Italien zeichnet sich in politischer Hinsicht durch Diskontinuität aus. Die Gesellschaft ist gesplittet in Nord- und Süd, Stadt und Land. Doch über allem liegt der Clientelismo. Nur über Beziehungen, in Deutschland oft etwas abfällig „Vitamin-B“ genannt, erreicht man im öffentlichen Leben, im öffentlichen Dienst oder selbst in der Privatwirtschaft einen höheren Posten bzw. überhaupt eine Anstellung. Diese Tendenzen sind je nach Branche und Region unterschiedlich stark ausgeprägt, dennoch sind sie in ganz Italien spür- und greifbar. Aber was ist Clientelismo und wie konnte es zu der beinahe vollständigen Durchdringung der italienischen Gesellschaft mit clientelistischen Strukturen kommen? Diese Hausarbeit soll aufzeigen, wo die Ursprünge des Clientelismo zu finden sind, was er genau bedeutet und wie er sich im Laufe der Jahrtausende entwickelt hat.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Definition Clientelismo
- 3. Entwicklung des Clientelismo in Italien
- 3.1 Antike
- 3.1.1 Römische Republik
- 3.1.2 Römisches Kaiserreich
- 3.2 Mittelalter
- 3.2.1 Nord- und Mittelitalien
- 3.2.2 Mezzogiorno
- 3.3 Neuzeit
- 3.1 Antike
- 4. Fazit und Vergleich
- 4.1 Politische Auswirkungen
- 4.2 Entwicklung
- 5. Literatur
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit untersucht die Ursprünge und die Entwicklung des Clientelismo in Italien. Sie beleuchtet, was Clientelismo bedeutet und wie es zur beinahe vollständigen Durchdringung der italienischen Gesellschaft geführt hat. Die Arbeit verfolgt einen diachronen Ansatz, der die Entwicklung vom Altertum bis in die Neuzeit umfasst und regionale Unterschiede berücksichtigt.
- Definition und Charakteristika von Clientelismo
- Entwicklung des Clientelismo in der römischen Republik und im Kaiserreich
- Regionale Unterschiede in der Entwicklung des Clientelismo (Nord/Süd)
- Auswirkungen des Clientelismo auf die politische Kultur Italiens
- Der Einfluss des Clientelismo auf die italienische Gesellschaft
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1 (Einleitung): Die Einleitung beschreibt die Diskontinuität der italienischen Politik und die weitverbreitete Praxis des Clientelismo, sowie die Forschungsfrage nach den Ursprüngen und der Entwicklung dieses Phänomens.
Kapitel 2 (Definition Clientelismo): Dieses Kapitel definiert Clientelismo als ein informelles Machtverhältnis zwischen Patron und Client, basierend auf gegenseitigem Vorteil, aber ungleicher Ressourcenverteilung. Es wird der ungleiche Tausch von Gefälligkeiten und Dienstleistungen erläutert.
Kapitel 3 (Entwicklung des Clientelismo in Italien): Dieses Kapitel behandelt die Entwicklung des Clientelismo von der Antike bis zur Neuzeit, beginnend mit der römischen Republik und dem Kaiserreich. Es wird auf die soziale Differenzierung im römischen Staat eingegangen und die Rolle des Clientelismo bei der Konsolidierung der Macht im Mittelalter beschrieben. Die unterschiedlichen Entwicklungstendenzen in Nord- und Mittelitalien im Vergleich zum Mezzogiorno werden angesprochen.
Schlüsselwörter
Clientelismo, Patron-Klient-Beziehung, Italien, politische Kultur, soziale Differenzierung, Antike, Mittelalter, Neuzeit, Mezzogiorno, Römische Republik, Römisches Kaiserreich, Machtstrukturen, politische Entwicklung.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet der Begriff „Clientelismo“ im italienischen Kontext?
Clientelismo beschreibt ein informelles Machtverhältnis zwischen einem Patron und einem Klienten, das auf einem ungleichen Tausch von Gefälligkeiten, Schutz und Dienstleistungen basiert.
Wo liegen die antiken Ursprünge des Clientelismo?
Die Wurzeln finden sich in der Römischen Republik und dem Kaiserreich, wo soziale Differenzierung und persönliche Abhängigkeitsverhältnisse zentrale Bestandteile der staatlichen Ordnung waren.
Wie unterscheidet sich der Clientelismo zwischen Nord- und Süditalien?
Während sich im Norden oft städtische Strukturen entwickelten, ist der Mezzogiorno (Süden) historisch stärker durch tief verwurzelte clientelistische Netzwerke geprägt, die bis heute das öffentliche Leben beeinflussen.
Welche Auswirkungen hat Clientelismo auf die politische Kultur Italiens?
Er führt zu einer Durchdringung der Gesellschaft mit „Vitamin-B“-Strukturen, was den Zugang zu Posten im öffentlichen Dienst oder der Privatwirtschaft oft von Beziehungen statt von Qualifikation abhängig macht.
Was ist das Ziel dieser diachronen Untersuchung?
Die Arbeit möchte aufzeigen, wie sich diese Strukturen über Jahrtausende entwickelt haben und warum sie trotz politischer Diskontinuität ein konstantes Merkmal der italienischen Gesellschaft geblieben sind.
- Quote paper
- Patrick Krippendorf (Author), 2005, Clientelismo in Italien - Ursprung und Entwicklung , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/124681