Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics

Sprachförderung durch Bilderbücher in der Grundschule

Title: Sprachförderung durch Bilderbücher in der Grundschule

Bachelor Thesis , 2020 , 29 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Leyla Neumann (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die hier vorgestellten Vorschläge zur Sprachförderung sollen eine Entlastung für sowohl Lehrende als auch Lernende darstellen. Sie orientieren sich an den Bedürfnissen und Interessen der Kinder. Das Ziel ist dabei, dass alle Mitglieder der Klassengemeinschaft, sowohl DaZ- als auch DaM-Lernende mit oder ohne Einschränkungen, unter Berücksichtigung ihrer bisherigen Fähigkeiten gefördert werden.

Dass dies am besten in freundlichen, entspannten Lernatmosphären und unter Berücksichtigung ihrer individuellen Vorlieben und Abneigungen funktioniert, ist offenkundig. Alle Vorschläge haben den Anspruch, inklusives, differenzierbares und spielerisches Lernen zu ermöglichen und durch die ihnen innewohnende Offenheit alle Kinder anzusprechen. Das Lernen soll stressfrei und ohne Leistungsdruck erfolgen und die Lernenden sollen möglichst selbstständig oder im Austausch mit den anderen Kindern in ihrer Klasse, neues oder gefestigtes Wissen erhalten. Des Weiteren ist wichtig, dass alle Vorschläge Offenheit gegenüber Neuem und Unbekanntem, sowie die natürliche Neugier und das Bedürfnis nach weiterem Wissen fördern. Das dazu gewählte Medium, auf welches sich die Vorschläge beziehen, ist das Bilderbuch. Durch seine Charakteristik, eine große Anzahl visueller Reize in Form von Bildern mit wenigen oder überhaupt keinen geschriebenen Sätzen zu verbinden, bietet es unzählige Möglichkeiten sich kreativ und produzierend mit ihm auseinanderzusetzen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Sprachförderung

1.1. Spracherwerbstheorien für Deutsch als Erstsprache

1.2. Spracherwerbstheorien für Deutsch als Zweitsprache

1.3. Mögliche Erwerbsschwierigkeiten

1.4. Methoden der Sprachförderung

1.4.1. Allgemeine Sprachförderung

1.4.2. Besonderheiten bei DaZ-Lernenden

2. Potential des Bilderbuchs

2.1. Potential im Hinblick auf Zwei- und Mehrsprachigkeit

3. Vorschläge für den Literaturunterricht

3.1. Der handlungs- und produktionsorientierte Ansatz

3.2. Das literarische Gespräch

3.2.1. Die dialogische Bilderbuchbetrachtung

3.3. Anlegen von Lexika

4. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Potential von Bilderbüchern als Medium der Sprachförderung in der Grundschule, um eine inklusive Lernumgebung für eine heterogene Schülerschaft mit unterschiedlichen sprachlichen Vorerfahrungen zu schaffen. Dabei wird insbesondere betrachtet, wie durch methodische Ansätze und die gezielte Einbindung mehrsprachiger Bilderbücher motivationale und sprachliche Lernprozesse unterstützt werden können.

  • Sprachförderung bei DaM- und DaZ-Lernenden
  • Potential des Bilderbuchs für sprachliche und interkulturelle Identität
  • Handlungs- und produktionsorientierte Ansätze im Literaturunterricht
  • Durchführung dialogischer Bilderbuchbetrachtungen
  • Integration von Lexika zur Wortschatzarbeit

Auszug aus dem Buch

3.2. Das literarische Gespräch

Eine weitere Möglichkeit der Auseinandersetzung mit (Bilder-)Büchern bietet das literarische Gespräch. Das Sprechen über literarische Eindrücke, Empfindungen und Meinungen ist essentiell für den Erwerb literarischer Fähigkeiten und „[…] ein entscheidendes Antriebsmoment literarischen wie auch medienbezogenen Lernens […]“ (Wieler 2005, 135). Zusätzlich stärkt es die Kinder in ihren narrativen und sprachlichen Kompetenzen.

Ein Konzept, welches einen Vorschlag für die Umsetzung eines literarischen Gesprächs im Literaturunterricht beschreibt, ist das „Heidelberger Modell" (s. Steinbrenner/ Wiprächtiger-Geppert 2010). Dabei soll es sich jedoch weniger um eine angewandte Technik, als um eine gewisse Haltung der Lehrperson gegenüber den Lernenden, der Literatur sowie dem literarischen Austausch handeln (s. Steinbrenner/ Wiprächtiger-Geppert 2010, 6). Diese Haltung soll im Kern das Interesse seitens der Lehrkraft an den Eindrücken und Beiträgen der Kinder beinhalten, statt wie im veralteten, aber häufig noch stattfindenden klassisch analytischen Literaturunterricht, den Kindern eine vorgefertigte Meinung aufzuzwingen, nach der sie zu Denkmustern erzogen werden sollen, welche die Lehrperson von ihnen erwartet.

