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Die mediale Darstellung von Athletinnen. Veränderung der Sportberichterstattung auf Grundlage der Ergebnisse von Hartmann-Tews, Rulofs (2003) und Klein (1986)

Title: Die mediale Darstellung von Athletinnen. Veränderung der Sportberichterstattung auf Grundlage der Ergebnisse von Hartmann-Tews, Rulofs (2003) und Klein (1986)

Bachelor Thesis , 2022 , 57 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Sport - Sport Sociology
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Summary Excerpt Details

In der Vergangenheit belegten Studien immer wieder, dass die Berichterstattung über Athletinnen sich erheblich von der über Athleten unterscheidet. Die Studie dieser Arbeit untersucht Artikel aus dem 2021 hinsichtlich der vor über 30 Jahren festgestellten Diskursstrategien der Medien (Sexualisierung, Trivialisierung ...).

Die Arbeit zeigt, wie sich die Berichterstattung von Sportler*innen unterscheidet, wie Sportlerinnen in den Medien dargestellt werden und was sich in den letzten 20 Jahren seit der Studie von Hartmann-Tews und Rulofs (2003) verändert hat.

In der Sportlandschaft haben sich Veränderungen im Frauen- und Männersport vollzogen. In der Vergangenheit belegten Studien, dass die Berichterstattung über Sportler*innen Diskursstrategien wie Sexualisierung, Trivialisierung oder die Präsentation von Sportlerinnen in nicht-sportlichen Rollen beinhaltet. Zwanzig Jahre später zeigte die Studie von Hartmann-Tews und Rulofs (2003) deutlich, dass Sportlerinnen zwar häufiger als noch vor 20 Jahren, aber immer noch viel seltener in den Medien erwähnt werden. Diese Arbeit soll beleuchten, ob diese Ungleichheit auch noch im Jahr 2021 besteht.

Demnach stellt sich die Frage nach der Realität der Sportberichterstattung im Jahr 2021. Wie unterscheidet sich die Berichterstattung von Sportlern und Sportlerinnen? Wie werden Sportlerinnen in den Medien dargestellt? Was hat sich in den letzten 20 Jahren seit der Studie von Hartmann-Tews und Rulofs (2003) verändert?

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Problemstellung und Forschungsstand

1.2. Aufbau der Arbeit

2. Theoretischer Bezugsrahmen

2.1. Forschungsstand im deutschsprachigem Raum

2.2. Soziale Konstruktion von Geschlecht im Sport

2.2.1 Die Entwicklung des Frauensports

2.3. Massenmedien

2.3.1 Die Massenmedien als gesellschaftliches Teilsystem

2.3.2. Sport in den Massenmedien

3. Darstellung der Vergleichsstudien

3.1. Studie von Klein (1986)

3.1.1 Aufbau

3.1.2 Ergebnisse

3.1.3 Reflektion

3.2. Studie von Hartmann-Tews und Rulofs (2003)

3.2.1 Aufbau

3.2.2 Ergebnisse

3.3.3 Reflektion

4. Konzeption der empirischen Untersuchung

4.1. Forschungsziel und Fragestellung

4.2. Methodische Durchführung

4.3 Auswahl der Tageszeitungen

4.4 Kategoriensystem

4.5 Operationalisierung der Kategorien

5. Darstellung, Interpretation und Vergleich der Ergebnisse

5.1 Darstellung und Interpretation

5.1.1 Umfang der Berichterstattung

5.1.2 Sportarten

5.1.3 Leistungs- und Erfolgsbewertungen

5.1.4 Personenbeschreibungen

5.1.5 Privates und Nicht-Sportliche Karriere

5.1.6 Handeln unter Sportler*innen

5.2 Vergleich

5.2.1 Vergleich der ausgewählten Zeitungen

5.2.2 Historischer Vergleich

6. Fazit und Reflektion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, wie sich die mediale Darstellung von Sportlerinnen in deutschen Online-Medien im Vergleich zu vorangegangenen wissenschaftlichen Studien (Klein (1986); Hartmann-Tews und Rulofs (2003)) verändert hat.

  • Analyse der medialen Berichterstattung über Athletinnen und Athleten
  • Vergleichende Untersuchung zwischen Boulevard- (BILD) und Qualitätsmedien (WELT)
  • Überprüfung diskursiver Strategien (Sexualisierung, Trivialisierung, Rolle der Frau)
  • Historischer Abgleich zur Feststellung von Kontinuität oder Wandel im Mediendiskurs

Auszug aus dem Buch

1.1. Problemstellung und Forschungsstand

„Franzi van Speck: Als Molch holt man kein Gold“ titelte eine Berliner Boulevardzeitung, nachdem die damals 22-jährige deutsche Schwimmerin Franziska van Almsick im Jahr 2000 bei den olympischen Spielen in Sydney im 200-Meter-Freistil-Rennen ausschied. Diese offensichtliche öffentliche Diskriminierung des Äußeren einer jungen Athletin sorgte für viel Aufsehen und endete mit einer Entschuldigung des Chefredakteurs der Boulevardzeitung am nächsten Tag. In diesem Fall hatte die Zeitung für die Mehrheit der Leser*innen eindeutig den Bogen überspannt. Doch wenn das Aussehen von Athletinnen positiv medial hervorgehoben wird, gibt es keinerlei Proteste. Dies gehört oft zur alltäglichen Berichterstattung in den Medien dazu. Begriffe wie „Tennis-Beauty“ oder „Leichtathletik-Schönheit“ begleiten die Sportberichterstattung täglich.

