Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › French Studies - Literature

Die „vraye et parfaicte amour“ Rolandines (21. Novelle)

Referatsausarbeitung

Title: Die „vraye et parfaicte amour“ Rolandines (21. Novelle)

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 13 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Susanne Hasenstab (Author)

French Studies - Literature
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Im Mittelpunkt der Novellensammlung „L´ Heptaméron“ [1558/1559], des Spätwerks der französischen Renaissance-Schriftstellerin Marguerite de Navarre, steht die Liebe in all ihren Facetten. „Um das Thema Liebe herum zeichnet die Verfasserin ein realistisches Bild der Gesellschaft des 16. Jahrhunderts.“
Die 21. Novelle (Untertitel: „L´honnête et merveilleuse amitié d´une fille de grande maison et d´un bâtard, et l´empêchement qu´une Reine donna à leur mariage, avec la sage réponse de la fille à la Reine."), die im Referat und in der hier vorliegenden Referatsausarbeitung näher untersucht wurde, nimmt unter den 72 Novellen des „L´ Heptaméron“ eine wichtige Stellung ein, die fast schon als Sonderstellung angesehen werden kann. Um dies näher zu erläutern, sollen im Folgenden zunächst die Rahmenhandlung und die Struktur der Novelle beleuchtet werden, woraufhin sich eine Interpretation der Novelle anschließt.

Excerpt


Gliederung

1. Einleitung

2. Die „vraye et parfaicte amour“ Rolandines (21. Novelle)

2.1 Die Rahmenhandlung

2.2 Die Struktur der Novelle

2.2.1 Handlung

2.2.2 Epilog

2.2.3 Diskussion in der Erzählrunde

2.3 Interpretation: Die 21. Novelle als Positivbeispiel für die „vraye charité“

2.3.1 Rolandine als selbstbestimmt handelnde Figur

2.3.2 Der Gegensatz zwischen „cupiditas“ und „caritas“

2.3.3 Rolandine als Positivbeispiel für die „vraye charité“

2.3.4 Das explizite Eingreifen Gottes

3. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die 21. Novelle aus Marguerites de Navarres „L'Heptaméron“ und analysiert, warum diese Erzählung eine Sonderstellung innerhalb des Werkes einnimmt, indem sie Rolandine als moralisches Positivbeispiel für den Aufstieg von irdischer Liebe zur göttlichen „caritas“ darstellt.

  • Die strukturelle Analyse der Novelle und ihrer Rahmenhandlung.
  • Die Gegenüberstellung von „cupiditas“ (männliche Triebhaftigkeit) und „caritas“ (weibliche Gottesliebe).
  • Die Darstellung Rolandines als selbstbestimmt handelnde und standhafte Frauenfigur.
  • Die Rolle der „göttlichen Interventionen“ als Belohnung für tugendhaftes Handeln.
  • Die Bedeutung der Novelle als religiös belehrendes Exempel innerhalb des gesamten Werkes.

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Rolandine als selbstbestimmt handelnde Figur

Die 21. Novelle lässt viel Raum für Interpretationen und vertiefende Anmerkungen. Bemerkenswert im Vergleich mit den übrigen Novellen des „L´Heptaméron“ ist die Tatsache, dass Rolandine als selbstbestimmt handelnde Figur auftritt. Obwohl sie auf den ersten Blick aufgrund der Abhängigkeit von ihrem Vater und der Königin nicht viel in ihrem Leben selbst entscheiden kann, erscheint sie nicht als unmündiges Wesen, sondern als Frau, die ihr Leben selbst in die Hand nimmt und volle Verantwortung für ihr Handeln übernimmt.

Die „amitié courtoise“ wird ihr nicht vom Edelmann angetragen, sondern von ihr selbst gewählt. Von den Meinungen ihres Vaters und der Königin lässt sie sich nicht einschüchtern oder beirren. Ausdrücklich wird sie in der Novelle als unerschütterlich charakterisiert („Rolandine, qui de rien ne s´étonnait“). Sie fühlt sich nur ihrem christlichen Gewissen verpflichtet und lässt sich auch durch Restriktionen wie die Untersagung der Kommunikation zwischen ihr und dem Edelmann oder der Verbannung in das einsame Waldschloss nicht von ihrem Weg abbringen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Novellensammlung und die herausragende Stellung der 21. Novelle als Untersuchungsobjekt.

2. Die „vraye et parfaicte amour“ Rolandines (21. Novelle): Analyse der Rahmenhandlung, der narrativen Struktur und der diskursiven Einordnung in die Erzählrunde.

3. Zusammenfassung: Abschließende Betrachtung der Novelle als zentrales moralisches Exemplum, das Tugendhaftigkeit durch göttliche Belohnung hervorhebt.

Schlüsselwörter

L'Heptaméron, Marguerite de Navarre, Rolandine, vraye charité, cupiditas, caritas, amitié courtoise, Tugend, Renaissance-Literatur, moralisches Exempel, göttliche Intervention, Frömmigkeit, Selbstbestimmung, Frauenbild, Novelle.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?

Die Arbeit analysiert die 21. Novelle aus Marguerite de Navarres „L'Heptaméron“, insbesondere die Darstellung der Hauptfigur Rolandine und ihre Entwicklung als tugendhafte Frau.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Themen umfassen die Triebhaftigkeit des Mannes, die moralische Standhaftigkeit der Frau, die spirituelle Entwicklung („caritas“) und die göttliche Vorsehung.

Was ist das primäre Ziel dieser wissenschaftlichen Ausarbeitung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie die 21. Novelle als seltenes Positivbeispiel innerhalb der Sammlung fungiert und Rolandines Tugendhaftigkeit gegenüber korrupten Modellen abhebt.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Primärtext strukturell gliedert und unter Einbeziehung von Sekundärliteratur interpretativ untersucht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine strukturelle Untersuchung (Handlung, Epilog, Diskussion) und eine inhaltliche Interpretation der Figur Rolandine sowie der theologischen Konzepte.

Durch welche Schlüsselbegriffe wird die Arbeit charakterisiert?

Wesentliche Begriffe sind „vraye charité“, „cupiditas“, „amitié courtoise“ und die Rolle der göttlichen Intervention.

Inwiefern unterscheidet sich Rolandine von anderen Frauenfiguren in „L'Heptaméron“?

Während andere Frauen oft passiv auf Bedrängungen reagieren, agiert Rolandine selbstbestimmt und lässt sich durch äußere Restriktionen nicht von ihrem moralischen Weg abbringen.

Wie interpretiert die Autorin die Rolle des Vaters in der Novelle?

Der Vater wird zunächst als Unterdrücker dargestellt, dessen spätere Versöhnung und Einsicht als Teil der Belohnung für Rolandines Standhaftigkeit gesehen wird.

Excerpt out of 13 pages  - scroll top

Details

Title
Die „vraye et parfaicte amour“ Rolandines (21. Novelle)
Subtitle
Referatsausarbeitung
College
University of Frankfurt (Main)  (Neuere Philologien – Institut für Romanische Sprachen und Literaturen)
Course
(Französische Literatur): Novellen als moralische Exempla in Marguerite de Navarres L´Heptaméron
Grade
2,0
Author
Susanne Hasenstab (Author)
Publication Year
2008
Pages
13
Catalog Number
V125389
ISBN (eBook)
9783640310838
ISBN (Book)
9783640309863
Language
German
Tags
Rolandine Liebe Navarre Heptameron Novelle Renaissance Frankreich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Susanne Hasenstab (Author), 2008, Die „vraye et parfaicte amour“ Rolandines (21. Novelle), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/125389
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  13  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint