„Das Heptaméron ist eine psychologische Studie des Themas ‚Liebe und Ehe’ in all seinen Variationen“ und wahrscheinlich liegt auch genau darin der Reiz, den diese Novellensammlung auf seine Leser ausübt. Über die Jahrhunderte fand es, seit seinem Erscheinen, Mitte des 16. Jahrhunderts, immer wieder Liebhaber, sei es wegen der Rahmenhandlung, der freizügigen Themen aufgrund deren es lange verpönt wurde, oder aber durch die Nähe, zumindest äußerlich, zu Boccaccios Decamerone, beschreibt es doch, wie sich zehn Reisende, die vor einem Unwetter geflüchtet sind, sieben Tage mit dem Erzählen von Novellen die Zeit vertreiben und so insgesamt nicht ganz die ursprünglich angestrebten hundert Novellen berichten. Diese Arbeit wird sich nun fast ausschließlich mit der 21. Novelle befassen, die am dritten Tag des Heptamerons erzählt wird. Neben einer Interpretation der Novelle und dem Erörtern möglicher realer Hintergründe, soll das Hauptaugenmerk vor allem auf der erzählenden Person, Parlamente, und ihrer Interaktion mit den anderen Devisants liegen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die 21. Novelle des Heptameron
- Die 21. Novelle - Inhaltsangabe
- Einordnung der Novelle in den Erzählzusammenhang
- Analyse der Hauptfiguren
- Rolandine – la femme honnête
- Der Edelmann
- Rolandines Vater und die Königin
- Das Dienstpersonal
- Interpretation
- Analyse der Erzählsituation - die Devisants
- Parlamente als Erzählerin der 21. Novelle
- Die Abschlussdiskussion
- Reale Hintergründe
- Schlusswort
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit analysiert die 21. Novelle des Heptaméron von Marguerite de Navarre. Die Arbeit konzentriert sich auf die Interpretation der Novelle, die Rolle der Erzählerin Parlamente und deren Interaktion mit den anderen Devisanten, sowie auf mögliche reale Hintergründe der Geschichte. Der Fokus liegt auf der Untersuchung der erzählerischen Strategien und der Darstellung von weiblicher Tugendhaftigkeit im Kontext des französischen Königshofs.
- Darstellung weiblicher Tugend und deren gesellschaftliche Bewertung
- Analyse der Erzählperspektive und deren Einfluss auf die Interpretation
- Untersuchung der Beziehung zwischen Rolandine und dem Edelmann
- Einordnung der Novelle in den Gesamtkontext des Heptaméron
- Die Rolle der gesellschaftlichen Normen und Erwartungen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema ein und beschreibt den Kontext der 21. Novelle innerhalb des Heptaméron. Die Inhaltsangabe der 21. Novelle fasst die Geschichte von Rolandine und dem Edelmann zusammen, wobei deren ungleiche soziale Stellung und die daraus resultierenden Konflikte hervorgehoben werden. Die Einordnung in den Erzählzusammenhang beleuchtet die Position der Novelle am dritten Tag des Heptaméron und ihren Bezug zu den vorhergehenden Erzählungen. Die Analyse der Hauptfiguren konzentriert sich auf Rolandine, den Edelmann, deren Familien und deren Umfeld. Die Interpretation der Novelle befasst sich mit der Erzählsituation, der Rolle Parlamentes als Erzählerin und den möglichen realen Hintergründen der Geschichte.
Schlüsselwörter
Heptaméron, Marguerite de Navarre, Rolandine, Edelmann, Tugend, Liebe, Ehe, gesellschaftliche Normen, Erzählperspektive, Parlamente, französischer Königshof, Interpretation.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Heptaméron?
Das Heptaméron ist eine Novellensammlung von Marguerite de Navarre aus dem 16. Jahrhundert, die Themen wie Liebe, Ehe und Tugend in Form von Rahmenerzählungen behandelt.
Wovon handelt die 21. Novelle?
Sie erzählt die Geschichte von Rolandine, einer standhaften Frau, die trotz gesellschaftlicher Hindernisse und der Ablehnung durch ihren Vater und die Königin an ihrer Liebe zu einem Edelmann festhält.
Wer ist Parlamente?
Parlamente ist eine der erzählenden Personen (Devisants) im Heptaméron. In der 21. Novelle fungiert sie als Erzählerin und vertritt oft Ideale der weiblichen Tugend.
Wie wird „weibliche Tugend“ in der Novelle dargestellt?
Rolandine wird als „la femme honnête“ (die ehrbare Frau) porträtiert, deren Standhaftigkeit und moralische Integrität im Zentrum der Erzählung und der anschließenden Diskussion stehen.
Gibt es reale Hintergründe für die 21. Novelle?
Die Arbeit untersucht mögliche Parallelen zum französischen Königshof des 16. Jahrhunderts, da Marguerite de Navarre oft reale Begebenheiten in ihre fiktiven Erzählungen einflocht.
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- Julia Paternoster (Author), 2006, Die 21. Novelle des Heptameron, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121824