: Beschreibt die Zone der sommergrünen Wälder an den westlichen Kontinentalrändern und deren Transformation durch historische Rodungen.

2.5 Kontinentale Steppen und trockenes Grasland: Fokus auf die trockenen Regionen Osteuropas und den hohen Stellenwert der humusreichen Schwarzerde für die heutige Landwirtschaft.

2.6 Hartlaubgewächse: Behandelt die subtropische Klimazone des Mittelmeerraums und die spezifischen Anpassungsstrategien der Pflanzen an sommerliche Trockenheit.

2.7 Hochgebirgslandschaften: Betrachtet die klimatischen und bodenbildenden Unterschiede sowie die Flora und Fauna der europäischen Gebirgsregionen.

2.8 Küstenlandschaft: Erörtert die geomorphologische Vielfalt der europäischen Küsten und deren Bedeutung für die menschliche Nutzung wie Fischerei und Tourismus.

3. Anthropogene Nutzungspotentiale: Fasst die Auswirkungen menschlicher Aktivitäten auf die verschiedenen Landschaftszonen zusammen und analysiert die heutige Verteilung landwirtschaftlicher Nutzung.

Schlüsselwörter

Landschaftszonen, Europa, Naturlandschaft, Kulturlandschaft, Vegetation, Klima, Boden, Landwirtschaft, Rodung, Tundra, Taiga, Mischwald, Anthropogener Einfluss, Nutzungspotentiale, Ökosystem

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der geographischen Einteilung Europas in natürliche Landschaftszonen und analysiert, wie diese durch den Menschen im Laufe der Zeit in Kulturlandschaften umgewandelt wurden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Beschreibung natürlicher Gegebenheiten wie Klima, Boden und Vegetation sowie der Untersuchung von anthropogenen Nutzungseinflüssen in verschiedenen Regionen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die ursprünglichen natürlichen Landschaftsformen Europas vor dem menschlichen Eingriff darzustellen und anschließend das heutige Landschaftsbild unter Berücksichtigung der menschlichen Nutzung zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen deskriptiven geographischen Ansatz, gestützt auf Literaturanalyse sowie die Auswertung von Kartenmaterial zu Klimazonen, Bodentypen und landwirtschaftlichen Nutzungsformen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die einzelnen Landschaftszonen (Tundra, Nadelwald, Mischwald, Laubwald, Steppe, Hartlaubgewächse, Gebirge, Küsten) detailliert porträtiert und ihre jeweiligen anthropogenen Nutzungspotentiale analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Landschaftszonen, Kulturlandschaft, Klimaeinfluss, anthropogene Nutzung, Vegetation und ökologische Transformation.

Wie unterscheidet sich die Nutzung der Tundra von der der Taiga?

Während die Tundra fast ausschließlich als extensive Rentierweide genutzt wird, steht in der Taiga die forstwirtschaftliche Nutzung zur Gewinnung von Holz und die Umwandlung in Agrarflächen im Vordergrund.

Warum wird Europa als Kulturlandschaft bezeichnet?

Weil der Mensch durch Jahrtausende der Rodung, Landwirtschaft und Ansiedlung fast alle ursprünglichen Naturlandschaften modifiziert hat, sodass heute kaum noch unberührte Natur existiert.

Welche Rolle spielt die Schwarzerde für die Steppenregionen?

Die humusreiche Schwarzerde (Tschernosem) in den Steppengebieten ist ein entscheidender Gunstfaktor für die moderne, intensive landwirtschaftliche Nutzung.

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Details

Title
Landschaftszonen Europas und ihre Nutzungsmöglichkeiten
College
Martin Luther University  (Geowissenschaften)
Course
Seminar: Physische Geographie
Grade
1,0
Author
Michael Wenzel (Author)
Publication Year
2009
Pages
22
Catalog Number
V126075
ISBN (eBook)
9783640314713
ISBN (Book)
9783640318186
Language
German
Tags
Landschaftszonen Europas Nutzungsmöglichkeiten Thema Landschaftszonen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Wenzel (Author), 2009, Landschaftszonen Europas und ihre Nutzungsmöglichkeiten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/126075
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