Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie die Lobbyismus-Strategie der Automobillobby am Beispiel des Europäischen Green Deals aussieht.
Als Erstes folgt eine Definition des Lobbyismus-Begriffs. Dies schafft einen Gesamtüberblick über die thematische Dimension des Themas. Zudem werden die Akteure des Lobbyings in der Europäischen Union dargestellt - angefangen mit Verbandsakteuren und endend mit politischen Amtsträgern.
Damit wird die Charakteristika und Bedeutung der jeweiligen Lobbyingakteure im Interessenvertretungsprozess der EU aufgezeigt. Daher werden außerdem die relevantesten Akteure des Automobil-Lobbyings skizziert werden.
Darauf aufbauend wird ein Überblick über den Werkzeugkasten der Lobbyisten in der EU gegeben. Dieser impliziert insbesondere die Instrumente und Strategien des Lobbyings. Darüber hinaus wird das Handeln der Lobbyingakteure der Automobilindustrie theoretisch eingeordnet, weshalb ein Bezug auf die jeweiligen Tauschtheorien von Binderkrantz & Co, Klüver und Bouwen genommen wird und im späteren Verlauf der Arbeit das Lobbying in Bezug auf den Green Deal am Beispiel des Policy-Zyklus angewendet wird.
Da sich das Handeln des Experten und der Automobillobby im Rahmen der Europäischen Union und dessen Gesetzgebung vollzieht, wird ein Überblick über die relevantesten EU-Institutionen und dessen Gesetzgebungsmechanismen erfolgen. Insbesondere das Ordentliche Gesetzgebungsverfahren wird im Blickpunkt stehen.
Folglich beinhaltet die Forschungsarbeit auch einen praktischen Teil. Deshalb findet im Zuge der Beantwortung der Forschungsfrage ein Experteninterview statt, welches methodisch anhand der inhaltlich-strukturierenden Inhaltsanalyse nach Kuckartz verortet und ausgewertet wird.
Final findet eine Einordnung der festgestellten Erkenntnisse aus dem Interview im Einklang mit der Theorie statt, sodass ein Gesamtüberblick über die angewendeten Lobbyingstrategien der Automobillobby in der EU am Beispiel des EU-Green Deals gegeben werden kann.
Inhaltsverzeichnis
Abkurzungsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Relevanz der Fragestellung
1.2 Aufbau der Forschungsarbeit
1.3 Forschungsstand
2. Lobbyismus - eine spezielle Form der Interessenvertretung
2.1 Die Akteure des Lobbyings in der Europaischen Union
2.1.1 Verbande
2.1.1.1 Nichtregierungsorganisationen
2.1.2 Unternehmen
2.1.3 Politische Amtstrager
2.2 Die Instrumente des lobbyistischen Handelns
2.3 Die Strategien der lobbyistischen Einflussnahme ...Fehler! Textmarke nicht definiert.
2.3.1 Inside-Lobbying & Outside-Lobbying
2.3.2 Multi-Voice-Lobbying
2.3.3 Druckstrategien
2.4 Die Akteure des EU-Lobbyings in der Automobilindustrie
2.4.1 ACEA
2.4.2 Busi nessEu rope
2.4.3 Volkswagen
3. Die Europaische Union & die Funktionsweise der EU-Gesetzgebung
3.1 Die Akteure der EU-Gesetzgebung
3.1.1 Europaisches Parlament
3.1.2 Der Rat der Europaischen Union
3.1.3 Europaische Kommission
3.2 Das Ordentliche Gesetzgebungsverfahren
3.2.1 Das Konsultationsverfahren
3.3 Die Dimensionen des EU-Rechts
3.3.1 Das Primar- und Sekundarrecht
4. Der Europaische Griine Deal
4.1 Das Policy-Cycle Modell am Beispiel des Green Deals
5. Theorie
5.1 Die Austauschtheorie politisch wertvoller Guter
5.2 Methodik
6. Darstellung der Ergebnisse des Experteninterviews
6.1 Instrumente des Lobbyings
6.1.1 Sammeln, Aufbereiten und Weitergeben von Information
6.1.2 Nutzung offentlicher Kanale
6.1.3 Koalitionsbildung
6.1.4 Politisches Agenda Setting
6.2 Strategien des Lobbyings
6.2.1 Kollektives Lobbying
6.2.2 Inside Lobbying
6.2.3 Unternehmensstrategie
6.2.4 Transnationale Strategien
6.2.5 Nationale Strategien
7. Fazit
Literaturverzeichnis
Anhang
Häufig gestellte Fragen
Wie beeinflusst die Automobillobby den Europäischen Green Deal?
Die Lobby nutzt Strategien wie Inside- und Outside-Lobbying sowie Multi-Voice-Lobbying, um Einfluss auf die Gesetzgebung der EU-Institutionen zu nehmen.
Was ist der Unterschied zwischen Inside- und Outside-Lobbying?
Inside-Lobbying bezeichnet den direkten Kontakt zu politischen Amtsträgern, während Outside-Lobbying versucht, über die öffentliche Meinung und Medien Druck auf die Politik auszuüben.
Welche Akteure sind im EU-Automobil-Lobbying zentral?
Wichtige Akteure sind Verbände wie der ACEA (European Automobile Manufacturers' Association) sowie große Unternehmen wie Volkswagen und branchenübergreifende Organisationen wie BusinessEurope.
Was besagt die Austauschtheorie politisch wertvoller Güter?
Die Theorie geht davon aus, dass Lobbyisten Politikern wertvolle Informationen und Fachwissen zur Verfügung stellen und im Gegenzug Einfluss auf politische Entscheidungen erhalten.
Welches Gesetzgebungsverfahren ist für die Automobillobby besonders wichtig?
Im Fokus steht das Ordentliche Gesetzgebungsverfahren der EU, bei dem Europäisches Parlament, Rat und Kommission zusammenwirken.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2021, Die Lobbyismus-Strategie der Automobillobby. Das Beispiel Europäischer Green Deal, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1243203