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Die Lobbyismus-Strategie der Automobillobby. Das Beispiel Europäischer Green Deal

Titel: Die Lobbyismus-Strategie der Automobillobby. Das Beispiel Europäischer Green Deal

Bachelorarbeit , 2021 , 77 Seiten , Note: 1.7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

BWL - Wirtschaftspolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie die Lobbyismus-Strategie der Automobillobby am Beispiel des Europäischen Green Deals aussieht.

Als Erstes folgt eine Definition des Lobbyismus-Begriffs. Dies schafft einen Gesamtüberblick über die thematische Dimension des Themas. Zudem werden die Akteure des Lobbyings in der Europäischen Union dargestellt - angefangen mit Verbandsakteuren und endend mit politischen Amtsträgern.

Damit wird die Charakteristika und Bedeutung der jeweiligen Lobbyingakteure im Interessenvertretungsprozess der EU aufgezeigt. Daher werden außerdem die relevantesten Akteure des Automobil-Lobbyings skizziert werden.

Darauf aufbauend wird ein Überblick über den Werkzeugkasten der Lobbyisten in der EU gegeben. Dieser impliziert insbesondere die Instrumente und Strategien des Lobbyings. Darüber hinaus wird das Handeln der Lobbyingakteure der Automobilindustrie theoretisch eingeordnet, weshalb ein Bezug auf die jeweiligen Tauschtheorien von Binderkrantz & Co, Klüver und Bouwen genommen wird und im späteren Verlauf der Arbeit das Lobbying in Bezug auf den Green Deal am Beispiel des Policy-Zyklus angewendet wird.

Da sich das Handeln des Experten und der Automobillobby im Rahmen der Europäischen Union und dessen Gesetzgebung vollzieht, wird ein Überblick über die relevantesten EU-Institutionen und dessen Gesetzgebungsmechanismen erfolgen. Insbesondere das Ordentliche Gesetzgebungsverfahren wird im Blickpunkt stehen.

Folglich beinhaltet die Forschungsarbeit auch einen praktischen Teil. Deshalb findet im Zuge der Beantwortung der Forschungsfrage ein Experteninterview statt, welches methodisch anhand der inhaltlich-strukturierenden Inhaltsanalyse nach Kuckartz verortet und ausgewertet wird.

Final findet eine Einordnung der festgestellten Erkenntnisse aus dem Interview im Einklang mit der Theorie statt, sodass ein Gesamtüberblick über die angewendeten Lobbyingstrategien der Automobillobby in der EU am Beispiel des EU-Green Deals gegeben werden kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung und Relevanz der Fragestellung

1.2 Aufbau der Forschungsarbeit

1.3 Forschungsstand

2. Lobbyismus – eine spezielle Form der Interessenvertretung

2.1 Die Akteure des Lobbyings in der Europäischen Union

2.1.1 Verbände

2.1.1.1 Nichtregierungsorganisationen

2.1.2 Unternehmen

2.1.3 Politische Amtsträger

2.2 Die Instrumente des lobbyistischen Handelns

2.3 Die Strategien der lobbyistischen Einflussnahme

2.3.1 Inside-Lobbying & Outside-Lobbying

2.3.2 Multi-Voice-Lobbying

2.3.3 Druckstrategien

2.4 Die Akteure des EU-Lobbyings in der Automobilindustrie

2.4.1 ACEA

2.4.2 BusinessEurope

2.4.3 Volkswagen

3. Die Europäische Union & die Funktionsweise der EU-Gesetzgebung

3.1 Die Akteure der EU-Gesetzgebung

3.1.1 Europäisches Parlament

3.1.2 Der Rat der Europäischen Union

3.1.3 Europäische Kommission

3.2 Das Ordentliche Gesetzgebungsverfahren

3.2.1 Das Konsultationsverfahren

3.3 Die Dimensionen des EU-Rechts

3.3.1 Das Primär- und Sekundärrecht

4. Der Europäische Grüne Deal

4.1 Das Policy-Cycle Modell am Beispiel des Green Deals

5. Theorie

5.1 Die Austauschtheorie politisch wertvoller Güter

5.2 Methodik

6. Darstellung der Ergebnisse des Experteninterviews

6.1 Instrumente des Lobbyings

6.1.1 Sammeln, Aufbereiten und Weitergeben von Information

6.1.2 Nutzung öffentlicher Kanäle

6.1.3 Koalitionsbildung

6.1.4 Politisches Agenda Setting

6.2 Strategien des Lobbyings

6.2.1 Kollektives Lobbying

6.2.2 Inside Lobbying

6.2.3 Unternehmensstrategie

6.2.4 Transnationale Strategien

6.2.5 Nationale Strategien

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Bachelorarbeit untersucht die Lobbyismus-Strategien der Automobilindustrie auf EU-Ebene, insbesondere im Kontext der Umsetzung des Europäischen Grünen Deals. Ziel ist es, durch die Analyse von Experteninterviews aufzuzeigen, wie Automobilkonzerne und Wirtschaftsverbände versuchen, politische Entscheidungsprozesse in Brüssel durch spezifische Instrumente und Strategien zu beeinflussen.

  • Analyse der Lobby-Strukturen der EU
  • Untersuchung der Akteure (ACEA, BusinessEurope, Volkswagen)
  • Anwendung des Policy-Cycle Modells auf den EU-Green Deal
  • Qualitative Auswertung von Experteninterviews zur Lobbyarbeit
  • Theoretische Fundierung durch die Austauschtheorie

Auszug aus dem Buch

1.1 Problemstellung und Relevanz der Fragestellung

In der öffentlichen Wahrnehmung sind Lobbyisten und die damit verbundene Tätigkeit des Lobbyings, ein zumeist negativ konnotiertes Tätigkeitsfeld. Die mediale Außendarstellung des Lobbyismus ist gekennzeichnet durch Intrigen, Machtkämpfe oder vermeintlich unethische Einflussnahme auf Entscheidungsträger durch Unterwanderung der Gesetzeslage oder korrumpierende Maßnahmen.

Trotz des scheinbar negativen Images des Lobbyings geht der Trend kontinuierlich in Richtung einer immer stärker werdenden Rolle des Lobbyings als Teil der politischen Kultur in der EU. So ist Brüssel nach Washington, die Stadt mit den zweitmeisten Lobbyisten auf der Welt. In der Folge platzieren viele nationale oder transnationale Unternehmen Außenbüros in der EU oder vereinigen sich in Unternehmensverbänden, um ihre Stimme im EU-Gesetzgebungsprozess effizienter einzubringen.

So auch die Automobilindustrie, die sich mit dem Automobilherstellerverband ACEA zu den zehn ausgabestärksten EU-Verbänden zählen darf. Demnach verkörpert ACEA ein wichtiges Sprachrohr der Automobilindustrie in der EU ab, das stellvertretend für die Belange und Sorgen der Automobilindustrie eintritt. Eine neusten Belange der Automobilindustrie stellt dabei der Europäische Grüne Deal dar. Die Europäische Union bezweckt mit der Implementation des EU-Grean Deals eine Veränderung der europäischen Wirtschaft von einer klimabelastenden Wirtschaft zu einer ökologisch-nachhaltigen Wirtschaft.

Diese geplanten Maßnahmen stellen die Automobilwirtschaft vor enorme Herausforderungen, da die Fahrzeugindustrie über Jahrzehnte auf rohstoffbasierende Motoren setzte und nun in Folge des Grean Deals, Rohstoffmotoren durch die Elektromobilität ersetzen muss. Dieser politische Wendepunkt bedeutet insbesondere, dass die Automobilindustrie enorme wirtschaftliche Investitionen in Kauf nehmen müsste, um zum Jahr 2050 eine Emissionsneutralität in Europa herstellen zu können. Um zu verstehen, wie die Automobilindustrie den Europäischen Grünen Deal einschätzt und inwiefern dieser den Interessen der Automobillobby widerspricht, befasst diese Arbeit mit der Lobbyingstrategie der Automobilindustrie in Bezug auf die Maßnahmen des EU-Grean Deals.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die Problemstellung und die Relevanz des Lobbyismus im Kontext des Europäischen Grünen Deals und legt den Aufbau der Arbeit dar.

2. Lobbyismus – eine spezielle Form der Interessenvertretung: Definiert den Begriff Lobbying, stellt die zentralen Akteure vor und analysiert Instrumente sowie Strategien der Einflussnahme.

