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Die Revolution 1848 in Preußen

Titel: Die Revolution 1848 in Preußen

Seminararbeit , 2008 , 15 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Tony Haufe (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - 1848, Kaiserreich, Imperialismus
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Zusammenfassung Leseprobe Details

1. Einleitung und Forschungsstand

Die Revolution 1848 war sowohl in Europa, als auch in Deutschland eines der bedeutendsten Ereignisse der Neuzeit. Nicht nur, dass viele Königshäuser um ihre Macht fürchteten, auch wurde in vielen Ländern der Grundstein für spätere Demokratien gelegt, wenn auch mal mehr oder weniger erfolgreich. In Deutschland gestaltete sich die Revolution auf Grund des traditionellen Partikularismus und damit dem Fehlen eines Hauptschauplatzes für die Revolution selbst besonders schwer .
Doch gerade diese Problematik macht das Thema Revolution 1848 in Deutschland so interessant. Durch die fehlende Einheit Deutschlands lassen sich sehr gut innerdeutsche Vergleiche der Revolution 1848 in den verschiedenen Fürstentümern und Königreichen anstellen. Jedoch soll sich diese Arbeit speziell mit dem Ablauf der Revolution in Preußen beschäftigen. Dazu werden diverse Quellen genutzt, anhand derer die Revolution geschildert werden soll. Primär wird darauf eingegangen, wie die Quellen die verschiedenen Ereignisse der Revolution schildern. Vergleichend wird weitere Fachliteratur hinzugezogen mit deren Hilfe diese verwendeten Quellen gestützt oder berichtigt werden. Die Tendenzen der Quellen sind je nach Verfasser unterschiedlich stark geprägt und sie besitzen dadurch natürlich auch verschiedene politische Färbungen.
Als sehr gute Quellensammlung mit vielen, verschiedenen Quellen bewies sich „Zwischen König und Volkssouveränität“, herausgegeben von Manfred Görtemaker und anderen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Forschungsstand

2. Überblick über die Situation in Europa

2. 1 Ursachen der Revolution in Preußen

3. Verlauf der Revolution in Preußen

4. Ursachen für das Scheitern der Revolution

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den spezifischen Ablauf der Revolution von 1848 in Preußen unter Berücksichtigung zeitgenössischer Quellen und historischer Fachliteratur, um die Ursachen, den Verlauf sowie die Gründe für das letztendliche Scheitern der revolutionären Bestrebungen zu analysieren.

  • Analyse der sozialen und politischen Ursachen der Revolution im preußischen Staat.
  • Untersuchung des Verlaufs der Märzrevolution und der Rolle der Akteure.
  • Kritische Gegenüberstellung von Quellenzeugnissen und moderner historischer Forschung.
  • Bewertung des Einflusses der preußischen Kamarilla und konservativer Gegenkräfte.
  • Erörterung der strukturellen Gründe für das Scheitern der demokratischen Bestrebungen.

Auszug aus dem Buch

3. Die Revolution in Preußen

Durch die Gründung des Zollvereins wurde auf Preußen ein gewisser Führungsanspruch in der Deutschen Frage gelegt. In der Bevölkerung Preußens wuchs dadurch natürlich auch die Hoffnung, dass liberale Forderungen langsam erfüllt werden. So wurde auch der Regierungsantritt von König Friedrich Wilhelm IV. sehr begrüßt und man hoffte, dass nun eine neue Zeit anbreche. Wilhelm IV. schien den liberalen Forderungen auch nachzugeben. So wurden unter anderem E.M. Arndt und F.L. Jahn nicht mehr verfolgt. Des Weiteren wurde die Zensur der Presse gelockert, wodurch die Presse an Bedeutung im öffentlichen Protest gewann. Diese Handlungen Wilhelms waren allerdings auch schon alles. Denn auch Friedrich Wilhelm IV. hatte nicht vor, eine Verfassung zu erlassen. Bei dieser musste der König unweigerlich an das Ereignis denken, welches er am meisten verachtete, die Französische Revolution. Dadurch setzte auch er das Verfassungsversprechen seines Vaters nicht um, denn Wilhelm IV. wollte „zwischen sich, dem König von Gottes Gnaden, und seinem Volk kein Stück Papier, das als eine Art zweiter Vorsehung mittels Paragraphen regiere“.

