Wer bin ich und wie bin ich dazu geworden? Die Persönlichkeitspsychologie versucht, auf diese Fragen Antworten zu finden. Einen wichtigen Forschungsbereich nimmt hier die Persönlichkeitsentwicklung ein. Sie versucht zu beschreiben, wie wir werden, was wir sind – und evtl. auch in Zukunft sein werden. In dieser Arbeit wird zunächst eine Begriffsklärung vorgenommen. Was ist Persönlich-keitsentwicklung überhaupt? Anschließend wird dargestellt, wie diese Entwicklung ge-messen werden kann und welche Einflussfaktoren es gibt. In diesem Zusammenhang werden einige Studien näher erläutert, die Aufschluss darüber geben können, ob Persön-lichkeitsentwicklung vorhersagbar ist.
Inhaltsverzeichnis
- I. Einleitung
- II. Hauptteil
- 1. Persönlichkeitsentwicklung
- 1.1. Definition
- 1.2. Die Sichtweisen der Entwicklung
- 2. Messung von Persönlichkeitsstabilität
- 2.1. Reteststabilität
- 2.2. Die vier Prinzipien der Persönlichkeitsstabilität
- 3. Einflussfaktoren
- 3.1. Genetische Einflüsse und Umwelteinflüsse
- 3.2. Messung des genetischen Einflusses
- 3.2.1. Zwillings- und Adoptionsmethode
- 3.3. Messung des Umwelteinflusses
- 3.4. Genom-Umwelt-Kovarianz
- 4. Vorhersagekraft
- 4.1. Dunedin-Studie
- 4.2. Nonnen-Studie
- 5. Diskussion
- 1. Persönlichkeitsentwicklung
- III. Literatur- und Abbildungsverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht die Persönlichkeitsentwicklung, ihre Messung und die relevanten Einflussfaktoren. Ziel ist es, ein Verständnis dafür zu entwickeln, wie sich Persönlichkeit im Laufe des Lebens verändert und inwieweit diese Entwicklung vorhersagbar ist. Die Arbeit stützt sich dabei auf verschiedene theoretische Perspektiven und empirische Studien.
- Definition und Messung von Persönlichkeitsentwicklung
- Unterschiedliche Sichtweisen der Persönlichkeitsentwicklung (individuell, universell, differentiell)
- Einflussfaktoren: Genetische und Umweltfaktoren
- Methoden zur Messung genetischer und Umwelteinflüsse
- Vorhersagbarkeit der Persönlichkeitsentwicklung anhand von Studienbeispielen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Fragestellung ein: Wie und warum entwickelt sich Persönlichkeit? Der Hauptteil beginnt mit einer Definition von Persönlichkeitsentwicklung nach Asendorpf und beleuchtet verschiedene Sichtweisen auf Entwicklungsprozesse (individuell, universell, differentiell). Anschließend wird die Messung von Persönlichkeitsstabilität, insbesondere die Retest-Methode, erläutert. Es folgen Ausführungen zu Einflussfaktoren wie genetischen und Umwelteinflüssen sowie deren Messung. Die Kapitel über die Vorhersagekraft der Persönlichkeitsentwicklung behandeln exemplarisch die Dunedin- und die Nonnen-Studie.
Schlüsselwörter
Persönlichkeitsentwicklung, Persönlichkeitsstabilität, Retest-Reliabilität, Genetische Einflüsse, Umwelteinflüsse, Genom-Umwelt-Kovarianz, Zwillingsmethode, Adoptionsmethode, Dunedin-Studie, Nonnen-Studie, differentielle Entwicklung, individuelle Entwicklung, universelle Entwicklung.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht die Psychologie unter Persönlichkeitsentwicklung?
Persönlichkeitsentwicklung beschreibt die Veränderung und Stabilität individueller psychologischer Merkmale im Laufe des Lebens. Sie untersucht, wie wir zu dem werden, was wir sind.
Wie wird die Stabilität der Persönlichkeit gemessen?
Ein zentrales Maß ist die Reteststabilität (Retest-Reliabilität), bei der Persönlichkeitsmerkmale zu verschiedenen Zeitpunkten gemessen werden, um die Korrelation der Ergebnisse zu ermitteln.
Welchen Einfluss haben die Gene auf unsere Persönlichkeit?
Genetische Einflüsse spielen eine signifikante Rolle bei der Ausprägung von Persönlichkeitsmerkmalen. Zur Messung dieses Einflusses nutzt die Forschung vor allem die Zwillings- und Adoptionsmethode.
Was ist die Genom-Umwelt-Kovarianz?
Die Genom-Umwelt-Kovarianz beschreibt das Phänomen, dass bestimmte Genotypen häufiger in bestimmten Umwelten vorkommen, da Menschen ihre Umwelt oft passend zu ihren genetischen Anlagen wählen oder gestalten.
Können Studien die Persönlichkeitsentwicklung vorhersagen?
Ja, Langzeitstudien wie die Dunedin-Studie oder die Nonnen-Studie liefern wichtige Erkenntnisse darüber, wie frühkindliche Merkmale oder Lebensumstände spätere Persönlichkeitsstrukturen und die Lebensdauer beeinflussen können.
Was ist der Unterschied zwischen individueller und universeller Entwicklung?
Universelle Entwicklung betrachtet Veränderungen, die alle Menschen betreffen (z. B. Reifungsprozesse), während die individuelle Entwicklung die einzigartige Veränderung einer einzelnen Person fokussiert.
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- Sandra Drlje (Author), 2008, Persönlichkeitsentwicklung: Einflussfaktoren und Vorhersagekraft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123002