Die vorliegende Arbeit zeigt den beschwerlichen Weg der UNESCO vom Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt über verschiedene Programme, Projekte und Empfehlungen hin zum Übereinkommen zum Schutz des immateriellen Kulturerbes. Immaterielles Kulturerbe wird von der UNESCO als „Praktiken, Darbietungen, Ausdrucksformen, Kenntnisse und Fähigkeiten – sowie die damit verbundenen Instrumente, Objekte, Artefakte und Kulturräume“ definiert. Diese Elemente der Kultur sind eng mit der jeweiligen – zum Teil ethnischen – Identität einer Gruppe verbunden. In Zeiten des weltweiten sozialen Umbruchs bieten sie ihnen einen wichtigen Halt. Immaterielle Kultur ist durch bestimmte Prozesse der beschleunigten Globalisierung besonders bedroht, in Vergessenheit zu geraten. Um das zu verhindern, hat die „United Nations Educational and Scientific Organization“ (UNESCO) in den letzten Jahren verschiedene Projekte zur Förderung dieser speziellen Arten kulturellen Erbes entwickelt.
Die Arbeit ist in vier Abschnitte unterteilt. Nachdem ich im ersten Teil einen kurzen Überblick über die Struktur und den Aufbau der UNESCO geben werde, möchte ich im Punkt Zwei direkt in den Kulturbereich eintauchen. Hier werde ich die Unterschiede zwischen dem materiellen und dem immateriellen Kulturerbe erläutern und die Probleme diskutieren, mit denen sich die UNESCO im Laufe der Jahre in Bezug auf den Schutz des immateriellen Kulturerbes konfrontiert gesehen hat. Im dritten Abschnitt werde ich schließlich genauer auf das neue „Übereinkommen zum Schutz des immateriellen Kulturerbes“ eingehen, um dann mit der aktuellen Situation in diesem Bereich zu schließen.
[...]
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Gründung und Aufbau der UNESCO
- Der Kulturbereich: Kulturelle Vielfalt und Wege zum Schutz des immateriellen Kulturerbes
- Das Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt von 1972
- Differenzierung des immateriellen Kulturerbes zum materiellen Kulturerbe
- Die Empfehlung zur Wahrung des kulturellen Erbes in Volkskunst und Brauchtum von 1989
- Weitere Programme, Aktivitäten und Projekte der UNESCO im Bereich des immateriellen Kulturerbes
- Das Übereinkommen zum Schutz des immateriellen Kulturerbes von 2003
- Begriffsbestimmungen und Grundsätze des Übereinkommens
- Schutzmaßnahmen
- Die „Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit“ und die „Liste des immateriellen Kulturerbes, das eines dringenden Schutzes bedarf“
- Die aktuelle Situation
- Schlussbetrachtung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit verfolgt das Ziel, den Weg der UNESCO zum Schutz des immateriellen Kulturerbes nachzuzeichnen, beginnend mit dem Schutz des materiellen Weltkulturerbes und über verschiedene Programme und Empfehlungen bis hin zum Übereinkommen zum Schutz des immateriellen Kulturerbes von 2003. Die Arbeit beleuchtet die Herausforderungen und Entwicklungen im Umgang mit kultureller Vielfalt in einer globalisierten Welt.
- Die Gründung und der Aufbau der UNESCO
- Der Schutz des materiellen und immateriellen Kulturerbes
- Die Bedeutung kultureller Vielfalt für die Entwicklung
- Die Herausforderungen der Globalisierung für lokale Traditionen
- Das Übereinkommen zum Schutz des immateriellen Kulturerbes von 2003
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung erläutert die umfassende Rolle der UNESCO im Bereich Kultur und die Herausforderungen der Globalisierung für lokale Traditionen. Kapitel 1 gibt einen Überblick über die Gründung und den Aufbau der UNESCO. Kapitel 2 befasst sich mit dem Kulturbereich der UNESCO, den Unterschieden zwischen materiellem und immateriellem Kulturerbe und den bisherigen Bemühungen zum Schutz immateriellen Kulturerbes. Kapitel 3 beschreibt das Übereinkommen zum Schutz des immateriellen Kulturerbes von 2003, einschließlich Begriffsbestimmungen und Schutzmaßnahmen.
Schlüsselwörter
UNESCO, immaterielles Kulturerbe, materielles Kulturerbe, kulturelle Vielfalt, Globalisierung, Traditionen, Übereinkommen zum Schutz des immateriellen Kulturerbes, Weltkulturerbe, kulturelle Identität.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen materiellem und immateriellem Kulturerbe?
Materielles Erbe sind Bauwerke oder Landschaften; immaterielles Erbe umfasst Traditionen, Wissen, Bräuche und Handwerkstechniken.
Wann wurde das Übereinkommen zum Schutz des immateriellen Kulturerbes verabschiedet?
Das wegweisende Übereinkommen der UNESCO wurde im Jahr 2003 beschlossen.
Warum ist das immaterielle Kulturerbe durch die Globalisierung bedroht?
Durch weltweite Vereinheitlichung und sozialen Umbruch geraten lokale Traditionen oft in Vergessenheit oder verlieren ihre soziale Funktion.
Was ist die „Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes“?
Es ist eine Liste der UNESCO, die bedeutende kulturelle Ausdrucksformen weltweit sichtbar machen und deren Erhalt fördern soll.
Welche Rolle spielt die ethnische Identität beim Kulturerbe?
Immaterielles Erbe bietet Gruppen Halt und hilft ihnen, ihre spezifische Identität in einer sich schnell verändernden Welt zu bewahren.
- Quote paper
- Magister Lotte von Lignau (Author), 2004, Die UNESCO und ihre Bemühungen zum Schutz des immateriellen Kulturerbes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123306