Dennoch trat der König den Liberalen einen Schritt entgegen und lies mit dem Februarpatent von 1847 den ersten Vereinigten Landtag einberufen. Der Landtag jedoch genoss nur geringe Befugnisse. Er konnte Steuern und Staatsanleihen bewilligen oder auch Petitionen dem König vorlegen. Vor allem aber im liberalen Lager stieß der Landtag auf Grund fehlender Periodizität, nicht ausreichendem Mitspracherecht in Finanzfragen, sowie nicht vorhandener außenpolitischer Entscheidungskraft auf Ablehnung. Mehr und mehr kam die Forderung nach Periodizität auf. Außerdem wurden die veralteten Provinziallandtage durch liberale Mehrheit aufgelöst. Wilhelm IV. sah den Vereinigten Landtag nur als Geldbewilligungsmaschine an. So ist es nachzuvollziehen, dass er den Vereinigten Landtag, nachdem dieser ihm keine Staatsanleihe für den Bau einer Ostbahn gewährte, schloss.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Forschungsstand: Die Einleitung umreißt die Bedeutung der Revolution von 1848 und legt den Fokus auf die Quellenarbeit sowie die methodische Vorgehensweise bei der Untersuchung der preußischen Revolutionsereignisse.

2. Überblick über die Situation in Europa: Dieses Kapitel verortet die Revolution in Preußen im europäischen Kontext und identifiziert die sozioökonomischen sowie politischen Ursachen, insbesondere den Pauperismus und das ausbleibende Verfassungsversprechen.

2. 1 Ursachen der Revolution in Preußen: Hier werden die spezifischen preußischen Missstände, wie Hungersnöte und die politische Unzufriedenheit mit dem bürokratischen Absolutismus, detailliert beleuchtet.

3. Verlauf der Revolution in Preußen: Der Hauptteil beschreibt chronologisch die Ereignisse, angefangen bei den ersten Zugeständnissen des Königs über die Barrikadenkämpfe und die Nationalversammlung bis hin zur Konterrevolution und der oktroyierten Verfassung.

4. Ursachen für das Scheitern der Revolution: Das abschließende Kapitel analysiert den Partikularismus und die mangelnde Einigkeit der revolutionären Kräfte als zentrale Gründe für das Scheitern der Erhebung.

Schlüsselwörter

Revolution 1848, Preußen, Friedrich Wilhelm IV., Märzrevolution, Konterrevolution, Pauperismus, Nationalversammlung, Liberalismus, Volkssouveränität, Kamarilla, Verfassungsversprechen, Jodocus Temme, Partikularismus, Preußische Geschichte, Bürgermiliz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Proseminararbeit?

Die Arbeit behandelt die Geschehnisse und Hintergründe der Revolution von 1848 innerhalb des preußischen Staates und deren Einbettung in das europäische Revolutionsjahr.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die sozialen Spannungen, der politische Konflikt zwischen liberalen Forderungen und monarchischem Absolutismus sowie die Rolle der Preußischen Nationalversammlung.

Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit untersucht, wie sich die Revolution in Preußen entwickelte, welche Rolle die unterschiedlichen politischen Lager spielten und warum die revolutionäre Bewegung letztlich scheiterte.

Welche methodische Herangehensweise wird gewählt?

Der Autor nutzt eine quellenkritische Methode, indem er zeitgenössische Augenzeugenberichte (insbesondere von Jodocus Temme) mit moderner Fachliteratur vergleicht und korrigiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf den zeitlichen Ablauf der Revolution, von den ersten Unruhen über den Rücktritt des Ministeriums Camphausen bis hin zur Niederschlagung durch die reaktionären Kräfte unter General Wrangel.

Was sind die charakteristischen Schlüsselwörter der Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Revolution 1848, Preußen, Volkssouveränität, Kamarilla, Verfassungsfrage und Konterrevolution.

Welchen Einfluss hatte die Potsdamer Kamarilla auf den König?

Laut den Quellen war die Kamarilla ein entscheidender konservativer Faktor, der den König gegen liberale Zugeständnisse beeinflusste und die Vorbereitung der Konterrevolution aktiv vorantrieb.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Richters Jodocus Temme?

Temme wird als ein Vorkämpfer der Demokratie innerhalb der Nationalversammlung dargestellt, dessen Berichte einen detaillierten, wenn auch parteiisch geprägten Einblick in die Sicht der radikaldemokratischen Seite geben.

Warum konnte die Revolution laut dem Autor nicht erfolgreich sein?

Die Arbeit nennt als Hauptgrund den deutschen Partikularismus sowie die Zersplitterung der Schauplätze, wodurch den Revolutionären die notwendige Machtbasis und einheitliche Zielstrebigkeit fehlten.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Revolution 1848 in Preußen
Hochschule
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald  (Historisches Institut)
Veranstaltung
Revolution 1848 in Europa
Note
2,0
Autor
Tony Haufe (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
15
Katalognummer
V125230
ISBN (eBook)
9783640308736
ISBN (Buch)
9783640306831
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Revolution Preußen Revolution Europa
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tony Haufe (Autor:in), 2008, Die Revolution 1848 in Preußen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/125230
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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