Angeboten wird die umfangreiche Dokumentation des bundesweit sehr populären und beachteten Schulprojektes "Saubere Handys". Hintergrund der Projektentwicklung war das Auftauchen von Gewaltvideos auf Schülerhandys an einer Niedersächsischen Grund- und Hauptschule. Die ungewöhnliche gute praktische Begegnung im Rahmen medienpädagigischer Unterichtsarbeit, unter besonderer Berücksichtigung der Einbindung der beteiligten Schüler und Schülerinnen als "Experten", sorgte ebenso für bundesweites Interesse, wie die Einbindung der sogenannten "Neuen Medien". Das Projekt wurde vielfach im Rahmen gewaltpräventiver Arbeit prämiert und die Idee bundesweit multipliziert.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Hintergrund – Initialzündung Schulhofprügelei
3. Maßnahmen
4. Praxisarbeit Schülerprojekt „Saubere Handys“
5. Materialien
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit dokumentiert das erfolgreiche und vielfach prämierte Projekt „Saubere Handys“ an der Alfred-Teves-Schule. Das primäre Ziel besteht darin, Möglichkeiten für eine effektive medienpädagogische Arbeit im schulischen Kontext aufzuzeigen, um dem Phänomen der „Gewaltvideos auf Schülerhandys“ und der „Medienverwahrlosung“ mit gezielten präventiven Maßnahmen entgegenzutreten.
- Dokumentation einer schulischen Interventionsstrategie gegen Gewaltvideos
- Konstruktive Einbindung von Schülern als Experten
- Entwicklung von schulspezifischen Handynutzungsregelungen
- Medienpädagogische Ansätze zur Vermittlung von Medienkompetenz
- Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung zur Gewaltprävention
Auszug aus dem Buch
Wie verstecken Jugendliche ihre Gewaltvideos?
Viele Eltern wissen nicht, wie ihre Kinder Gewaltvideos auf ihren Handy verstecken , weil Kinder natürlich einige Tricks anwenden können, damit die Eltern die Videos nicht so schnell finden.
Man kann Dateien in mehreren Leerordnern verstecken, z.B. es kommt ein Ordner ohne Namen nach dem anderen im jeweiligen Verzeichnis der Speicherkarte mit der Bezeichnung „unbenannt“ und zum Schluss der Ordner mit den versteckten Dateien. Meist kommt niemand auf die Idee hier genau nachzuschauen.
Den Ordner mit einem Code sichern. Um in den Ordner zu gelangen, muss man das Passwort eingeben. Umgehen kann man dieses Problem manchmal am PC, mit Hilfe eines Cardreaders. Der Passwortschutz gilt häufig nur im Mobiltelefon. Also Eltern, Karten einlesen und nachschauen !
Die Dateiendung verändern, dann ist die Datei nicht mehr ausführbar, weil sie nicht mehr mit einem Programm verknüpft ist (z.B. Umbenennen der Datei „Gewaltbild.jpg“ in „Gewalt“). Sie sieht dann aus, wie eine Datei, die nicht verknüpft ist.
Speicherkarte mit einem Code sichern, Mama und Papa können nicht mehr hineinschauen. Wenn man die Speicherkarte mit einem Passwort sichert, kann man nicht mehr über das Handy hineingelangen. Die Speicherkarte ist unter Umständen nur im Handy gesichert. Wenn man die Karte trotzdem in z.B. ein Laptop schiebt, dann kann man alle Dateien ohne die Eingabe eines Passwortes auslesen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Relevanz von Medienerziehung und stellt das Projekt „Saubere Handys“ als Reaktion auf Gewaltvideos an der Alfred-Teves-Schule vor.
2. Hintergrund – Initialzündung Schulhofprügelei: Dieses Kapitel beschreibt das auslösende Ereignis einer gefilmten Schulhofprügelei und die darauf folgende Analyse der aufgefundenen Gewaltinhalte auf Schülerhandys.
3. Maßnahmen: Hier werden die eingeleiteten Schritte zur Gewaltprävention, einschließlich der Öffentlichkeitsarbeit und der Nutzung technischer Ausstattung, erläutert.
4. Praxisarbeit Schülerprojekt „Saubere Handys“: Dieses Kapitel vertieft die Arbeit der Medien AG und die Integration verschiedener medienpädagogischer Inhaltsbereiche in den Schulalltag.
5. Materialien: Die Materialien präsentieren konkrete Arbeitsergebnisse der Schüler, wie Tipps für Eltern und Regelungen zum Umgang mit Mobiltelefonen.
Schlüsselwörter
Gewaltprävention, Medienpädagogik, Schülerhandys, Gewaltvideos, Medienkompetenz, Handyordnung, Internetkriminalität, Schulentwicklung, Projektarbeit, Jugenddelinquenz, Medienverwahrlosung, Medien AG, Alfred-Teves-Schule, Jugendschutz, Handyverbot
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Implementierung effektiver Präventionsarbeit gegen Gewaltvideos auf Schülerhandys im schulischen Umfeld.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf Medienerziehung, Gewaltprävention, rechtlichen Aspekten der Handynutzung und der Förderung von Medienkompetenz bei Jugendlichen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, den praktischen Prozess und die erfolgreiche Umsetzung des Projekts „Saubere Handys“ als Modell für Schulen zu dokumentieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer praxisorientierten Fallstudie und der Dokumentation der tatsächlichen Projekterfahrungen an der Alfred-Teves-Schule.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst den konkreten Ablauf der Maßnahmen nach einem Vorfall, die methodische Einbindung der Schüler und die Darstellung der entwickelten Arbeitsmaterialien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Gewaltprävention, Medienkompetenz, Handyordnung und medienpädagogische Projektarbeit geprägt.
Wie gehen die beteiligten Schüler mit dem Schutz ihrer Privatsphäre um?
Im Rahmen der Medien AG lernen die Schüler reflektiert mit technischen Geräten umzugehen, während gleichzeitig klare Nutzungsregeln für die Schule etabliert wurden.
Welche Rolle spielen die Eltern in diesem Präventionsmodell?
Eltern werden durch Informationsmaterialien der Schüler aktiv in den Prozess einbezogen und über technische Risiken sowie die rechtliche Lage aufgeklärt.
- Quote paper
- Diplomsportlehrer Marcus Lüpke (Author), 2009, Gewaltprävention und aktive Medienpädagogik , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/125772