Beim Heidelberger Modell geht es neben dem Erwerb literarischer Fähigkeiten auch um Partizipation. Nicht zuletzt auch seitens der Lehrkraft. Diese ist wichtig, da die Kinder durch Mitbestimmung und Mitgestaltung ihrer Lernumwelt aktiviert werden können und ohne Aktivierung kein Lernen stattfindet. Das Heidelberger Modell orientiert sich dabei am Modell der themenzentrierten Interaktion, in dem Authentizität und Entscheidungsfreiheit in besonderem Maße angestrebt werden und nach welchem die Lehrperson weniger als allwissende Gesprächsleitung, sondern vielmehr als aktiver Teil des Austauschs und somit gleichwertig angesehen werden soll (s. Steinbrenner/ Wiprächtiger-Geppert 2010, 3).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Herausforderungen einer heterogenen Schülerschaft und stellt das Bilderbuch als inklusives Medium zur Sprachförderung vor.

1. Sprachförderung: Dieses Kapitel fundiert die Arbeit theoretisch, indem Spracherwerbstheorien erläutert und Methoden der Sprachförderung sowie Besonderheiten bei DaZ-Lernenden differenziert werden.

2. Potential des Bilderbuchs: Der Abschnitt analysiert, wie Bilderbücher durch visuelle Reize und thematische Vielfalt als Brücke für sprachliches und interkulturelles Lernen dienen können.

3. Vorschläge für den Literaturunterricht: Dieses Kapitel präsentiert konkrete methodische Umsetzungen wie den handlungs- und produktionsorientierten Ansatz, das literarische Gespräch und das Anlegen von Lexika.

4. Schlusswort: Das Schlusswort resümiert, dass Bilderbücher eine wertvolle Unterstützung im Unterricht bieten, Therapie jedoch nicht ersetzen können.

Schlüsselwörter

Sprachförderung, Bilderbuch, Grundschule, Spracherwerb, DaZ, DaM, Inklusion, Mehrsprachigkeit, Literaturunterricht, literarisches Gespräch, handlungsorientiert, Produktionsorientierung, Wortschatz, Identität, Interkulturalität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Bilderbücher als niederschwelliges und motivierendes Medium genutzt werden können, um Sprachförderprozesse in heterogenen Grundschulklassen zu unterstützen.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Autorin?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des Spracherwerbs, das spezifische Potential von Bilderbüchern für Kinder mit und ohne Deutsch als Muttersprache sowie praktische Methoden im Literaturunterricht.

Was ist das primäre Ziel der Bachelorarbeit?

Ziel ist es, Lehrkräften praxisorientierte Vorschläge an die Hand zu geben, um durch den Einsatz von Bilderbüchern eine inklusive, spielerische und stressfreie Sprachförderung im regulären Unterricht zu ermöglichen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine umfassende Literaturrecherche und wertet fachdidaktische Konzepte wie das „Heidelberger Modell“ des literarischen Gesprächs oder das handlungs- und produktionsorientierte Lernen aus, um diese auf den Kontext der Grundschule zu übertragen.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil besonders im Fokus?

Im Hauptteil liegt ein besonderes Hauptaugenmerk auf der methodischen Gestaltung des Unterrichts, konkret auf der dialogischen Bilderbuchbetrachtung, der Erarbeitung von Hörspielen und dem Anlegen individueller Lexika.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Sprachsensibilität, Inklusion, Mehrsprachigkeitsdidaktik, visuelle Literacy und handlungsorientierter Unterricht charakterisiert.

Wie positioniert sich die Arbeit gegenüber mehrsprachigen Kindern?

Das Dokument plädiert für eine bewusste Wertschätzung der Herkunftssprachen, um die interkulturelle Identität der Kinder zu stärken, statt lediglich eine Assimilation an die deutsche Sprache zu forcieren.

Warum wird das "Heidelberger Modell" als Unterrichtskonzept hervorgehoben?

Es wird hervorgehoben, weil es die aktive Partizipation der Kinder in den Mittelpunkt stellt und die Lehrperson von einer allwissenden Leitung hin zu einem gleichwertigen Kommunikationsteilnehmer transformiert.

Excerpt out of 29 pages  - scroll top

Details

Title
Sprachförderung durch Bilderbücher in der Grundschule
College
Free University of Berlin
Grade
1,3
Author
Leyla Neumann (Author)
Publication Year
2020
Pages
29
Catalog Number
V1254065
ISBN (PDF)
9783346699770
ISBN (Book)
9783346699787
Language
German
Tags
Deutschdidaktik Sprachförderung Literaturunterricht Grundschule
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Leyla Neumann (Author), 2020, Sprachförderung durch Bilderbücher in der Grundschule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1254065
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  29  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint