Der Roman La muerte de Artemio Cruz wurde 1962 vom mexikanischen Schriftsteller Carlos Fuentes veröffentlicht. Der Roman schaffte einen internationalen Durchbruch und wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt. Carlos Fuentes gehört zu den wichtigsten und populärsten Autoren Lateinamerikas. Besonders durch seine innovativen Erzähltechniken, zählen seine Werke zu den erfolgreichsten des Landes und legten den Grundstein für die nuevas novelas hispanoamericas.
Der Roman La muerte de Artemio Cruz erzählt die persönliche Lebensgeschichte von Artemio Cruz. Auf dem Sterbebett erinnert sich Artemio an verschiedene Ereignisse seiner Vergangenheit. In frei assoziierten Episoden erzählt Artemio von seiner illegitimen Geburt, Armut und seinem Kampf für soziale Gerechtigkeit in der Revolution. Nachdem Artemios große Liebe stirbt und er in Gefangenschaft gerät, verliert er nach und nach seine Ideale. Artemio sucht Trost in verschiedenen Liebschaften, bleibt aber vereinsamt. Er verrät seine Kameraden, erschleicht sich das Vermögen einer reichen Familie, wird Großgrundbesitzer, Geschäftsmann und Diplomat. Artemios Lebensgeschichte wird reflektiert an vielen Ereignissen der Mexikanischen Geschichte.
Um die Frage zu klären, ob des sich um einen historischen Roman handelt, wird zunächst erläutert, was einen historischen Roman auszeichnet. In diesem Zusammenhang werden typische Charakteristika im Hinblick auf Umfang, Aufbau, erzählerische Konstruktion, Handlung, Protagonisten und die Darstellung von Wirklichkeit und Fiktion, aufgezeigt. Im weiteren Verlauf wird der Roman La muerte de Artemio Cruz bezüglich seiner Erzähltechnik und seiner Darstellung von historischen Inhalten untersucht. Zur Anschaulichkeit wird in diesem Kontext nur auf zwei wichtige historische Ereignisse in Mexiko besonderes Augenmerk gelegt. Darauf folgt die Analyse der beiden Gegenstände, indem Gemeinsamkeiten, wie auch Unterschiede aufgeführt werden. Zuletzt werden die erarbeiteten Ergebnisse zusammengefasst und ausgewertet.
Inhaltsverzeichnis
- Einführung
- Der Historische Roman
- Charakteristika
- Umfang und Aufbau
- Erzählerische Konstruktion
- Handlung und Protagonisten
- Wirklichkeit und Fiktion
- Charakteristika
- Carlos Fuentes La muerte de Artemio Cruz
- Erzähltechnik
- Mexikanische Geschichte und ihre Darstellung im Roman
- Reformpolitik unter Präsident Benito Juárez (1858 - 1861)
- Mexikanische Revolution (1911 - 1920)
- Analyse: Ist La muerte de Artemio Cruz ein historischer Roman?
- Vergleich
- Gemeinsamkeiten
- Unterschiede
- Ergebnis
- Vergleich
- Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit untersucht, ob Carlos Fuentes' Roman "La muerte de Artemio Cruz" aufgrund seiner Darstellung der mexikanischen Geschichte als historischer Roman klassifiziert werden kann. Die Arbeit analysiert den Roman im Kontext der Merkmale des historischen Romans und untersucht die Beziehung zwischen fiktionaler Erzählung und historischen Ereignissen.
- Definition und Charakteristika des historischen Romans
- Analyse der Erzähltechnik in "La muerte de Artemio Cruz"
- Darstellung der mexikanischen Geschichte im Roman
- Vergleich von "La muerte de Artemio Cruz" mit den Merkmalen des historischen Romans
- Bewertung der Einstufung des Romans als historischer Roman
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einführung stellt die Forschungsfrage und den Untersuchungsgegenstand vor: die Klassifizierung von "La muerte de Artemio Cruz" als historischer Roman. Das Kapitel Der Historische Roman beleuchtet die Charakteristika dieser Gattung, einschließlich Umfang, Aufbau, Erzählweise und der Beziehung zwischen Fiktion und Realität. Der Abschnitt zu Carlos Fuentes' La muerte de Artemio Cruz beschreibt die Erzähltechnik und die Einbettung mexikanischer Geschichte in den Roman, mit einem Fokus auf die Reformpolitik unter Juárez und die Mexikanische Revolution. Die Analyse vergleicht den Roman mit den zuvor definierten Merkmalen des historischen Romans und hebt Gemeinsamkeiten und Unterschiede hervor.
Schlüsselwörter
Historischer Roman, Carlos Fuentes, La muerte de Artemio Cruz, Mexikanische Geschichte, Erzähltechnik, Reformpolitik, Mexikanische Revolution, Fiktion, Realität, Analyse, Gattungskriterien.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es im Roman „La muerte de Artemio Cruz“?
Der Roman erzählt die Lebensgeschichte des sterbenden Artemio Cruz, der auf sein Leben als Revolutionär, Großgrundbesitzer und korrupter Geschäftsmann zurückblickt, verflochten mit der Geschichte Mexikos.
Was kennzeichnet die innovative Erzähltechnik von Carlos Fuentes?
Fuentes nutzt verschiedene Erzählperspektiven (Ich, Du, Er) und frei assoziierte Episoden, um die Zersplitterung der Identität und die Erinnerungsschichten des Protagonisten darzustellen.
Kann man das Werk als „historischen Roman“ bezeichnen?
Die Arbeit analysiert dies kritisch. Obwohl der Roman zentrale historische Ereignisse wie die Mexikanische Revolution aufgreift, sprengt er durch seine moderne Struktur die klassischen Gattungsgrenzen.
Welche historischen Ereignisse Mexikos werden im Roman thematisiert?
Besonderes Augenmerk liegt auf der Reformpolitik unter Benito Juárez (1858-1861) und der Mexikanischen Revolution (1911-1920), die den Aufstieg und Fall der Ideale von Artemio Cruz prägen.
Wer ist die Figur Artemio Cruz?
Er ist eine komplexe Figur, die den Verrat an den Idealen der mexikanischen Revolution verkörpert. Er beginnt arm und idealistisch, endet jedoch als einsamer, reicher und einflussreicher Mann.
Wie wird das Verhältnis von Wirklichkeit und Fiktion im Roman behandelt?
Fuentes vermischt reale historische Fakten mit der fiktiven Biografie von Cruz, um ein tieferes Verständnis der mexikanischen Nationalidentität und deren Widersprüche zu vermitteln.
- Arbeit zitieren
- Katrin Appenzeller (Autor:in), 2007, Carlos Fuentes' La muerte de Artemio Cruz , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/125641