In diesem Projekt soll der institutionelle Charakter des Nachmittagtalkshow-Gesprächs näher beleuchtet werden, indem die Verwendung von Scherzen in einem solchen Gespräch untersucht wird.
Als Datenmaterialhabe ich eine Sendung der an jedem Werktag auf Pro 7 ausgestrahltenTalkshow „Hans Meiser“ gewählt. Die Daten wurden unter folgenden übergreifenden Fragestellungen betrachtet: Auf welche Art und Weise und an welchen Stellen wird gescherzt? Lassen sich sequentielle Strukturen erkennen? Welche Funktion hat das Scherzen? Inwiefern ist anzunehmen, daß der Kontext eine Rolle spielt bzw., dass die Verwendung von Scherzen institutionellen Charakter trägt?
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung und Problemformulierung
- Methodenwahl und theoretischer Rahmen
- Methodenwahl
- Gespräch im institutionellen Rahmen
- Scherzen und Macht
- Datenkollektion
- Das Datenmaterial
- Das Transkript
- Die Sendung
- Das Thema
- Gesprächsteilnehmer
- Analyse
- Gesamteindruck
- "style shifting"
- "style shifting" während einer Gesprächsphase
- "style shifting" in Introduktionsphasen
- Wir-Gemeinschaft und Distanzierung
- Suche nach Verbündeten (Moderator)
- Suche nach Verbündeten (Gäste)
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Projektarbeit untersucht den institutionellen Charakter von Nachmittagstalkshows und die Rolle von Scherzen in diesen Gesprächen. Die Analyse fokussiert auf eine Sendung der Talkshow „Hans Meiser“. Die Arbeit beleuchtet, wie Scherze eingesetzt werden, welche Funktion sie haben und inwiefern der Kontext und die institutionelle Struktur die Verwendung von Scherzen beeinflussen.
- Verwendung von Scherzen in Nachmittagstalkshows
- Funktion von Scherzen im institutionellen Kontext
- Interaktion und Machtstrukturen durch Scherze
- Konversationsanalyse als Methode
- Institutionelle Bedingungen von Gesprächsinteraktionen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung beschreibt die Allgegenwart von Talkshows im deutschen Fernsehen und formuliert die Forschungsfragen. Kapitel 2 erläutert die Methodenwahl (Konversationsanalyse) und den theoretischen Rahmen, indem es institutionelle Gesprächsstrukturen und den Zusammenhang von Scherzen und Macht beleuchtet. Kapitel 3 beschreibt das Datenmaterial (eine Sendung von „Hans Meiser“) und seine Beschaffenheit. Kapitel 4 präsentiert die Analyse, fokussiert auf den Gesamteindruck, „style shifting“ in verschiedenen Gesprächsphasen und die Suche nach Verbündeten durch die Gesprächsteilnehmer.
Schlüsselwörter
Nachmittagstalkshow, Konversationsanalyse, Scherzen, Macht, Interaktion, institutioneller Rahmen, „style shifting“, Gesprächsanalyse, „Hans Meiser“, Kontextualisierungshinweise.
Häufig gestellte Fragen
Welche Funktion hat das Scherzen in einer Talkshow wie „Hans Meiser“?
Scherze dienen der Unterhaltung, können aber auch dazu genutzt werden, Machtstrukturen zu etablieren, Distanz zu schaffen oder Wir-Gemeinschaften zu bilden.
Was bedeutet „Style Shifting“ im Kontext eines Gesprächs?
Damit ist der Wechsel der Sprechweise oder des Registers gemeint, um sich an die Situation oder das Gegenüber anzupassen oder eine bestimmte Wirkung zu erzielen.
Wie hängen Scherzen und Macht zusammen?
Wer scherzt, übernimmt oft die Kontrolle über das Thema oder die Gesprächssituation. Scherze können auch als Mittel der Abwertung oder Dominanz eingesetzt werden.
Warum wird die Talkshow als „institutioneller Rahmen“ bezeichnet?
Weil das Gespräch festen Regeln, Rollenverteilungen (Moderator vs. Gast) und zeitlichen Vorgaben folgt, die durch das Format Fernsehen vorgegeben sind.
Welche Methode wurde zur Untersuchung der Daten genutzt?
Die Arbeit nutzt die Konversationsanalyse, um die sequentiellen Strukturen und Funktionen der Interaktionen im Detail zu untersuchen.
- Quote paper
- B. Eng. Ines Munoz Zuniga (Author), 2001, Scherzen und Macht im institutionellen Rahmen des Talkshowgesprächs. Der lange Weg zum Pornostar, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/124120