Während der Olympischen Spiele in Tokio im Jahr 2021 berichtete die BILD-Zeitung nicht etwa über die athletischen Leistungen der deutschen Leichtathletin Alica Schmidt, sondern vielmehr über ihre Ernennung zur „World’s Sexiest Athlete“ oder über die aufgrund ihrer Schönheit besonders hohen Zahl an Instagram-Followern. Fast beiläufig wurde in der Presse erwähnt, dass es bei den Olympischen Spielen nicht nach ihren Vorstellungen lief. Die BILD-Zeitung schreibt: „Die Berlinerin gewann zwar keine Medaille, dafür aber knapp 400.000 Follower auf Instagram. Kein Wunder bei dieser Schönheit!“ (BILD, 2021).

Solche Beispiele sind keine Einzelfälle. Vergangene Studien zeigten, dass sich der Bezug auf das Außersportliche und die Begrenzung auf das Äußere durch die gesamte Berichterstattung im Frauensport zieht. Auch die Unterrepräsentanz von Sportlerinnen in den Medien wurde nahezu in jeder Studie zur Thematik festgestellt (vgl. Hartmann-Tews & Rulofs, 2003, Klein, 1986, Pfister, G., 2017).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der medialen Darstellung von Athletinnen ein und stellt die Relevanz der Arbeit sowie die zentrale Forschungsfrage dar.

2. Theoretischer Bezugsrahmen: Hier werden der Forschungsstand zum Thema, die soziale Konstruktion von Geschlecht im Sport sowie die Funktion der Massenmedien als gesellschaftliche Teilsysteme theoretisch fundiert.

3. Darstellung der Vergleichsstudien: Dieses Kapitel analysiert detailliert die Referenzstudien von Klein (1986) und Hartmann-Tews und Rulofs (2003) als Basis für die eigene Empirie.

4. Konzeption der empirischen Untersuchung: Das Kapitel erläutert die methodische Durchführung, die Stichprobenauswahl (BILD/WELT), das Kategoriensystem und dessen Operationalisierung.

5. Darstellung, Interpretation und Vergleich der Ergebnisse: Hier erfolgt die Präsentation der empirischen Daten, deren Interpretation sowie der finale Abgleich mit den historischen Vergleichsstudien.

6. Fazit und Reflektion: Das letzte Kapitel fasst die Ergebnisse kritisch zusammen, reflektiert die methodischen Grenzen und gibt einen Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf.

Schlüsselwörter

Sportberichterstattung, Athletinnen, Medienanalyse, Doing Gender, Boulevardisierung, Geschlechterdarstellung, Sportsoziologie, Frauensport, Online-Medien, Inhaltsanalyse, Sexualisierung, Sportmedien, Repräsentanz, Gender Studies, Leistungsbewertung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Sportlerinnen in der aktuellen deutschen Tagespresse dargestellt werden und inwiefern sich diese Darstellung über die letzten Jahrzehnte im Vergleich zu historischen Studien verändert hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Sichtbarkeit von Frauen im Sportjournalismus, der Art der Berichterstattung (sportlich vs. außersportlich) sowie der Verwendung geschlechtsspezifischer Stereotype.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu ergründen, ob und wie sich die mediale Darstellung von Athletinnen seit den maßgeblichen Untersuchungen von Klein (1986) und Hartmann-Tews/Rulofs (2003) gewandelt hat.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine umfangreiche quantitative und qualitative Inhaltsanalyse von Online-Artikeln der Zeitungen BILD und WELT für den Zeitraum März bis November 2021 durchgeführt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Neben dem theoretischen Rahmen zu Massenmedien und „Doing Gender“ erfolgt eine detaillierte Auswertung der empirischen Kategorien wie Umfang, Sportart, Personalisierung und Erfolgsbewertung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Sportberichterstattung, Gender-Konstruktion, Boulevardisierung, Frauenbilder im Sport und Medienwirkungsforschung charakterisieren.

Gibt es signifikante Unterschiede zwischen Boulevard- und Qualitätsmedien wie der WELT?

Die Untersuchung zeigt, dass beide Medientypen ähnliche Tendenzen in der Berichterstattung aufweisen, wobei die BILD-Zeitung zu einer etwas stärkeren Personalisierung und übertreibenden Darstellung neigt.

Wie gehen die Medien mit dem Äußeren von Sportlerinnen um?

Es zeigt sich, dass Beschreibungen des Äußeren bei Athletinnen auch im Jahr 2021 signifikant häufiger vorkommen als bei Sportlern, was die historische Kontinuität bestimmter Diskursmuster unterstreicht.

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Details

Title
Die mediale Darstellung von Athletinnen. Veränderung der Sportberichterstattung auf Grundlage der Ergebnisse von Hartmann-Tews, Rulofs (2003) und Klein (1986)
College
University of Paderborn
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2022
Pages
57
Catalog Number
V1236714
ISBN (PDF)
9783346662392
ISBN (Book)
9783346662408
Language
German
Tags
darstellung athletinnen veränderung sportberichterstattung grundlage ergebnisse hartmann-tews rulofs klein
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2022, Die mediale Darstellung von Athletinnen. Veränderung der Sportberichterstattung auf Grundlage der Ergebnisse von Hartmann-Tews, Rulofs (2003) und Klein (1986), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1236714
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