Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Philosophie - Philosophie des 19. Jahrhunderts

John Stuart Mill und Jeremy Bentham

Eine kurze Erläuterung der Utilitarismus-Konzeptionen

Titel: John Stuart Mill und Jeremy Bentham

Hausarbeit , 2003 , 13 Seiten

Autor:in: Katharina Los (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 19. Jahrhunderts
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Im 19.Jahrhundert entstand in England aus den Überlegungen von Jeremy Bentham und John Stuart Mill eine neue philosophische Richtung: der Utilitarismus. Was Zeitgenossen wie Nietzsche und Marx anfänglich nur spotten ließ, entwickelte sich zu einer fundierten Ethik auf Grundlage des antiken Hedonismus, einer bereits vor 2400 Jahren entstandenen teleologischen Philosophierichtung mit der Lust, der hedonē, als höchstem Lebensziel.

Im Unterschied dazu und zu deontologischen Ethiken bestimmt sich die Richtigkeit der Handlungen im Utilitarismus aus deren Folgen. Ob eine Folge gut oder schlecht ist, wird anhand ihrer Utilität für das an sich Gute beurteilt. Die klassische Definition des An sich Guten liefern die beiden Utilitarismustheorien von Bentham und Mill, die beide das menschliche Glück als höchsten Wert bezeichnen. Hierin besteht die
Parallele zum antiken Hedonismus, der dasselbe Ziel verfolgt.

Nachfolgend möchte ich diese beiden ersten so genannten „Utilitarismus“-
Konzeptionen erläutern, um auf dieser Grundlage einen geschulten Vergleich zu ziehen und die Vorzüge und Schwachpunkte der jeweiligen Theorie zu erörtern. Auch Aspekte jüngerer Utilitarismus-Ansätze sollen im Laufe der Arbeit in die Gegenüberstellung mit einfließen, um die Entwicklung dieser Philosophierichtung ins Auge zu fassen, die, wie später zu sehen sein wird, nicht erst im 19. Jahrhundert begann, sondern viel früher bereits erste Ansätze zeigte und bis heute noch diskutiert wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1) Einleitung

2) Hauptpunkte des Utilitarismus nach Jeremy Bentham

a) Hintergründe

b) Herleitung seines Utilitarismus

c) Gradierung von Leid und Freude

d) Beweisverfahren

e) Die vier Sanktionen als Ursprung von Leid und Freude

3) Hauptpunkte des Utilitarismus nach John Stuart Mill

a) Hintergründe

b) Herleitung seines Utilitarismus

c) Qualität und Quantität

d) Beweisverfahren

e) Sanktionen

7) Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die utilitaristischen Konzeptionen von Jeremy Bentham und John Stuart Mill fundiert darzustellen, zu vergleichen und kritisch zu hinterfragen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwiefern sich die Theorien in ihrer Argumentation unterscheiden, welche Schwachpunkte in der Herleitung bestehen und wie sich die Entwicklung dieser philosophischen Richtung im historischen Kontext vollzieht.

  • Grundlagen des klassischen Utilitarismus nach Bentham und Mill
  • Die Rolle der Sanktionen als Motivationsgrundlage menschlichen Handelns
  • Differenzierung zwischen quantitativer und qualitativer Nutzenkalkulation
  • Kritische Analyse der Beweisverfahren für das Nützlichkeitsprinzip
  • Historische Einordnung und Rezeption im Kontext moderner Ethikdebatten

Auszug aus dem Buch

e) Die vier Sanktionen als Ursprung von Leid und Freude

Nachdem Jeremy Bentham ausführlich das Prinzip der Nützlichkeit erörtert hat, das den Menschen zu Glück verleitet, kommt er anschließend zur Frage nach dem Ursprung von Freude und Leid, welcher er ein kompletts Kapitel widmet. Grundsätzlich unterscheidet er vier Arten: physische, politische, moralische und religiöse Sanktionen. Sie werden wie folgt definiert: Von physischen Sanktionen spricht man, wenn Freude oder Schmerz „im gegenwärtigen Leben und aus dem gewöhnlichen Naturablauf heraus erwartet werden, also weder durch den willentlichen Eingriff eines menschlichen Wesens, noch durch einen außergewöhnlichen Eingriff eines höheren unsichtbaren Wesens“.12

Gehen hingegen Freude und Schmerz von einer Herrschaftsmacht aus, d.h. einer Einzelperson oder Gruppe, die den Willen des Herrschenden im Staat vertreten, so handelt es sich um politische Sanktionen.

