Die Buchrezension verschafft einen Überblick über das Buch "Der Ursprung des Kapitalismus - Eine Spurensuche". Hierbei werden Themen wie der Kapitalismus selbst, Demokratie, Markt, Wirtschaft, Akkumulation analysiert. Dabei stellt sich die Frage, wie gut das Buch von Meiksins Woods geeignet ist, um die Geschichte des Kapitalismus darzustellen, sodass bei Punkt 3. dieser Rezension eine Diskussion und Bewertung des Buches vorzufinden ist.
Inhaltsverzeichnis
- Thematik
- Aufbau und Inhalt des Werkes
- Teil I Geschichte des Übergangs
- Teil II Der Ursprung des Kapitalismus
- Teil III Agrarkapitalismus und darüber hinaus
- Diskussion
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Das Buch „Der Ursprung des Kapitalismus - Eine Spurensuche“ von Ellen Meiksins Wood zielt darauf ab, die Entstehung des Kapitalismus zu analysieren und die zugrundeliegende Debatte um die Ursprünge dieses Systems zu untersuchen. Wood kritisiert gängige Erklärungen, die den Kapitalismus aus einer Ausweitung des Handels und der Tauschbeziehungen ableiten, und argumentiert, dass der englische Agrarkapitalismus die entscheidende Grundlage für die kapitalistische Produktionsweise bildet.
- Kritik am „Kommerzialisierungsmodell“
- Bedeutung der historischen Entstehungsbedingungen des Kapitalismus
- Rolle des englischen Agrarkapitalismus
- Verwurzelung kapitalistischer Prinzipien in der Geschichte
- Auseinandersetzung mit marxistischen Diskursen zum Übergang vom Feudalismus zum Kapitalismus
Zusammenfassung der Kapitel
Im ersten Teil des Buches beleuchtet Meiksins Wood die Debatte über die Ursprünge des Kapitalismus in der klassischen Ökonomie und der marxistischen Theorie. Sie argumentiert, dass diese Debatte oft um das „Kommerzialisierungsmodell“ kreist, welches auf anthropologischen Grundannahmen basiert. Im zweiten Teil widmet sie sich der Entstehung des Kapitalismus im englischen Agrarkapitalismus. Sie betont, dass die Veränderungen der Eigentumsverhältnisse im ländlichen Raum den Impuls für die Entwicklung des Marktes als Imperativ für profitables Produzieren lieferten. Im dritten Teil schließlich führt Meiksins Wood ihre Analyse weiter und verbindet die vorherigen Argumente mit einer Diskussion über Imperialismus, Nationalstaat und Moderne/Postmoderne.
Schlüsselwörter
Die zentralen Begriffe und Konzepte des Buches sind: Kapitalismus, Agrarkapitalismus, Kommerzialisierungsmodell, Eigentumsverhältnisse, Profit, Tauschwert, „Verbesserung“ (improvement), Feudalismus, Marxistische Theorie, Geschichte des Übergangs, Industrialisierung.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die Hauptthese von Ellen Meiksins Wood zum Kapitalismus?
Wood argumentiert, dass der Kapitalismus nicht natürlich aus dem Handel entstand, sondern spezifische historische Wurzeln im englischen Agrarkapitalismus hat.
Warum kritisiert Wood das "Kommerzialisierungsmodell"?
Sie bemängelt, dass dieses Modell den Kapitalismus als bloße Ausweitung des Tauschhandels sieht und dabei die radikal neuen ökonomischen Zwänge übersieht.
Welche Rolle spielen die Eigentumsverhältnisse?
Laut Wood führten veränderte Eigentumsverhältnisse im ländlichen England dazu, dass Produzenten für den Markt produzieren mussten, um zu überleben.
Wie unterscheidet sich der Kapitalismus vom Feudalismus?
Im Kapitalismus herrscht der Markt als Imperativ (Zwang zur Profitmaximierung), während im Feudalismus außerökonomische Machtverhältnisse dominierten.
Was bedeutet der Begriff "Improvement" in Woods Werk?
Es beschreibt die ideologische und praktische Steigerung der Produktivität von Land, um den Tauschwert und damit den Profit zu erhöhen.
- Arbeit zitieren
- Ceyda Güler (Autor:in), 2021, "Der Ursprung des Kapitalismus" von Ellen Meiksins Wood. Eine Buchrezesion, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1218774