In der folgenden Verschriftlichung wird das Referat „Die erste secessio plebis“ zum Thema „Die römischen Ständekämpfe“ näher erläutert. Historisch sind diese im frühen Rom etwa zur Zeit von 494 v. chr. einzuordnen. Dabei wird näher auf die Frage eingegangen, inwiefern Titus Livius die Geschichtsschreibung zur secessio plebis durch sein Auftreten als einziger Autor beeinflusste. Parallel dazu wurde die These aufgestellt, dass Livius Bericht differenziert betrachtet werden muss, da er der einzige Berichterstatter war. Diese These wird im Folgenden analysiert.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung und Fragestellung
- 2. Historischer Kontext
- 3. Die erste secessio plebis
- 3.1 Begriffserklärung
- 3.2 Ablauf der secessio plebis
- 3.3 Die secessio plebis bei Livius
- 4. Die Fabel von Magen und Gliedern
- 5. Problematik in der Geschichtsschreibung
- 6. Fazit
- 7. Quellen- und Literaturverzeichnis
- 7.1 Quellenverzeichnis
- 7.2 Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der ersten secessio plebis, einem historischen Ereignis im frühen Rom, und untersucht, wie Titus Livius die Geschichtsschreibung dazu beeinflusst hat. Die Arbeit analysiert Livius' Darstellung der secessio plebis und untersucht, ob und wie er als einziger Berichterstatter den Verlauf der Ereignisse prägte.
- Die secessio plebis als Ausdruck des Konflikts zwischen Patriziern und Plebejern
- Die Rolle von Titus Livius als einziger historischer Quelle für die secessio plebis
- Die Problematik der Geschichtsschreibung und die Rekonstruktion von historischen Ereignissen
- Die Bedeutung der secessio plebis für die Entwicklung der römischen Gesellschaft
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1 führt in das Thema der secessio plebis ein und stellt die Fragestellung der Arbeit vor. Kapitel 2 beleuchtet den historischen Kontext der secessio plebis, indem es die sozialen und politischen Strukturen des frühen Roms beschreibt. Kapitel 3 beschäftigt sich mit der secessio plebis selbst, erklärt den Begriff und beschreibt den Ablauf des Ereignisses. Es analysiert auch Livius' Darstellung der secessio plebis und diskutiert seine Rolle als einziger Berichterstatter. Kapitel 4 erklärt die Fabel von Magen und Gliedern, die Livius im Kontext der secessio plebis verwendet. Kapitel 5 diskutiert die Problematik der Geschichtsschreibung und die Herausforderungen bei der Rekonstruktion von historischen Ereignissen.
Schlüsselwörter
Die zentralen Begriffe dieser Arbeit sind secessio plebis, Ständekämpfe, Titus Livius, römische Geschichte, Patrizier, Plebejer, Geschichtsschreibung, Quellenkritik.
Häufig gestellte Fragen
Was war die erste 'secessio plebis'?
Es war ein Auszug der Plebejer aus Rom im Jahr 494 v. Chr., um gegen die Vorherrschaft der Patrizier zu protestieren und politische Rechte einzufordern.
Welche Rolle spielt Titus Livius für dieses Ereignis?
Livius ist die wichtigste (und oft einzige) historische Quelle für den Ablauf der secessio plebis, weshalb seine Darstellung die Geschichtsschreibung maßgeblich geprägt hat.
Was ist die 'Fabel von Magen und Gliedern'?
Es ist eine Gleichniserzählung des Menenius Agrippa, mit der er die Plebejer zur Rückkehr nach Rom bewegen wollte, indem er den Staat als einen Körper darstellte, in dem alle Teile zusammenarbeiten müssen.
Warum muss Livius' Bericht kritisch betrachtet werden?
Da Livius oft die einzige Quelle ist und seine Werke Jahrhunderte nach den Ereignissen entstanden, könnten seine Erzählungen durch seine eigenen Absichten oder spätere Legendenbildung beeinflusst sein.
Was waren die Folgen der ersten secessio plebis?
Die Plebejer erreichten die Einrichtung des Amtes der Volkstribune, die ein Vetorecht gegen Entscheidungen der patrizischen Magistrate besaßen.
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- Lina Kürschner (Author), 2021, Die erste secessio plebis. Beeinflussung der Geschichtsschreibung durch Livius, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1246724