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Regionales Ungleichgewicht in Thailand - Die Spaltung der thailändischen Gesellschaft

Título: Regionales Ungleichgewicht in Thailand - Die Spaltung der thailändischen Gesellschaft

Trabajo Escrito , 2009 , 14 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Jan Andrejkovits (Autor)

Estudios de Asia del Sur y Sureste Asiático
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Die Hauptstadt steht traditionell im Mittelpunkt der Entwicklung Thailands. Bangkok ist dabei nicht nur das dominante Zentrum des Landes, die Stadt hat sich auch zu einer bedeutenden Metropole im gesamten asiatischen Raum entwickelt. Bangkok als Zentrum spiegelt die ungleiche Entwicklung zu den anderen Regionen Thailands in verschiedener Form wieder, vor allem im Gegensatz zu den unterentwickelten Provinzen im Nordosten des Landes. Lange Zeit wurde die Hauptstadt als das einzige Wachstumszentrum des Königreiches beschrieben und Thailand als ein Staat, dessen einzige Basis Bangok ist.
Im Folgenden werden ausgehend von einem theoretischen Strukturmodell, Ursachen, Abläufe und Folgen dieser Entwicklung gezeigt.
In Kapitel zwei wird dazu das Zentrum/Peripherie-Modell erläutert. Neben den Aussagen des Sozialwissenschaftlers Niclas Luhmann, steht die ökonomische Raumtheorie von Paul Krugman im Mittepunkt dieses Kapitels. Dieser hat damit die Entstehung von Zentren und Peripherien und deren Wechselwirkungen aus wirtschaftlicher Sicht wissenschaftlich dargestellt und begründet.
Die Wirksamkeit dieses Modells zeigt sich in Kapitel drei am Beispiel von Thailand. Dort wird die ungleiche wirtschaftliche Entwicklung von Bangkok als Zentrum und der Provinzen im Nordosten des Landes als Peripherie beschrieben. Pasuk Pongpaichit und Chris Baker, auf die hierbei Bezug genommen wird, haben in ihrer Forschungsliteratur diese unterschiedliche Entwicklung in Thailand sehr anschaulich und treffend dargestellt. Das dadurch entstandene Strukturgefälle führte zu erheblichen Unterschieden, Spannungen sowie Polarisierungen in der thailändischen Gesellschaft, die sich im aktuellen Geschehen in verschiedener Weise wiederfinden. Diese Probleme sind der abschließende Inhalt von Kapitel drei. Auf Grund der erheblichen Ungleichverteilung des Wohlstands, bergen sie große Risiken für eine zunehmende soziale Spaltung und für gewaltsame Konfrontationen in Thailand.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Zentrum/Peripherie-Modell

3. Regionales Ungleichgewicht in Thailand

3.1 Bangkok – das dominante Zentrum

3.2 Der Nordosten – unterentwickelte Peripherie

3.3 Die Spaltung der thailändischen Gesellschaft

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das regionale Ungleichgewicht in Thailand und analysiert die daraus resultierende Spaltung der thailändischen Gesellschaft vor dem Hintergrund des Zentrum/Peripherie-Modells.

  • Theoretische Grundlagen des Zentrum/Peripherie-Modells (Luhmann, Krugman)
  • Wirtschaftliche Dominanz Bangkoks als zentrales Wachstumszentrum
  • Strukturprobleme und Armut in der Peripherie am Beispiel des Nordostens (Isan)
  • Sozioökonomische Disparitäten und politische Auswirkungen

Auszug aus dem Buch

3.1 Bangkok – das dominante Zentrum

Die historische Struktur des thailändischen Staates beruht traditionell auf einer Macht- und Verwaltungskonzentration in einem Zentrum mit der Schwerpunktlegung auf Handelstätigkeit und Arbeitskräftekonzentration. Nach der Zerstörung der alten Hauptstadt Ayutthaya durch die Burmesen im Jahr 1767, entstand in 1782 am Fluss Chaophraya als neue Hauptstadt von Siam Thonburi-Bangkok, die thailändisch mit dem Kurznamen Krungthep bezeichnet wird. Siam wurde dann im Jahr 1939 in Thailand umbenannt.

