Das 20.Jahrhundert begann mit Friedensbemühungen, die in den Haager Friedenskonferenzen ihren Ausdruck fanden. Trotz aller Bemühungen gelang es nicht, einen dauerhaften Frieden zu erreichen. 1914 kam es zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges, des bis dahin verhängnisvollsten Krieges in der Weltgeschichte. Erstmals hatten sich alle wichtigen Mächte der Welt in Kampfhandlungen begeben. Erhebliche Zerstörungen und Hunderttausende Opfer waren die Folge.
Nach den schrecklichen Erfahrungen des Krieges waren die Mächte umso bemühter, künftig Kriege zu verhindern. Die Gründung des Völkerbundes auf Initiative u.a. des amerikanischen Präsidenten Woodrow Wilson ist dafür ein Ausdruck.
Den mangelhaften Möglichkeiten des Völkerbundes zu Sanktionen gegenüber Aggressoren greifen zu können und den Problemen der Organisation, wichtige Staaten nicht zu den Teilnehmern zu zählen, sollte eine Initiative der Außenminister von Frankreich und den Vereinigten Staaten von Amerika entgegen treten. Aristide Briand und Frank Kellogg handelten ein Abkommen aus, welches als „Kriegsächtungspakt“ oder „Briand-Kellogg-Pakt“ weltweite Beachtung fand und Krieg als Mittel nationaler Politik ächtete.
Die Entwicklung bis zum Jahr 1928 ..4
Ansätze weltweiter Friedenspolitik 5
Der Briand-Kellogg-Pakt als Erweiterung der Idee des Völkerbundes 5
Die französische Initiative 6
Die Verhandlungen über den Kriegsächtungspakt 7
Französisch-amerikanischer Notenwechsel 8
Die Reaktionen Großbritanniens und Deutschlands 9
Die Schlussphase der Verhandlungen 10
Die sowjetische Außenpolitik und die Haltung zum Briand-Kellogg-Pakt 11
Litvinov-Protokoll 13
Schlußbemerkung 14
Literaturverzeichnis 15
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Hauptteil
- Die Entwicklung bis zum Jahr 1928
- Ansätze weltweiter Friedenspolitik
- Der Briand-Kellogg-Pakt als Erweiterung der Idee des Völkerbundes
- Die französische Initiative
- Die Verhandlungen über den Kriegsächtungspakt
- Französisch-amerikanischer Notenwechsel
- Die Reaktionen Großbritanniens und Deutschlands
- Die Schlussphase der Verhandlungen
- Die sowjetische Außenpolitik und die Haltung zum Briand-Kellogg-Pakt
- Litvinov-Protokoll
- Schlußbemerkung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit analysiert den Briand-Kellogg-Pakt von 1928 und das Litvinov-Protokoll unter besonderer Berücksichtigung der sowjetischen Außenpolitik. Sie untersucht die Entstehung des Paktes, die Reaktionen der beteiligten Staaten, sowie die Rolle der Sowjetunion bei der Verabschiedung des Litvinov-Protokolls.
- Entstehung und Entwicklung des Briand-Kellogg-Paktes
- Die sowjetische Außenpolitik im Kontext des Briand-Kellogg-Paktes
- Das Litvinov-Protokoll als Ausdruck der sowjetischen Außenpolitik
- Die Bedeutung des Briand-Kellogg-Paktes und des Litvinov-Protokolls für die internationale Politik
- Die Rolle Frankreichs und der USA bei der Verabschiedung des Paktes
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel beleuchtet die Entwicklung der internationalen Beziehungen bis zum Jahr 1928. Es behandelt die Isolation der Sowjetunion und Deutschlands nach dem Ersten Weltkrieg, die Gründung des Völkerbundes und die ersten Versuche zur Verständigung zwischen den Staaten.
Das zweite Kapitel analysiert die Ansätze zur weltweiten Friedenspolitik nach dem Ersten Weltkrieg. Es behandelt die Gründung des Völkerbundes und die Kritik an dessen Möglichkeiten, Kriege zu verhindern.
Das dritte Kapitel befasst sich mit dem Briand-Kellogg-Pakt als Erweiterung der Idee des Völkerbundes. Es untersucht die französische Initiative, die Verhandlungen über den Pakt, die Reaktionen der beteiligten Staaten und die Schlussphase der Verhandlungen.
Das vierte Kapitel untersucht die sowjetische Außenpolitik und ihre Haltung zum Briand-Kellogg-Pakt. Es analysiert die Rolle der Sowjetunion bei der Verabschiedung des Paktes und die Bedeutung des Litvinov-Protokolls für die sowjetische Außenpolitik.
Schlüsselwörter
Die wichtigsten Schlüsselwörter der Arbeit sind: Briand-Kellogg-Pakt, Litvinov-Protokoll, sowjetische Außenpolitik, Völkerbund, Friedenspolitik, Kriegsächtung, Machtpolitik, internationale Beziehungen, Diplomatie.
Häufig gestellte Fragen
Was war das Ziel des Briand-Kellogg-Paktes?
Das Ziel war die völkerrechtliche Ächtung des Krieges als Mittel der nationalen Politik und die Verpflichtung zur friedlichen Beilegung aller Konflikte.
Was ist das Litvinov-Protokoll?
Ein von der Sowjetunion initiiertes Abkommen, das den Briand-Kellogg-Pakt vorzeitig zwischen der UdSSR und ihren Nachbarstaaten in Kraft setzte.
Welche Rolle spielte die Sowjetunion in der Friedenspolitik der 1920er?
Die UdSSR versuchte durch den Beitritt zum Pakt und das Litvinov-Protokoll, ihre internationale Isolation zu durchbrechen und Sicherheit an ihren Grenzen zu gewinnen.
Wer waren Aristide Briand und Frank Kellogg?
Briand war der französische Außenminister und Kellogg der US-Außenminister; beide erhielten für den Pakt den Friedensnobelpreis.
Warum war der Völkerbund vor 1928 unzureichend?
Dem Völkerbund fehlten effektive Sanktionsmöglichkeiten gegen Aggressoren, und wichtige Mächte wie die USA waren kein Mitglied.
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- Diplom-Politikwissenschaftler Dennis Buchner (Author), 2000, Der Briand-Kellogg-Pakt und das Litvinov-Protokoll unter besonderer Berücksichtigung der sowjetischen Außenpolitik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/12177