Warum wurde Biermann ausgebürgert und welche unvorhergesehenen Folgen hatte die Assbürgerung für den weiteren Verlauf der DDR? Welche Rolle spielten die "Kunstschaffenden" der DDR? Und welche die Politik?
Inhaltsverzeichnis
- I. Beginn des Konfliktes
- II. 1971 – November 1976
- III. Das Konzert in Köln und die Ausbürgerung
- IV. Folgen der Ausbürgerung - Folgen des Protestes
- V. Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit untersucht die Ausbürgerung Wolf Biermanns aus der DDR im Jahr 1976. Sie analysiert die Gründe für diese Entscheidung der SED-Führung, die verfolgten Absichten und die innen- und außenpolitischen Folgen. Ein zentraler Aspekt ist die Frage, inwieweit die SED die Auswirkungen der Ausbürgerung vorausgesehen oder einkalkuliert hat.
- Der Konflikt zwischen Wolf Biermann und der SED-Führung
- Die Kulturpolitik der DDR unter Ulbricht und Honecker
- Die Reaktion der SED auf Biermanns Kritik
- Die innenpolitischen Folgen der Ausbürgerung
- Die außenpolitischen Folgen der Ausbürgerung
Zusammenfassung der Kapitel
I. Beginn des Konfliktes: Dieses Kapitel beschreibt den Beginn des Konflikts zwischen Wolf Biermann und der SED, der bereits in den 1960er Jahren im Kontext des 11. Plenums des ZK der SED begann. Biermanns Kritik an der DDR und seine Weigerung, sich der SED-Linie zu unterwerfen, wird beleuchtet. Die Reaktionen der SED, wie Repressalien und Diffamierungskampagnen, werden dargestellt.
II. 1971-November 1976: Dieses Kapitel analysiert die Entwicklung des Konflikts von 1971 bis zur Ausbürgerung im November 1976. Es beschreibt die scheinbare Liberalisierung der Kulturpolitik unter Honecker und setzt diese in den Kontext der veränderten internationalen Lage der DDR. Der anhaltende Druck auf Biermann wird thematisiert.
Schlüsselwörter
Wolf Biermann, Ausbürgerung, DDR, SED, Kulturpolitik, 11. Plenum, Repression, Honecker, Ulbricht, Protest, Innenpolitik, Außenpolitik.
Häufig gestellte Fragen
Warum wurde Wolf Biermann 1976 ausgebürgert?
Die SED-Führung nutzte ein Konzert Biermanns in Köln als Vorwand, um den unbequemen Kritiker aufgrund seiner „feindseligen Haltung“ gegenüber der DDR auszuweisen.
Welche Folgen hatte die Ausbürgerung für die Kulturszene der DDR?
Es kam zu einer beispiellosen Protestwelle zahlreicher namhafter Künstler und Intellektueller, was das Ende der scheinbaren Liberalisierung unter Honecker markierte.
Was war das „11. Plenum“ im Kontext von Biermann?
Bereits 1965 markierte dieses Plenum einen harten kulturpolitischen Kurswechsel, bei dem Biermann mit einem Auftritts- und Publikationsverbot belegt wurde.
Hat die SED die Auswirkungen der Ausbürgerung unterschätzt?
Ja, die massive Solidarisierung im In- und Ausland sowie der dauerhafte Vertrauensverlust vieler Bürger in die Führung waren unvorhergesehene Folgen für das System.
Wie reagierte Honecker im Vergleich zu Ulbricht auf Kunstkritik?
Während Honecker anfangs eine Politik der „Offenheit“ suggerierte, kehrte er nach dem Fall Biermann zu repressiven Methoden zurück, die das Ende des inneren Friedens mit der Intelligenz bedeuteten.
- Quote paper
- Wencke Thiele (Author), 2004, Die Ausbürgerung Biermanns und die Folgen für die DDR, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/124040