Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage nach einem Fortschritt in den syrisch-israelischen
Friedensbemühungen seit der Gründung des israelischen Staates und damit dem Anfang der
Konflikte zwischen diesen beiden Staaten bis in das Jahr 2006. Die Relevanz der Frage nach
dem Friedensprozess zwischen Syrien und Israel ergibt sich unter anderem mit der
Behauptung, dass ohne Syrien ein Frieden im Nahost-Konflikt nicht zu Stande kommen
könnte, zuletzt aufgestellt vom deutschen Außenminister Frank-Walter Steinmeier (seit 2005)
auf der letzten Nahost-Mission in Jordanien (Dezember 2006). Ziel ist es, mit Hilfe einer
chronologischen Darstellung der bedeutendsten Konflikte und den daraus resultierenden
Friedensgesprächen, unter besonderer Beachtung der Friedensbedingungen und den
jeweiligen politischen Haltungen beider Staaten, nachzuweisen, dass es kaum einen Wandel
im syrisch-israelischen Friedensprozess gab. Die Methode der „Kette“ eignet sich für diese
Art der Veranschaulichung, da sie mir die chronologische Darstellung der Entwicklung in
Etappen ermöglicht. Ich beschreibe im zweiten Kapitel meiner Arbeit die Gründung des
Staates Israel und die daraus entstehenden Konflikte mit Syrien. Dieser Abschnitt dient vor
allem der Veranschaulichung der mit den Konflikten einhergehenden Grenzverschiebungen,
auf die sich beide Staaten im Verlauf ihrer Friedensgespräche immer wieder beziehen. Im
dritten Kapitel wird der Friedensprozess unter dem syrischen Präsidenten Hafez al-Assad
beschrieben. Eine Teilung in zwei Unterpunkte bietet sich an, da es bis 1985 immer noch fast
ausschließlich militärische Konflikte waren, die die politischen Beziehungen zwischen Syrien
und Israel kennzeichnen. Erst in Kapitel 3.2 setzt dann der Friedensprozess ein, der sich bis
zum Jahr 2000 fortschreitend entwickelt. Im darauf folgenden Kapitel (4) beschreibe ich die
Weiterentwicklung des Friedensprozesses unter dem neuen Präsidenten Baschar al-Assad,
bevor ich im Fazit die Ergebnisse dahingehend zusammenfasse, dass es kaum einen Wandel
und damit kaum ein Vorankommen im syrisch-israelischen Konflikt gibt.
Meine Hauptquelle ist Die syrische Aussenpolitik unter Präsident Hafez Assad: Balanceakt
im globalen Umbruch von Martin Stäheli.
Inhaltsverzeichnis
- EINLEITUNG
- SYRIEN UND DIE GRÜNDUNG ISRAELS - DIE KONFLIKTE BIS ZUR BERUFUNG DES SYRISCHEN PRÄSIDENTEN HAFEZ AL-ASSAD 1970
- 1970 BIS 2000 - DIE ENTWICKLUNG DER SYRISCH-ISRAELISCHEN BEZIEHUNGEN UNTER DER PRÄSIDENTSCHAFT VON HAFEZ AL-ASSAD
- Syriens Rolle in der internationalen Ausweitung des Israelkonfliktes bis zum Ende der 1980er Jahre.
- Der Verlauf der syrisch-israelischen Friedensbemühungen von 1985 bis zum Tod des Präsidenten Hafez al-Assad 2000.
- DER FRIEDENSPROZESS UNTER BASCHAR AL-ASSAD BIS 2006.
- FAZIT.
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Frage nach einem Fortschritt in den syrisch-israelischen Friedensbemühungen seit der Gründung des israelischen Staates. Sie analysiert die Konflikte zwischen beiden Staaten bis ins Jahr 2006 und untersucht, ob es in dieser Zeit zu einem Wandel im Friedensprozess kam. Die Relevanz dieser Fragestellung ergibt sich aus der Annahme, dass ohne Syrien ein Frieden im Nahost-Konflikt nicht erreicht werden kann.
- Chronologische Darstellung der bedeutendsten Konflikte zwischen Syrien und Israel
- Analyse der Friedensbedingungen und politischen Haltungen beider Staaten
- Entwicklung des syrisch-israelischen Friedensprozesses unter den Präsidenten Hafez und Baschar al-Assad
- Bewertung des Wandels im syrisch-israelischen Konflikt
Zusammenfassung der Kapitel
- Das erste Kapitel stellt den historischen Kontext der Gründung des Staates Israel und die daraus entstehenden Konflikte mit Syrien dar. Es beleuchtet die Grenzverschiebungen, die im Verlauf der Konflikte entstanden sind und die die späteren Friedensgespräche prägten.
- Das zweite Kapitel fokussiert auf die syrisch-israelischen Beziehungen unter Präsident Hafez al-Assad. Es unterscheidet zwischen den militärischen Konflikten bis 1985 und den sich anschließenden Friedensbemühungen bis zum Jahr 2000.
- Das dritte Kapitel analysiert die Weiterentwicklung des Friedensprozesses unter Präsident Baschar al-Assad.
Schlüsselwörter
Syrisch-israelischer Friedensprozess, Nahost-Konflikt, Golan-Höhen, Hafez al-Assad, Baschar al-Assad, Friedensbedingungen, politische Haltungen, Grenzverschiebungen, militärische Konflikte, Friedensbemühungen.
Häufig gestellte Fragen
Gibt es Fortschritte im syrisch-israelischen Friedensprozess?
Die Arbeit kommt zu dem Fazit, dass es zwischen 1948 und 2006 kaum einen wesentlichen Wandel oder Vorankommen im Friedensprozess gab.
Welche Rolle spielen die Golan-Höhen?
Die Golan-Höhen sind der zentrale territoriale Streitpunkt. Die Grenzverschiebungen seit der Staatsgründung Israels sind ein wiederkehrendes Thema in allen Verhandlungen.
Wie unterschied sich die Politik von Hafez al-Assad zu seinem Sohn Baschar?
Unter Hafez al-Assad (bis 2000) war die Politik von einem Balanceakt im globalen Umbruch geprägt. Baschar al-Assad setzte diese Linie weitgehend fort, ohne den Konflikt zu lösen.
Warum gilt Syrien als Schlüssel für den Frieden im Nahen Osten?
Diplomaten wie Frank-Walter Steinmeier betonten, dass ohne die Einbeziehung Syriens ein dauerhafter Frieden in der Region kaum realisierbar ist.
Wann begannen ernsthafte Friedensbemühungen?
Nach einer Phase rein militärischer Konflikte setzte ein diplomatischer Prozess verstärkt ab 1985 ein, der jedoch bis zum Tod von Hafez al-Assad im Jahr 2000 ohne Durchbruch blieb.
- Quote paper
- Katharina Fülle (Author), 2007, Der syrisch-israelische Friedensprozess im Wandel?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/124541