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Ökobilanzen - Was sagen sie aus? Was leisten sie?

Title: Ökobilanzen - Was sagen sie aus? Was leisten sie?

Term Paper , 2007 , 28 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: B. Eng. Ines Munoz Zuniga (Author)

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Ökobilanzen gewinnen als relativ junges, ISO-genormtes Instrument zur Beurteilung produktbezogener
Lebenszyklen sukzessive mehr an Bedeutung. Dies gilt im Besonderen
für den Verpackungsbereich vor dem Hintergrund der Verpackungsverordnung, wie unter
anderem durch die im Auftrag des Umweltbundesamtes durchgeführten Ökobilanzen zu
Getränkeverpackungen deutlich wird.
Trotz bzw. wegen ihrer strukturell bedingten begrenzten Aussagefähigkeit vermögen es
Ökobilanzen, Unternehmen quantitativ im Sinne monetärer Einsparungen und qualitativ
im Sinne von Entwicklungspotenzialen aufzuzeigen, so bei der ökologischen Produktoptimierung,
als Informationsinstrument oder im Marketing. Politische Entscheidungsträger
indes berufen sich auf Ökobilanzen als Entscheidungshilfe, so etwa bei der Einführung
des Zwangspfandes.
Vor dem Hintergrund der vielfältigen Einsatzpotenziale von Ökobilanzen sollte, um unsachgemäße
Vereinfachungen und dadurch ggf. Fehlentscheidungen zu vermeiden,
stets darauf geachtet werden, gemäß der relevanten Normen zu verfahren und Ökobilanzen
stets nur unter Einbeziehung der Randbedingungen des Systems zu betrachten, nie
aber für sich isoliert.
Zudem muss im immer bedacht werden, dass Ökobilanzen wegen ihrer Begrenztheit auf
Stoff- und Energiekreisläufe nur einen Aspekt im Rahmen von Entscheidungsprozessen
für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft darstellen. Für eine ganzheitliche Betrachtung sind
umfassendere Fragestellungen erforderlich, die z.B. auch ökonomische und soziale Aspekte
mit einbeziehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsbestimmungen

3 Historisches

3.1 Entwicklungsgeschichte von Ökobilanzen allgemein

3.2 Historie zu Ökobilanz und Verpackung

4 Ökobilanz als Methode

4.1 Internationale Normung

4.2 Ökobilanzen - Was sagen sie aus?

4.2.1 Allgemeine Überlegungen

4.2.2 Ökobilanzen für Getränkeverpackungen

4.2.3 Ökobilanz für Getränkeverpackungen II

4.3 Ökobilanzen - Was leisten sie?

4.3.1 Allgemeine Betrachtungen

4.3.2 Betrachtung im speziellen Zusammenhang mit dem Verpackungswesen

5 Diskussion

6 Fazit

7 Glossar

8 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Instrument der Ökobilanz im Kontext des Verpackungswesens, um zu klären, welche Aussagen über Umweltbelastungen getroffen werden können und welchen Nutzen sie für Unternehmen sowie die Umweltpolitik bieten. Hierbei wird kritisch beleuchtet, wie methodische Standards und Rahmenbedingungen die Ergebnisse beeinflussen.

  • Grundlagen und historische Entwicklung von Ökobilanzen
  • Normungsprozesse (ISO 14040/14044) und ihre Bedeutung
  • Ökobilanzen als Entscheidungshilfe für Getränkeverpackungen
  • Nutzenpotenziale für nachhaltige Unternehmensführung und Produktgestaltung
  • Kritische Analyse von Interpretationsspielräumen und politischer Anwendung

Auszug aus dem Buch

4.2.1 Allgemeine Überlegungen

Ökobilanzen sind gemäß Definition eine Zusammenstellung und Beurteilung der Input- und Outputflüsse und der potenziellen Umweltwirkungen eines Produktsystems im Verlauf seines Lebensweges. Die Aussagen von Ökobilanzen sind eng verbunden mit den Gründen für die Durchführung einer Ökobilanz und dem Ablauf. Sie geben Antwort auf die mit der Zielsetzung verbundenen Fragestellungen unter Berücksichtigung der vorgegebenen Rahmenbedingungen. Im Folgenden wird zum besseren Verständnis dafür, was Ökobilanzen aussagen (können), ein Überblick über das Gesamtssystem gegeben (s. Bild 4.2).

Die Darstellung zeigt, dass Ökobilanzstudien gemäß DIN EN ISO 14040:2006-10 vier Phasen umfassen: Phase der Festlegung von Ziel und Untersuchungsrahmen, Sachbilanz-Phase, Phase der Wirkungsabschätzung und Phase der Auswertung. Auch wie diese Phasen zusammenhängen, zeigt Bild 4.2. Man erkennt, dass die Phasen der Ökobilanz nicht streng sequentiell durchlaufen werden, sondern in einem iterativen Prozess mit Rückkopplungen zwischen den einzelnen Bestandteilen (vgl. Fleischer 1999, S. 44); eine wiederholte Überprüfung letzterer erfolgt dabei durch Anwendung spezifischer Methoden wie Schwerpunktanalysen (z.B. Pareto-Analyse), Fehlerabschätzungen sowie von Sensitivitätsanalysen.

