Die These der vorliegenden Arbeit ist, dass kletterspezifische Anfängeranforderungen mit psychologischen Phänomenen aus dem Hochleistungsbereich anderer Disziplinen vergleichbar sind, welche die Leistung der Sportler oftmals negativ beeinflussen. Daher ist das Ziel dieser Arbeit, ein Trainingskonzept zu erstellen, das effektiv spezifische motorische Lernprozesse im Anfängertraining mental unterstützt. Am Anfang der Untersuchung steht ein kurzer Themen- und Begriffsüberblick, der einen Einstieg in das Thema „mentales Training“ bietet. Da das Thema sehr umfangreich ist, wird es anhand von aktuellen sportwissenschaftlichen Untersuchungen eingegrenzt und auf ein mögliches mentales Sportklettertraining übertragen. Dabei soll geprüft werden, welche Trainingsformen für Anfänger geeignet sein könnten. Auf Basis dieser Erkenntnisse werden dann drei spezifische Trainingseinheiten für Anfänger entworfen, die so durchgeführt und weiterentwickelt werden könnten.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Einleitung
- 2 Informationen zum Klettern
- 2.1 Beschreibung der Sportart
- 2.2 Sportklettern
- 2.3 Anforderungsprofil für Anfänger
- 2.4 Klettern als Schulsport?
- 3 Definition und Begriffsklärung des mentalen Trainings
- 3.1 Kognitive Fertigkeiten im Sport
- 3.2 Die Wirkung mentalen Trainings
- 3.3 Die verschiedenen Formen des mentalen Trainings
- 3.3.1 Subvokales Training
- 3.3.2 Verdecktes Wahrnehmungstraining
- 3.3.3 Ideomotorisches Training
- 4 Untersuchungen zur Effektivität von mentalem Training
- 4.1 Verdecktes Wahrnehmungstraining oder ideomotorisches Training?
- 5 Hinweise zur Durchführung von mentalem Training
- 5.1 Mentales Training üben:
- 5.2 Psychisches Warming Up:
- 5.3 Mentales Training innerhalb einer sportmotorischen Trainingseinheit
- 5.4 Mentale Nachbereitung einer Trainingseinheit
- 6 Mentales Trainingsbeispiel für Anfänger
- 6.1 Erste Trainingseinheit:
- 6.1.1 Sichern lernen und ausprobieren
- 6.1.2 Mentales Üben
- 6.2 Zweite Trainingseinheit
- 6.2.1 Psychisches Warming Up
- 6.2.2 Mentales Üben und Klettern
- 6.3 Dritte Trainingseinheit
- 6.3.1 Ausführungsorientierungen erarbeiten
- 6.3.2 Bewegungsgefühl sensomotorisch erarbeiten
- 6.3.3 Bewegung mit Knetmasse nachgestalten
- 6.3.4 Motorisches Training mit Hilfe der Videoanalyse
- 6.1 Erste Trainingseinheit:
- 7 Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit zielt darauf ab, ein mentales Trainingsprogramm für Kletteranfänger zu entwickeln, das den Einstieg in den Klettersport erleichtert und motorische Lernprozesse unterstützt. Es wird untersucht, inwiefern mentale Trainingsmethoden, die im Leistungssport üblich sind, auch für Anfänger geeignet sind und wie diese effektiv in das Training integriert werden können.
- Anforderungen des Kletterns für Anfänger
- Effektivität von mentalem Training im motorischen Lernprozess
- Geeignete Methoden des mentalen Trainings für Anfänger
- Integration von mentalem Training in den Kletterunterricht
- Entwicklung eines konkreten Trainingsplans für Anfänger
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1 führt in die Thematik ein und beschreibt die Ausgangshypothese. Kapitel 2 bietet einen Überblick über die Sportart Klettern, ihre verschiedenen Formen und die spezifischen Anforderungen für Anfänger. Kapitel 3 definiert mentales Training und erläutert verschiedene Trainingsmethoden. Kapitel 4 fasst relevante Studien zur Effektivität mentalen Trainings zusammen und diskutiert unterschiedliche Ansätze. Kapitel 5 beschreibt praktische Hinweise zur Durchführung von mentalem Training. Kapitel 6 präsentiert ein detailliertes Beispiel für ein dreiteiliges mentales Trainingsprogramm für Kletteranfänger, das verschiedene Techniken integriert.
Schlüsselwörter
Mentales Training, Klettern, Anfängertraining, motorischer Lernprozess, kognitive Fertigkeiten, Bewegungsvorstellung, ideomotorisches Training, verdecktes Wahrnehmungstraining, Feldenkraismethode, Sportpsychologie.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Ziel des mentalen Trainings für Kletteranfänger?
Das Ziel ist es, motorische Lernprozesse effektiv zu unterstützen und psychologische Barrieren, die Anfänger oft am Leistungsfortschritt hindern, durch gezielte mentale Techniken abzubauen.
Welche Formen des mentalen Trainings werden unterschieden?
Es wird zwischen subvokalem Training (Selbstgespräch), verdecktem Wahrnehmungstraining (Beobachtung) und ideomotorischem Training (Vorstellung von Bewegungsabläufen) unterschieden.
Warum ist mentales Training auch für Anfänger sinnvoll?
Anfänger stehen oft vor ähnlichen psychischen Herausforderungen wie Profisportler, etwa Angst oder Koordinationsschwierigkeiten. Mentales Training hilft, Bewegungsabläufe schneller zu verinnerlichen und Sicherheit zu gewinnen.
Was beinhaltet das "psychische Warming Up"?
Das psychische Warming Up bereitet den Sportler mental auf die bevorstehende Belastung vor, fördert die Konzentration und hilft dabei, die Aufmerksamkeit auf die korrekte Bewegungsausführung zu lenken.
Wie kann Videoanalyse im Klettertraining eingesetzt werden?
Die Videoanalyse dient dazu, die eigene Bewegung mit der idealen Vorstellung abzugleichen. Dies unterstützt das sensomotorische Lernen und hilft Anfängern, Fehler in der Technik visuell zu erkennen und zu korrigieren.
Was ist ideomotorisches Training?
Beim ideomotorischen Training stellt sich der Sportler eine Bewegung so intensiv vor, dass minimale Muskelimpulse ausgelöst werden, was das Abspeichern von Bewegungsmustern im Gehirn beschleunigt.
- Arbeit zitieren
- Henry Kirsten (Autor:in), 2006, Mentales Training für Kletteranfänger, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/124406