In der Hausarbeit werden als Einstieg die Grundaussagen der prominentesten Vertreter*innen Postkolonialer Theorien Edward W. Said, Gayatri C. Spivak und Homi K. Bhabha dargelegt. Sieben der Autor*innen - ausgewählt nach ihren Werken und unterschiedlichen Genres - die nicht in den Kanon der Postkolonialen Theorien aufgenommen wurden, werden im zweiten Teil der Hausarbeit zu dem Kaleidoskop an Erfahrungen, Erkenntnissen und Visionen zum Thema „Postkolonialismus“ beitragen.
Davor werden die Stereotype über Schwarze und Weiße, die Legitimation für die Kolonisierung und Missionierung der Welt und eine Basis von Rassismus wie auch des Verharrens in der Opferrolle sind, sowie die Erkenntnis aus der komparatistischen Imagologie dargestellt, dass Fremdwahrnehmung nur ein projizierter Ausdruck der verdrängten Anteile in der Selbstwahrnehmung ist, in die Diskussion aufgenommen - eine Erkenntnis, die, wenn aufgegriffen und umgesetzt, die Welt sofort von Grund auf ändern könnte. Die Hausarbeit soll zeigen, wie viel komplexer das „Postkoloniale“ ist und die Lösung gerade darin bestehen kann, aus der Binarität von Nord und Süd und ihrer Untersuchung herauszutreten.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Postkolonialismus
- Begriffsbestimmung
- Postkoloniale Theorien
- Edward W. Said: Konstruktion eines abwertenden Bildes vom Orient zur Aufwertung der eigenen Identität des Westens
- Komparatistische Imagologie
- The Empire Writes Back: Abgrenzung, Kampf oder Transformation.......
- Schluss...........
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit befasst sich mit dem Thema Postkolonialismus aus kulturwissenschaftlicher Sicht. Sie analysiert kritisch den Begriff „Postkolonialismus“ und beleuchtet die Hintergründe, Auswirkungen und Herausforderungen, die sich aus der kolonialen Vergangenheit ergeben. Dabei werden die Werke von Autor*innen afrikanischer Herkunft in den Fokus gerückt und aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet.
- Kritik am Begriff „Postkolonialismus“ und seine implizierte Geschichtslosigkeit
- Analyse der Stereotype und Vorurteile, die mit der kolonialen Vergangenheit verbunden sind
- Die Rolle des Eurozentrismus in der wissenschaftlichen Betrachtung von Kultur und Geschichte
- Die Bedeutung des „Empire Writes Back“ und die Suche nach neuen Formen der Begegnung
- Die Bedeutung der Komparatistischen Imagologie für das Verständnis von Fremdwahrnehmung
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Einleitung stellt die Thematik der Hausarbeit vor und beleuchtet die Problematik des Begriffs „Postkolonialismus“. Sie zeigt, wie der Begriff die Komplexität der Geschichte und die Herausforderungen der Gegenwart nicht vollständig erfassen kann.
Postkolonialismus
Dieses Kapitel befasst sich mit der Begriffsbestimmung des Postkolonialismus. Verschiedene Definitionen werden vorgestellt und kritisch beleuchtet. Es wird deutlich, dass der Begriff nicht einheitlich definiert ist und unterschiedliche Perspektiven auf den Postkolonialismus widerspiegeln.
Komparatistische Imagologie
Das Kapitel thematisiert die komparatistische Imagologie und ihre Bedeutung für das Verständnis von Fremdwahrnehmung. Es wird gezeigt, wie die eigene Selbstwahrnehmung die Wahrnehmung anderer Kulturen beeinflusst.
Schlüsselwörter
Postkolonialismus, Eurozentrismus, Stereotype, Rassismus, Komparatistische Imagologie, Fremdwahrnehmung, Kulturwissenschaft, afrikanische Literatur, Empire Writes Back, Dekolonisierung, Identität, Geschichte.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die Kernpunkte postkolonialer Theorien?
Die Arbeit beleuchtet Ansätze von Edward Said (Orientalismus), Gayatri Spivak und Homi Bhabha zur Dekonstruktion kolonialer Machtstrukturen.
Warum wird der Begriff „Postkolonialismus“ kritisiert?
Die Kritik richtet sich gegen eine mögliche Geschichtslosigkeit und die Gefahr, in einer Binarität von Nord und Süd verhaftet zu bleiben.
Was ist komparatistische Imagologie?
Es ist die Erkenntnis, dass Fremdwahrnehmung oft nur ein projizierter Ausdruck verdrängter Anteile der eigenen Selbstwahrnehmung ist.
Was bedeutet der Slogan „The Empire Writes Back“?
Er beschreibt den Prozess, in dem ehemals kolonisierte Völker ihre eigene Geschichte und Identität durch Literatur und Theorie zurückfordern.
Welche Rolle spielen Stereotype in der Kolonisierung?
Stereotype dienten als Legitimation für Missionierung und Rassismus, indem sie ein abwertendes Bild des „Anderen“ konstruierten.
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- Beate Helm (Author), 2022, Abgrenzung, Kampf oder Transformation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1245257