Bei der Erstellung einer Ökobilanz müssen heute die Anforderungen von DIN EN ISO 14044:2006-10 berücksichtigt werden. Diese sind sehr umfassend und detailliert und schließen weitere Anforderungen ein, so z.B. an das Erstellen von Berichten für Dritte und an ggf. erforderlich werdende kritische Prüfungen dieser Berichte. Dabei stellt die DIN EN ISO 14044:2006-10 lediglich eine Anleitung für die Auswahl von Wirkungskategorien und -indikatoren sowie Charakterisierungsmodellen dar, gibt diese aber nicht verbindlich vor.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz von Ökobilanzen für das Umweltmanagement von Produkten ein und fokussiert besonders auf die Bedeutung im Verpackungssektor.

2 Begriffsbestimmungen: Dieses Kapitel definiert den Begriff Ökobilanz gemäß aktueller ISO-Normen und grenzt ihn von verwandten Konzepten wie der Sachbilanz ab.

3 Historisches: Hier wird die Entwicklung der Ökobilanz von ersten internen Firmenreporten in den 60er Jahren bis hin zur Etablierung durch internationale Normungsausschüsse nachgezeichnet.

4 Ökobilanz als Methode: Dieses zentrale Kapitel erläutert die methodischen Phasen, die internationale Normung und analysiert beispielhaft Studien zu Getränkeverpackungen.

5 Diskussion: Die Diskussion beleuchtet das Potenzial, aber auch die Grenzen und Gefahren durch Vereinfachungen oder interessengeleitete Interpretationen von Ökobilanz-Ergebnissen.

6 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Ökobilanzen wertvolle, aber behutsam anzuwendende Instrumente für Entscheidungsprozesse sind, die immer im Kontext ihrer spezifischen Rahmenbedingungen betrachtet werden müssen.

7 Glossar: Das Glossar liefert eine präzise Definition der in der Arbeit verwendeten Fachbegriffe basierend auf der ISO-Normenreihe.

8 Literaturverzeichnis: Das Literaturverzeichnis listet alle für die Hausarbeit herangezogenen Quellen und Dokumente auf.

Schlüsselwörter

Ökobilanz, Lebenszyklus, Verpackung, Umweltmanagement, ISO 14040, Getränkeverpackung, Nachhaltigkeit, Sachbilanz, Wirkungsabschätzung, Produktgestaltung, Umweltpolitik, Kreislaufwirtschaft, Zertifizierung, Methodik, Produktsystem

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Ökobilanzen als wissenschaftliches Instrument zur Beurteilung der Umweltauswirkungen von Produkten, mit einem besonderen Schwerpunkt auf dem Verpackungssektor.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die normativen Grundlagen (ISO-Normen), die historische Entwicklung der Ökobilanzierung, die methodische Anwendung bei Getränkeverpackungen sowie der Nutzen für Wirtschaft und Politik.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den tatsächlichen Aussagewert und die praktische Leistungsfähigkeit von Ökobilanzen kritisch zu hinterfragen und deren Rolle als Entscheidungshilfe zu verdeutlichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung bestehender Ökobilanz-Studien, insbesondere solcher des Umweltbundesamtes und des IFEU-Instituts.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodischen Grundlagen nach DIN EN ISO-Normen, die detaillierte Betrachtung von Fallstudien im Bereich Getränkeverpackungen sowie eine Analyse des Nutzens für Unternehmen und Umweltpolitik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Ökobilanz, Lebenszyklus, Verpackungsordnung, Nachhaltigkeit, Umweltmanagement und methodische Validität.

Wie bewertet die Autorin die Rolle von Ökobilanzen bei politischen Entscheidungen?

Die Autorin warnt davor, Ökobilanzen unkritisch als Grundlage für politische Regelungen zu nutzen, da Spielräume bei Zieldefinitionen zu Fehlentscheidungen oder einer einseitigen Begünstigung bestimmter Verpackungsarten führen können.

Inwiefern beeinflussen Unternehmensinteressen die Ergebnisse?

Da keine generelle Publikationspflicht für alle Studien besteht, können Unternehmen dazu neigen, nur vorteilhafte Ergebnisse öffentlich zu machen, was zu einer "Grauzone" in der Informationsvermittlung führt.

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Details

Title
Ökobilanzen - Was sagen sie aus? Was leisten sie?
Course
Ökologie der Verpackung
Grade
1,0
Author
B. Eng. Ines Munoz Zuniga (Author)
Publication Year
2007
Pages
28
Catalog Number
V122918
ISBN (eBook)
9783640285242
ISBN (Book)
9783640285891
Language
German
Tags
Verpackung Ökobilanz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B. Eng. Ines Munoz Zuniga (Author), 2007, Ökobilanzen - Was sagen sie aus? Was leisten sie?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122918
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