3. Die Europäische Union & die Funktionsweise der EU-Gesetzgebung: Erläutert die institutionellen Akteure der EU und das ordentliche Gesetzgebungsverfahren, um den Rahmen für politische Prozesse zu schaffen.

4. Der Europäische Grüne Deal: Analysiert den Green Deal als handlungsleitendes politisches Programm und ordnet diesen in das Policy-Cycle Modell ein.

5. Theorie: Führt die Austauschtheorie als zentrales Analysekonzept für die Interaktion zwischen Interessenvertretern und politischen Akteuren ein.

6. Darstellung der Ergebnisse des Experteninterviews: Präsentiert die empirischen Daten aus dem Experteninterview, strukturiert nach den zuvor entwickelten Kategorien.

7. Fazit: Fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Lobbyingstrategie der Automobilindustrie im Hinblick auf den Green Deal.

Schlüsselwörter

Lobbyismus, Europäische Union, Automobilindustrie, Europäischer Grüner Deal, Interessenvertretung, Policy-Cycle Modell, Austauschtheorie, ACEA, Volkswagen, Gesetzgebungsverfahren, Experteninterview, Interessenverbände, Inside-Lobbying, Multi-Voice-Lobbying, Politische Strategie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Strategien, mit denen Interessenvertreter der Automobilindustrie versuchen, politischen Einfluss auf die Gesetzgebungsprozesse der Europäischen Union auszuüben, insbesondere im Hinblick auf den Europäischen Grünen Deal.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Das Spektrum reicht von der Definition des Lobbyismus über die Funktionsweise der EU-Institutionen bis hin zu spezifischen Methoden wie Inside-Lobbying, Kollektivem Lobbying und der Instrumentalisierung öffentlicher Kanäle.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, ein detailliertes Verständnis für die Lobbyarbeit der Automobilbranche zu entwickeln und zu evaluieren, wie und mit welchen Argumenten diese auf die strengen Klimaziele der EU (Grean Deal) reagiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine qualitative Studie, die auf einem Experteninterview mit einem Vertreter der Automobillobby basiert und dieses mittels der inhaltlich strukturierenden Inhaltsanalyse nach Kuckartz methodisch auswertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufbereitung (u.a. Austauschtheorie), die Darstellung des regulatorischen Rahmens der EU und die empirische Analyse der Lobbyingstrategien anhand des Policy-Cycle Modells.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Lobbying, Interessensaggregation, EU-Gesetzgebung, Transparenzregister, Policy-Cycle und strategische Koalitionsbildung charakterisiert.

Warum ist die Unterscheidung zwischen "Inside-Lobbying" und "Outside-Lobbying" für die Arbeit wichtig?

Die Unterscheidung hilft zu verstehen, ob Akteure den direkten Zugang zu politischen Entscheidungsträgern suchen (Inside) oder versuchen, durch öffentliche Meinung und Druck von außen (Outside) Einfluss zu nehmen, wobei die Automobillobby primär kooperative "Inside"-Strategien bevorzugt.

Welche Rolle spielen Verbände wie der ACEA in der Strategie der Automobilindustrie?

Verbände dienen als zentrale Bündelungsinstrumente, um gemeinsame industrielle Interessen auf europäischer Ebene zu artikulieren und durch eine abgestimmte "Multi-Voice"-Strategie mehr politisches Gewicht zu erzeugen.

Ende der Leseprobe aus 77 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Lobbyismus-Strategie der Automobillobby. Das Beispiel Europäischer Green Deal
Hochschule
Universität Duisburg-Essen
Note
1.7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
77
Katalognummer
V1243203
ISBN (PDF)
9783346685506
ISBN (Buch)
9783346685513
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Lobbyismus EU Europäische Union Green Deal EU-Green Deal Automobillobby Automobil Lobby Lobbying Lobbying Strategien VW Audi Verbände Autoverband NGO NGOs Inside-Lobbying Outside-Lobbying Multi-Voice-Lobbying ACEA BusinessEurope EU-Gesetzgebung EU Parlament Ordentliches Gesetzgebungsverfahren Primärrecht Sekundärrecht Policy Cycle Austauschtheorie politisch wertvoller Güter Experteninterviews Instrumente des Lobbyings Strategien des Lobbyings
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2021, Die Lobbyismus-Strategie der Automobillobby. Das Beispiel Europäischer Green Deal, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1243203
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Leseprobe aus  77  Seiten
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