Zusammenfassung der Kapitel

1) Einleitung: Die Arbeit führt in den Utilitarismus als teleologische Ethik ein, die das Glück als höchstes Lebensziel definiert, und skizziert den Vergleich zwischen den Ansätzen von Bentham und Mill.

2) Hauptpunkte des Utilitarismus nach Jeremy Bentham: Dieses Kapitel erläutert Benthams psychologische Grundannahmen, das Prinzip der Nützlichkeit sowie die sieben Kriterien zur quantitativen Messung von Freude und Leid.

3) Hauptpunkte des Utilitarismus nach John Stuart Mill: Hier wird Mills Erweiterung des Utilitarismus um eine qualitative Dimension sowie seine Argumentation für das Glück als moralisches Gut analysiert.

7) Schluss: Das Fazit fasst die Ähnlichkeiten und Unterschiede der beiden Theorien zusammen und ordnet sie in die historische Entwicklung bis hin zum modernen Handlungs- und Regelutilitarismus ein.

Schlüsselwörter

Utilitarismus, Jeremy Bentham, John Stuart Mill, Nützlichkeitsprinzip, Freude und Leid, Sanktionen, Hedonismus, Moral, Qualität und Quantität, Glück, Beweisverfahren, Ethik, Gewissen, Handlungsutilitarismus, Regelutilitarismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die philosophischen Grundlagen und Unterschiede des klassischen Utilitarismus, wie er von Jeremy Bentham und John Stuart Mill formuliert wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Herleitung des Nützlichkeitsprinzips, die Messbarkeit von Glück, die Funktion von Sanktionen und die kritische Prüfung der jeweiligen Beweisgänge der Autoren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist ein geschulter Vergleich der Theorien von Bentham und Mill sowie die Erörterung ihrer Vorzüge und Schwachpunkte im Hinblick auf eine fundierte utilitaristische Ethik.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine philosophische Text- und Theorieanalyse, die primär auf den Originalwerken der Autoren sowie einschlägiger Sekundärliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der Bentham'schen und Mill'schen Konzepte, inklusive ihrer Beweisverfahren und ihrer Auffassungen von Sanktionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Utilitarismus, Nützlichkeitsprinzip, Glück, Sanktionen, Qualität und Quantität sowie die Autoren Bentham und Mill selbst.

Warum spielt das Gewissen bei Mill eine wichtigere Rolle als bei Bentham?

Mill fokussiert stärker auf die "interne Sanktion", das Gewissen, da er dieses als psychologisch fortschrittlichere und einheitlichere Instanz für moralisches Handeln ansieht als Benthams externe Sanktionen.

Was kritisiert Moore an Mills Beweisgang?

Moore kritisiert den sogenannten "naturalistischen Fehlschluss", da Mill unzulässigerweise von der Tatsache, dass Menschen Glück erstreben, auf die normative Aussage schließt, dass Glück erstrebenswert sei.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
John Stuart Mill und Jeremy Bentham
Untertitel
Eine kurze Erläuterung der Utilitarismus-Konzeptionen
Autor
Katharina Los (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
13
Katalognummer
V125618
ISBN (eBook)
9783640311361
Sprache
Deutsch
Schlagworte
John Stuart Mill Jeremy Bentham
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Katharina Los (Autor:in), 2003, John Stuart Mill und Jeremy Bentham, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/125618
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  13  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum