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Die Tollwutimpfung. Eine Beleuchtung des aktuellen wissenschaftlichen Standes

Title: Die Tollwutimpfung. Eine Beleuchtung des aktuellen wissenschaftlichen Standes

Term Paper , 2020 , 20 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

Medicine - Other
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Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit der Fragestellung, ob die Tollwutimpfung zu der Kategorie der unverzichtbaren Basisimpfungen gehört. Nach einer kurzen Begriffsdefinition werden der geschichtliche Hintergrund der Tollwuterkrankung in Deutschland, sowie das weltweite Vorkommen dieser Erkrankung erläutert. Anschließend werden Impfempfehlungen und damit verbundene Abweichungen unterschiedlicher Institutionen aufgezeigt. Die beiden unterschiedlichen Verfahren bei der Impfung gegen Tollwut bilden die Grundlage für eine Abwägung der Vor- und Nachteile. Durch diese Betrachtung soll ein Einblick gegeben werden, inwiefern die Gesamtheit der Menschen in Deutschland von einer Impfung profitieren würde. Außerdem soll nach einer gründlichen Abwägung der Vor- und Nachteile eine Schlussfolgerung gezogen werden, ob die Einführung der Tollwutimpfung als Basisimpfung sinnvoll ist.

Zur damaligen Zeit (frühere Jahrhunderte) starben weltweit tausende von Menschen an den Folgen einer Tollwutinfektion. In Anbetracht der hohen Infektionsgefahr der Tollwut steckten sich ganze Dörfer mit der tödlich verlaufenden Krankheit an und erlagen dieser. Es erfolgten viele Versuche, die Erkrankung einzugrenzen, um zu verhindern, dass sich größere Gebiete damit infizierten. Doch trotz der Maulkörbe für die kontaminierten Hunde (18. Jahrhundert) und der Vergasungen mit dem Virus erkrankter Füchse, konnte die Ausbreitung der Tollwut nicht reduziert werden. Erst mithilfe der oralen Immunisierung der Füchse, die zur damaligen Zeit als Hauptträger des Virus galten, konnten im Jahr 1983 mittels verbreiteter Köder Erfolge erzielt werden. Seit 2008 zählt Deutschland zu den Ländern auf der Welt, die sich als "tollwutfreies" Land bezeichnen können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen der Tollwut

2.1 Epidemiologie

2.1.1 Weltweites Vorkommen

2.1.2 Geschichtlicher Hintergrund und Vorkommen Deutschlandweit

2.2 Infektionswege

2.3 Symptomatik und Krankheitsverlauf beim Menschen

2.4 Diagnostik und rechtliche Bestimmungen

2.5 Konventionelle Therapie- und Hygienemaßnahmen

3 Impfverfahren

3.1 Präventive Prophylaxe des Menschen

3.2 Maßnahme nach einer Infektion

4 Pro und Contra der Impfverfahren gegen Tollwut

4.1 Nutzen der Impfverfahren

4.2 Schwächen der Impfverfahren

5 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Hausarbeit untersucht die wissenschaftliche Relevanz und Notwendigkeit einer allgemeinen Tollwutimpfung in Deutschland und geht hierbei der zentralen Forschungsfrage nach, ob die Tollwutimpfung als unverzichtbare Basisimpfung für die gesamte Bevölkerung einzustufen ist.

  • Historische Entwicklung der Tollwutbekämpfung in Deutschland.
  • Differenzierung der Impfverfahren: Prä-Expositionelle Prophylaxe (PrEP) und Post-Expositionelle Prophylaxe (PEP).
  • Kritische Analyse von Nutzen und Schwächen einer breiten Basisimpfstrategie.
  • Vergleich der Impfempfehlungen verschiedener Institutionen (STIKO vs. WHO).
  • Bewertung infrastruktureller und ökonomischer Herausforderungen bei der Tollwutprophylaxe.

Auszug aus dem Buch

2.3 Symptomatik und Krankheitsverlauf beim Menschen

Ist das Virus erst einmal in den Blutbahnen, rückt es vor bis zum zentralen Nervensystem (ZNS). Ausschlaggebend ist hierbei die Körperstelle, über die das Virus unter die Haut gelangen konnte. Umso näher diese am zentralen Nervensystem ist, umso schneller gelangt es dorthin und Symptome treten auf (Robert Koch-Institut, 2011).

Bei dem menschlichen Krankheitsverlauf der Tollwut gibt es klassischerweise drei Stadien, die alle eine andere Symptomatik aufweisen:

Das 1. Stadium, auch Prodromalstadium genannt, ist geprägt von Beschwerden wie Kopfschmerzen, körperliche Schwäche, Appetitlosigkeit, Unwohlsein und Schmerzen der Glieder. Typisch für das erste Stadium sind außerdem das Jucken oder Brennen in der näheren Umgebung des Bisses, aber auch starke lokale Schmerzen.

Exzitationsstadium, auch als „rasende Wut“ beschrieben, ist das 2. Stadium der Tollwut. Dieses ist charakterisiert durch wechselnde Gemütszustände mit Symptomen wie Verwirrtheit, aggressivem Verhalten und depressiven Episoden. Trotz des vermehrten Verlangens nach etwas zum Trinken, entwickeln die Betroffenen eine panische Angst vor Wasser, egal in welcher Form es vorliegt, was auch als Hydrophobie bezeichnet wird. Darüber hinaus kommt es in dieser Phase auch häufig zu massivem Speichelfluss, Fieber und Krämpfen der gesamten Muskulatur, die es den Erkrankten insbesondere schwierig macht, zu schlucken, trotz des stärkeren Bedürfnisses danach (Robert Koch-Institut, 2011).

Das letzte Stadium ist das Paralyse Stadium und wird auch als „stille Wut“ bezeichnet. Im Verlauf dieser Phase tritt die schlaffe Lähmung, in Folge einer Beeinträchtigung der Nerven, schon sehr früh auf und bringt Symptome, wie Sensibilitätsstörungen und Lähmungen der oberen und unteren Extremitäten mit sich (Bätza et al., 2004).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Last und die heutige epidemiologische Situation der Tollwut in Deutschland ein und formuliert die Forschungsfrage hinsichtlich einer Basisimpfung.

2 Grundlagen der Tollwut: Dieses Kapitel erläutert die virale Ursache, die Zoonose-Eigenschaften sowie die globalen und historischen Aspekte des Tollwutvorkommens.

3 Impfverfahren: Hier werden die beiden wesentlichen Ansätze, die präventive Prophylaxe (PrEP) und die Behandlung nach einer Infektion (PEP), detailliert gegenübergestellt.

4 Pro und Contra der Impfverfahren gegen Tollwut: Das Kapitel wägt den Nutzen einer umfassenden Impfung gegen die Kosten, logistische Probleme und die aktuelle geringe Gefahrenlage ab.

5 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bündelt die Ergebnisse und schlussfolgert, dass aufgrund des Status als tollwutfreies Land und der Nachteile keine allgemeine Basisimpfung für die Bevölkerung notwendig ist.

Schlüsselwörter

Tollwut, Basisimpfung, Prä-Expositionelle Prophylaxe, Post-Expositionelle Prophylaxe, STIKO, WHO, Zooanthroponose, Rabies-Virus, Impfschema, Epidemie, Gesundheitswesen, Kosten-Nutzen-Analyse, Lieferengpässe, Grundimmunisierung, Infektionsschutz.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das Hauptanliegen der vorliegenden Hausarbeit?

Die Arbeit untersucht, ob Tollwutimpfungen in Deutschland als unverzichtbare Basisimpfung für die gesamte Bevölkerung eingeführt werden sollten.

Welche zentralen Themenfelder behandelt das Dokument?

Es thematisiert die epidemiologische Lage der Tollwut, die medizinischen Grundlagen der Übertragung, unterschiedliche Impfverfahren sowie die ökonomischen und logistischen Aspekte der Tollwutprophylaxe.

Was ist das primäre Ziel der wissenschaftlichen Untersuchung?

Das Ziel ist eine fundierte Abwägung der Vor- und Nachteile sowie die Beantwortung der Frage, ob eine generelle Impfempfehlung in einem bereits als tollwutfrei geltenden Land sinnvoll ist.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Hausarbeit stützt sich auf eine detaillierte Literaturanalyse und einen Vergleich der Empfehlungen internationaler Institutionen wie der WHO und nationaler Gremien wie der STIKO.

Welche Inhalte dominieren den Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Grundlagen der Krankheit, eine detaillierte Ausarbeitung der zwei Impfstrategien und die anschließende kritische Pro-Contra-Analyse.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Tollwut, Impfverfahren, PrEP, PEP, STIKO, Kostenneutralität und Präventionsstrategien.

Wie unterscheidet sich das Vorgehen bei Notfällen?

Im Akutfall nach einer potenziellen Infektion kommt die "Post-Expositionelle Prophylaxe" (PEP) zum Einsatz, die lebensnotwendig ist, da für Tollwut kaum effektive Therapiemöglichkeiten existieren.

Warum wird gegenwärtig von einer Basisimpfung abgeraten?

Aufgrund der erfolgreichen Eliminierung der terrestrischen Tollwut in Deutschland und der beträchtlichen Kosten sowie logistischer Herausforderungen (Lieferengpässe) wird eine allgemeine Impfpflicht als unverhältnismäßig eingestuft.

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Details

Title
Die Tollwutimpfung. Eine Beleuchtung des aktuellen wissenschaftlichen Standes
College
Fresenius University of Applied Sciences Idstein
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2020
Pages
20
Catalog Number
V1254398
ISBN (PDF)
9783346692016
Language
German
Tags
tollwutimpfung eine beleuchtung standes
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2020, Die Tollwutimpfung. Eine Beleuchtung des aktuellen wissenschaftlichen Standes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1254398
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