Die vorliegende Hausarbeit behandelt die Verstaatlichung des schiitischen Glaubens durch die Safawiden unter dem Heerscher Schah Ismā‛il Bahādir I. Die Arbeit gibt eine Einführung in Themen der Iran als Region und die Schia. Im Hauptteil werden die Safawiden und Schah Ismail als wichtiger Initiator der Verstaatlichung seiner schiitischen Lehre behandelt.
Orient und Okzident interessieren sich füreinander seit geraumer Zeit. Die Erforschung des Orients – vor allem der islamische Teil – bildet einen Forschungsgegenstand der europäischen Wissenschaft, wobei die Araber und die Türken osmanischer Abstammung, die in der europäischen Geschichte eine Rolle gespielt haben, das besondere Augenmerk genießen. Die Geschichte Irans hatte die geringere Beachtung bekommen. Denn er galt als Heimat der Dichter und Künstler. In ihm sind mehrere selbstständige Reiche entstanden, welche ihr eigenes Gepräge gehabt und eine deutliche Epochengliederung der persischen Geschichte möglich gemacht haben. Das letzte Reich, das weltgeschichtliche Bedeutung mit kulturellen Erben verband, ist der Safawiden-Staat (1501-1722), der in den letzten Jahren wiederholt Gegenstand spezieller Studien gewesen ist.
Nach dem die Schiiten vor vierzig Jahren (1979) den Schah von Persien stürzten, die Herrschaft übernahmen und die islamische Republik Iran ausriefen und sogleich die Auseinandersetzung mit dem Westen suchten, sind sie ins Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit getreten. Bald traten andere Konflikte im Nahen Osten hinzu, in die die Schiiten verwickelt waren. Der Bürgerkrieg im Libanon, der Bürgerkrieg in Afghanistan, der Bürgerkrieg in Berg-Qarabaġ und die Aufstände der irakischen Schiiten gegen Saddam Hussain nach dem Golfkrieg 1991 und 1999. Während sie politisch aktiv waren, blieben ihre Glaubensvorstellungen und ihre 13 hundert Jahre Tradition im Dunkeln.
Inhaltsverzeichnis
- Vorwort
- Einführung
- Der Iran
- Die Schia
- Die Verstaatlichung der Schia
- Die Safawiden
- Schah Ismail I.
- Folgen der Verstaatlichung
- Nachwort
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit befasst sich mit der Verstaatlichung des schiitischen Glaubens durch die Safawiden unter der Herrschaft von Schah Ismail I. Die Arbeit bietet eine Einführung in den Iran als Region und die Schia, bevor sie die Safawiden und Schah Ismail als Schlüsselfiguren bei der Durchsetzung der schiitischen Lehre als Staatsreligion beleuchtet.
- Die Geschichte Irans als eine der ältesten Zivilisationen der Welt
- Die Schia als eine wichtige Strömung des Islams
- Die Rolle der Safawiden bei der Etablierung des schiitischen Staates
- Die Bedeutung von Schah Ismail I. als Vermittler der schiitischen Lehre
- Die Folgen der Verstaatlichung des schiitischen Glaubens
Zusammenfassung der Kapitel
- Das Vorwort stellt den historischen Hintergrund der Arbeit dar und beleuchtet die Bedeutung des Safawiden-Staates für die persische Geschichte.
- Die Einleitung führt in den Iran als Region und die Schia als eine wichtige Strömung des Islams ein.
- Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit der Verstaatlichung des schiitischen Glaubens durch die Safawiden und beleuchtet die Rolle von Schah Ismail I. als Schlüsselfigur bei der Durchsetzung der schiitischen Lehre als Staatsreligion.
Schlüsselwörter
Iran, Schia, Safawiden, Schah Ismail I., Verstaatlichung, Staatsreligion, Geschichte, Islamische Theologie.
Häufig gestellte Fragen
Wer war Schah Ismail I. und welche Bedeutung hatte er?
Schah Ismail I. war der Begründer der Safawiden-Dynastie und derjenige, der das Schiitentum im Jahr 1501 zur Staatsreligion im Iran erklärte, was die Region kulturell und politisch nachhaltig prägte.
Warum machten die Safawiden die Schia zur Staatsreligion?
Dies diente primär der politischen Konsolidierung und der Abgrenzung gegenüber dem sunnitischen Osmanischen Reich. Es schuf eine einheitliche nationale und religiöse Identität für den Iran.
Welche Folgen hatte die Verstaatlichung des Glaubens?
Die Verstaatlichung führte zu einer tiefgreifenden Umgestaltung der iranischen Gesellschaft, der Förderung schiitischer Gelehrsamkeit und der Etablierung Irans als Zentrum der schiitischen Welt.
Was zeichnet die Safawiden-Dynastie historisch aus?
Der Safawiden-Staat (1501-1722) verband weltgeschichtliche Bedeutung mit einem reichen kulturellen Erbe in Kunst, Architektur und Literatur und schuf die Grundlage für den modernen iranischen Nationalstaat.
Wie wird die Schia in dieser Arbeit eingeführt?
Die Arbeit bietet eine Einführung in die Glaubensvorstellungen und die 1300-jährige Tradition der Schia, die oft im Schatten politischer Konflikte im Dunkeln blieben.
Warum ist die Geschichte Irans in der westlichen Wissenschaft oft unterrepräsentiert?
Lange Zeit genossen Araber und Türken mehr Aufmerksamkeit in der europäischen Forschung, während der Iran oft nur als Heimat von Dichtern und Künstlern wahrgenommen wurde, statt als eigenständiges politisches Machtzentrum.
- Quote paper
- B.A. Turan Karacayir (Author), 2021, Die Verstaatlichung des Schiitentums durch die Dynastie der Safawiden in Iran. Schah Ismail I., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1254532