Bangkok entwickelte sich in der Folgezeit zu einer bedeutenden Handelsmetropole, begünstigt durch die direkte und kurze Verbindung zum Meer über den Chaophraya. Vor allem der Handel mit China brachte der Stadt einen wirtschaftlichen Aufschwung und veränderte gesellschaftliche Strukturen grundlegend. Der Export von Reis wurde zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor. Eine kleine Zahl von chinesisch-stämmigen Reisbaronen bildete Anfang des 20. Jahrhunderts die neue Handelselite von Bangkok. Eine große Zahl chinesischer Migranten kam zwischen dem frühen 19. Jahrhundert und dem Jahr 1950 nach Thailand und siedelte sich vor allem in Bangkok an. Chinesisch-stämmige Händler waren es dann auch, die den industriellen Wandel in Thailand, und vor allem in Bangkok bestimmten und die wichtigsten Handelsgemeinschaften gründeten. Diese Familien kontrollieren bis heute wichtige Bereiche der thailändischen Wirtschaft.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema des regionalen Ungleichgewichts in Thailand ein und stellt das theoretische Gerüst sowie die Zielsetzung der Arbeit vor.

2. Das Zentrum/Peripherie-Modell: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Systemdifferenzierung nach Luhmann sowie die ökonomische Raumtheorie von Krugman zur Entstehung von Zentren.

3. Regionales Ungleichgewicht in Thailand: Der Hauptteil analysiert die wirtschaftliche und gesellschaftliche Kluft zwischen dem Zentrum Bangkok und der Peripherie im Nordosten.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit eines strukturellen Umdenkens, um die soziale Spaltung in Thailand zu überwinden.

Schlüsselwörter

Thailand, Regionales Ungleichgewicht, Zentrum-Peripherie-Modell, Bangkok, Nordosten, Isan, Soziale Spaltung, Wirtschaftsentwicklung, Infrastruktur, Migration, Landwirtschaft, Einkommensunterschiede, Politische Polarisierung, Thaksin Shinawatra, Industrialisierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem ausgeprägten regionalen Ungleichgewicht in Thailand, das sich primär zwischen der boomenden Hauptstadt Bangkok und den ländlichen, ärmeren Regionen, insbesondere dem Nordosten (Isan), manifestiert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themenfelder sind die sozioökonomischen Disparitäten, die historische Entwicklung Bangkoks als wirtschaftliches Zentrum, die Lebensbedingungen in der Peripherie sowie die daraus resultierenden politischen Spannungen in der thailändischen Gesellschaft.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das wirtschaftliche Strukturgefälle zwischen Zentrum und Peripherie zu einer tiefgreifenden sozialen und politischen Polarisierung geführt hat.

Welche wissenschaftlichen Modelle werden zur Untersuchung verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf das Zentrum/Peripherie-Modell der Systemdifferenzierung nach Niklas Luhmann sowie auf die ökonomische Raumtheorie von Paul Krugman.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Faktoren, die Bangkok zum dominanten Zentrum machten, die widrigen Lebensumstände im Nordosten und wie diese Unterschiede die politische Landschaft sowie die Gesellschaft insgesamt spalten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind hierbei Zentrum, Peripherie, Isan, soziale Spaltung, ökonomische Disparitäten und politische Mobilisierung der Landbevölkerung.

Inwiefern hat der industrielle Boom die Regionen unterschiedlich beeinflusst?

Während der industrielle Boom zwischen 1985 und 1996 Bangkok massiv stärkte und eine neue urbane Elite schuf, blieb der Nordosten in der landwirtschaftlichen Armut gefangen, was die Abhängigkeitsverhältnisse weiter verschärfte.

Welche Rolle spielt die politische Entwicklung unter Thaksin Shinawatra für die Spaltung?

Thaksin Shinawatra instrumentalisierte die Unzufriedenheit der ländlichen Massen im Nordosten durch populistische Maßnahmen, was die bestehende gesellschaftliche Spaltung zwischen den "Rothemden" und den royalistischen Eliten ("Gelbhemden") weiter zuspitzte.

Final del extracto de 14 páginas  - subir

Detalles

Título
Regionales Ungleichgewicht in Thailand - Die Spaltung der thailändischen Gesellschaft
Universidad
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Asien- und Afrikawissenschaften)
Curso
Seminar Länderkunde Südostasiens
Calificación
1,0
Autor
Jan Andrejkovits (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
14
No. de catálogo
V123640
ISBN (Ebook)
9783640289998
ISBN (Libro)
9783640290147
Idioma
Alemán
Etiqueta
Regionales Ungleichgewicht Thailand Spaltung Gesellschaft Seminar Länderkunde Südostasiens
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Jan Andrejkovits (Autor), 2009, Regionales Ungleichgewicht in Thailand - Die Spaltung der thailändischen Gesellschaft, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123640
Leer eBook
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