Unsere Gesellschaft wandelt sich von einer Industrie- zur Wissensgesellschaft. Die Anforderungen, die an Lernende in einer solchen Gesellschaft gestellt werden sind hoch. Die hier vorliegende Arbeit versucht anhand des 4C/ID Modells darzustellen, in welcher Form Lernen effizient gestaltet werden kann, wenn Inhalte in ihrer Komplexität reduziert werden.
Moderne Instruktionsdesigns schaffen authentische Lernumgebungen, in welchen anwendbares Wissen vermittelt wird. Bastiaens und Martens sprechen in diesem Zusammenhang von kompetenzbasiertem Lernen in authentischen Kontexten, wobei das Erwerben von Handlungswissen sich als Priorität über die ganze Lebens-spanne zieht. (Bastiaens & Mertens, 2000).
Die hier vorliegende Arbeit hat die Entwicklung und das Design von Lernmateria-lien zum Thema, beschränkt sich dabei aber auf die Erstellung eines Blueprint für die Entwicklung einer multimedialen Lernumgebung. Im letzten Teil der Hauarbeit wird der theoretische Bezugsrahmen des 4C/ID Modells dargestellt und ein Fazit gezogen.
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Inhaltsverzeichnis
- 1 Einleitung
- 2 Das 4C/ID Modell am Beispiel eines Bildungswissenschaftlers im Bereich Design und Entwicklung von Lernmaterialien
- 2.1 Kompetenzanalyse
- 2.2 Aufgabenklasse
- 2.3 Lernaufgaben
- 2.4 Unterstützende Informationen
- 2.5 Just-in-time Informationen
- 3 Das 4C/ID Modell im Kontext mediendidaktischer Überlegungen
- 3.1 Lerntheoretischer Bezug
- 3.2 Situiertes Lernen
- 3.3 Didaktisches Szenario
- 3.4 Unterstützende Medien
- 4 Zusammenfassung und Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht die effiziente Gestaltung von Lernprozessen komplexer Inhalte mithilfe des 4C/ID-Modells. Der Fokus liegt auf der Entwicklung und dem Design von Lernmaterialien, speziell multimedialer Lernumgebungen, für Bildungswissenschaftler im Bereich Design und Entwicklung von Lernmaterialien.
- Anwendung des 4C/ID-Modells auf die Entwicklung multimedialer Lernumgebungen
- Kompetenzanalyse und die Erstellung eines Blueprints für die Entwicklung von Lernmaterialien
- Bedeutung von unterstützenden und Just-in-time Informationen im Lernprozess
- Der lerntheoretische Bezug des 4C/ID-Modells und situiertes Lernen
- Analyse verschiedener Arten von Lernaufgaben im Kontext des Modells
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1 (Einleitung): Einführung in das Thema und die Bedeutung effizienten Lernens in der Wissensgesellschaft. Der Fokus auf kompetenzbasiertes Lernen und die Zielsetzung der Arbeit werden vorgestellt.
Kapitel 2 (Das 4C/ID Modell…): Detaillierte Darstellung des 4C/ID-Modells und seiner Anwendung auf die Entwicklung multimedialer Lernoberflächen. Die Kompetenzanalyse mit der Erstellung einer Hierarchie von Fertigkeiten wird erläutert, inkl. Unterscheidung von temporären und konditionalen Relationen sowie wiederkehrenden und nicht-wiederkehrenden Fertigkeiten. Ein Beispiel für eine solche Hierarchie wird anhand der Kompetenz "Entwicklung multimedialer Lernoberflächen" gegeben.
Kapitel 3 (Das 4C/ID Modell im Kontext…): Der theoretische Bezugsrahmen des 4C/ID-Modells wird im Kontext mediendidaktischer Überlegungen beleuchtet. Die Kapitel behandeln den lerntheoretischen Bezug, situiertes Lernen, didaktische Szenarien und unterstützende Medien.
Schlüsselwörter
4C/ID-Modell, Kompetenzbasiertes Lernen, Multimediale Lernumgebungen, Instruktionsdesign, Lernmaterialien, Kompetenzanalyse, Situiertes Lernen, Blueprint, Authentisches Lernen, Handlungslernen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das 4C/ID-Modell?
Das 4C/ID-Modell (Four-Component Instructional Design) ist ein Ansatz zur Gestaltung von Lernumgebungen für komplexe kognitive Fertigkeiten. Es fokussiert auf die Reduzierung von Komplexität durch Aufgabenklassen und Lernaufgaben.
Welche vier Komponenten umfasst das Modell?
Die Komponenten sind: 1. Lernaufgaben, 2. Unterstützende Informationen, 3. Just-in-time Informationen und 4. Partielle Übung (Part-task practice).
Was sind "Just-in-time" Informationen?
Dies sind Informationen, die dem Lernenden genau in dem Moment zur Verfügung gestellt werden, in dem er eine spezifische Teilfertigkeit ausführt, um die kognitive Belastung zu senken.
Was versteht man unter "Situiertem Lernen"?
Situiertes Lernen betont, dass Lernen am effektivsten in authentischen Kontexten stattfindet, die der späteren Anwendungssituation des Wissens möglichst nahekommen.
Wie wird eine Kompetenzanalyse im 4C/ID-Modell durchgeführt?
Es wird eine Hierarchie von Fertigkeiten erstellt, wobei zwischen wiederkehrenden (automatisierten) und nicht-wiederkehrenden (problemlösenden) Fertigkeiten unterschieden wird.
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- Florentina Sauerbach (Author), 2009, Bildungswissenschaftler im Bereich Design und Entwicklung von Lernmaterialien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123281