In folgender Arbeit sollen die Gründe des Konflikts untersucht und die möglichen Intentionen der beiden Frauen, einander zu bekämpfen, beleuchtet werden, sowie die Machtverhältnisse in den verschiedenen Regentschaftsphasen zwischen Kleopatra II. und Kleopatra III deutlich gemacht werden.
"Einen so schmachvollen Tod hatte sie wahrlich verdient, hatte sie doch ihre eigene Mutter aus dem Ehebett verdrängt“ schreibt Justin in seiner Beurteilung des Lebens von Kleopatra III und deutet damit einen Konflikt an, der einen großen Teil des Lebens sowohl von Kleopatra III als auch ihrer Mutter, Kleopatra II, prägte. In der Literatur wird zumeist der Konflikt zwischen Ptolemaios VIII und seiner Schwester Kleopatra II fokussiert, doch verursachte und verstärkte eben dieser auch den Konflikt zwischen Mutter und Tochter, der noch nach dem Tod ihres beider Ehemannes ausgetragen wurde.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die Königin und die Prinzessin – Kleopatra II. und III. von 145-142 v. Chr.
- Die beiden Königsgemahlinnen – Kleopatra II. und III. von 142-132 v. Chr.
- Frauen als Souverän und Göttin – Kleopatra II. und III. von 132-124 v. Chr.
- Zwischen Einheit und Konflikt – Kleopatra II. und III. von 124-116 v. Chr.
- Konkurrentinnen um die Herrschaft – Kleopatra II. und III. von 116-115 v. Chr.
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit dem Konflikt zwischen Kleopatra II. und Kleopatra III., die sich nach dem Tod ihres gemeinsamen Ehemannes Ptolemaios VI. um die Macht in Ägypten stritten. Sie untersucht die Ursachen und Hintergründe des Konflikts, beleuchtet die Intentionen der beiden Frauen und analysiert die Machtverhältnisse in den verschiedenen Phasen ihrer Regentschaft. Besonderes Augenmerk wird auf die verschiedenen Phasen des Konflikts gelegt, beginnend mit dem Ursprung, dem Moment, in dem Mutter und Tochter zu Konkurrentinnen wurden, bis hin zum Tod Kleopatras II.
- Die Entstehung des Konflikts zwischen Kleopatra II. und III.
- Die Rolle der beiden Frauen in der Regentschaft Ptolemaios VIII.
- Die Machtverhältnisse zwischen Mutter und Tochter in den verschiedenen Phasen des Konflikts
- Der Einfluss von Priestern und Kulten auf die politische Situation
- Die Bedeutung von literarischen Quellen und Papyri für die Analyse des Konflikts
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die den Konflikt zwischen Kleopatra II. und III. in seinen historischen Kontext einordnet und die wissenschaftliche Relevanz des Themas beleuchtet. Das zweite Kapitel analysiert die Situation nach dem Tod von Ptolemaios VI., die zur Heirat Kleopatras III. mit ihrem Onkel, Ptolemaios VIII., führte. Das dritte Kapitel beleuchtet die gemeinsame Herrschaft von Kleopatra II., Kleopatra III. und Ptolemaios VIII. während der Jahre 142 bis 132 v. Chr. Die Arbeit geht dann auf die Phasen des offenen militärischen Konflikts zwischen Ptolemaios VIII. und Kleopatra II. zwischen 132 und 124 v. Chr. ein.
Schlüsselwörter
Kleopatra II., Kleopatra III., Ptolemaios VIII., Ägypten, Konflikt, Macht, Herrschaft, Ptolemäer, Dynastie, Priestern, Kult, Literatur, Papyri, Quellenanalyse.
Häufig gestellte Fragen
Wer waren Kleopatra II. und Kleopatra III.?
Es handelt sich um Mutter (Kleopatra II.) und Tochter (Kleopatra III.), die beide als Königinnen im ptolemäischen Ägypten herrschten und in einen langjährigen Machtkonflikt verwickelt waren.
Was war die Ursache für den Konflikt zwischen Mutter und Tochter?
Der Konflikt entbrannte vor allem durch die Heirat Kleopatras III. mit ihrem Onkel Ptolemaios VIII., der zuvor bereits mit ihrer Mutter Kleopatra II. verheiratet war.
Wie sahen die Machtverhältnisse im ptolemäischen Ägypten aus?
Die Macht war oft zwischen mehreren Familienmitgliedern geteilt, was zu instabilen Regentschaftsphasen und bürgerkriegsähnlichen Zuständen führte.
Welche Rolle spielten Priester in diesem politischen Konflikt?
Priester und Kulte waren wichtige Machtfaktoren; die Unterstützung der ägyptischen Priesterschaft war entscheidend für die Legitimation der ptolemäischen Herrscher.
Welche Quellen belegen diesen historischen Konflikt?
Die Analyse stützt sich auf literarische Quellen antiker Autoren (wie Justin) sowie auf zeitgenössische Papyri, die Einblicke in die Verwaltung und Politik jener Zeit geben.
Kam es jemals zu einem Kompromiss zwischen den beiden Königinnen?
Ja, es gab Phasen der gemeinsamen Regentschaft (z.B. zwischen 124 und 116 v. Chr.), in denen trotz der Rivalität eine instabile Einheit gewahrt wurde.
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- Deborah Rohne (Author), 2019, Mutter und Tochter. Kleopatra II. und Kleopatra III.: Zwei Königinnen zwischen Konflikt und Kompromiss, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1244522