In dieser Arbeit sollen die Herrschaftsdarstellungen des Konstantinsbogens näher erläutert werden. Die These, dass spezifische Reliefs des Bogens ganz bewusst einen Bezug auf die Kaiser des beatissimum saeculum repräsentieren, wird in dem dritten Kapitel abgehandelt, welches sich mit den Spolien des Triumphbogens beschäftigt. Zu den Gründen für die Verwendung von Spolien beziehen Wissenschaftler verschiedene Positionen, weswegen das Auseinandersetzen mit möglichen Beweggründen aus wissenschaftlicher Sicht Sinn ergibt.
Hierfür werden die ursprüngliche und die durch den Bogen neu verliehene Bedeutung betrachtet. Anschließend werden die Reliefs konstantinischer Zeit untersucht, wobei der Fokus vor allem auf den historischen Friesezyklus und die damit verbundene Herrschaftsdarstellung Konstantins gelegt wird. Dabei wird die These beleuchtet, dass Konstantin aufgrund der Umstände des errungenen Sieges als entrückter Imperator auf dem Friesezyklus dargestellt werden musste. Für diese Arbeit als besonders ergiebig hat sich die Monographie „Der spätantike Bildschmuck des Konstantinsbogens“ von Hans Peter L’Orange und Armin von Gerkan erwiesen, weswegen jenes als Basis für die Argumentation dienen wird.
Inhaltsverzeichnis
- Vorbemerkungen
- Methodik
- Die Spolien des beatissimum saeculum
- Die Spolien trajanischer Zeit
- Die Spolien hadrianischer Zeit
- Die Spolien mark-aurelischer Zeit
- Der konstantinische Bildschmuck
- Obsidio Veronae
- Proelium apud Tiberim
- Conclusio
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit setzt sich zum Ziel, die Herrschaftsdarstellungen des Konstantinsbogens in Rom zu analysieren. Dabei werden die Spolien aus der Zeit des "beatissimum saeculum" sowie die Reliefs konstantinischer Zeit untersucht. Die Arbeit fragt, inwiefern der Konstantinsbogen sowohl Elemente der Herrschaftsdarstellungen des "beatissimum saeculum" als auch der Spätantike repräsentiert.
- Analyse des Bildschmucks des Konstantinsbogens
- Untersuchung der Spolien aus der Zeit des "beatissimum saeculum" und ihre Rezeption im Kontext der Herrschaft Konstantins
- Deutung des konstantinischen Bildschmucks in Hinblick auf die Herrschaftsdarstellung des Kaisers
- Bedeutung des Konstantinsbogens als Repräsentationsform des christlichen Kaisertums
- Verbindung zwischen der Herrschaftsdarstellung des "beatissimum saeculum" und der Spätantike
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit beginnt mit Vorbemerkungen, in denen die Bedeutung des Konstantinsbogens im historischen Kontext und die Forschungsfrage erläutert werden. In Kapitel 2 wird die Methodik der Arbeit dargelegt, die sich auf eine detaillierte Analyse des Bildschmucks des Bogens fokussiert. Kapitel 3 befasst sich mit den Spolien des "beatissimum saeculum", die im Konstantinsbogen integriert wurden. Hierbei werden die einzelnen Spolien aus der Zeit Trajans, Hadrians und Mark Aurels betrachtet und ihre Bedeutung in Hinblick auf die Herrschaft Konstantins interpretiert.
Schlüsselwörter
Konstantin, Konstantinsbogen, Herrschaftsdarstellung, beatissimum saeculum, Spätantike, Spolien, Dakerkriege, Trajan, Hadrian, Mark Aurel, Friesezyklus, Obsidio Veronae, Proelium apud Tiberim, christliches Kaisertum
Häufig gestellte Fragen
Was sind Spolien am Konstantinsbogen?
Spolien sind wiederverwendete Bauteile oder Reliefs von älteren Monumenten (hier von Trajan, Hadrian und Mark Aurel), die in den Konstantinsbogen integriert wurden.
Warum wurden Reliefs früherer Kaiser verwendet?
Konstantin wollte sich bewusst in die Tradition der „guten Kaiser“ des beatissimum saeculum stellen, um seine Herrschaft zu legitimieren und als deren rechtmäßiger Nachfolger zu erscheinen.
Was stellt der historische Friesezyklus dar?
Der Friesezyklus zeigt die Feldzüge Konstantins, darunter die Belagerung von Verona (Obsidio Veronae) und die Schlacht an der Milvischen Brücke (Proelium apud Tiberim).
Was bedeutet „beatissimum saeculum“?
Es bezeichnet das „glücklichste Zeitalter“, meist die Ära der Adoptivkaiser im 2. Jahrhundert n. Chr., die als Blütezeit des Römischen Reiches galt.
Gilt der Konstantinsbogen als christliches Denkmal?
Die Arbeit untersucht den Bogen als Repräsentationsform des Übergangs zum christlichen Kaisertum, obwohl er viele traditionelle heidnische Elemente enthält.
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- Anonym (Author), 2017, Repräsentiert der Konstantinsbogen Herrschaftsdarstellungen des beatissimum saeculum und der Spätantike?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1254807