Seit Mitte 2007 beherrscht die Finanzmarktkrise die Medien rund um den Globus. Dabei haben die Ursachen ihren Ursprung schon zur Jahrtausendwende. Als Auslöser werden die variablen Zinsen der Hypothekenkredite und die fallenden Häuserpreise anfang 2007 gesehen. Die Folgen der Krise gehen mittlerweile soweit, dass ein Übergriff auf die reale Wirtschaft zu befürchten ist.
Das Ziel dieser Arbeit ist es die Ursachen der Krise verständlich zu machen. Zu beachten ist, dass es nicht einen direkten Verursacher gibt, denn erst die Konstellation und Verstrickung einzelner Akteure und Finanzinstrumente trugen zur Krise bei. Beginnend mit dem Verlauf der Krise, der die Entwicklung nachzeichnen soll, werden die einzelnen Ursachen innerhalb der darauffolgenden Kapitel ausgearbeitet.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Verlauf der Krise
- 3. Ursachenanalyse
- 3.1. Zinspolitik der Fed
- 3.2. Die Subprime-Kredite
- 3.3. Kreditverbriefung und Strukturierung
- 3.3.1. Die Zweckgesellschaften
- 3.3.2. Die Finanzprodukte ABS und CDO
- 3.3.3. Die Rolle der Ratingagenturen
- 3.4. Die Hedgefonds
- 3.5. Die Regulierungsbehörden
- 3.6. Der asiatische Wirtschaftsboom
- 4. Schlussbemerkungen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht die Ursachen der Finanzmarktkrise ab Mitte 2007. Ziel ist es, die komplexen Zusammenhänge und die Rolle verschiedener Akteure und Finanzinstrumente verständlich darzulegen. Es wird betont, dass es keinen einzelnen Verursacher gibt, sondern eine Verknüpfung verschiedener Faktoren.
- Die Zinspolitik der US-Notenbank (FED)
- Die Rolle von Subprime-Krediten und deren Verbriefung
- Die Komplexität von Finanzprodukten wie ABS und CDO
- Das Versagen der Ratingagenturen
- Der Einfluss von Hedgefonds
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung beschreibt den Beginn der Krise und die Zielsetzung der Arbeit. Kapitel 2, "Verlauf der Krise", zeichnet die Entwicklung der Krise nach, beginnend mit der Zinspolitik der FED nach dem Jahr 2000 und den damit verbundenen Folgen für den Immobilien- und Finanzmarkt. Es wird die Rolle der Subprime-Kredite und deren Verbriefung in Form von ABS und CDOs erläutert. Kapitel 3, "Ursachenanalyse", geht detaillierter auf die einzelnen Aspekte ein, wie die Zinspolitik der Fed, die Subprime-Kredite und die Komplexität der Finanzprodukte, sowie die Rolle von Ratingagenturen und Hedgefonds.
Schlüsselwörter
Finanzmarktkrise, Subprime-Kredite, Kreditverbriefung, ABS, CDO, Ratingagenturen, Hedgefonds, Zinspolitik, FED, Liquiditätskrise, Immobilienmarkt, Finanzprodukte, Regulierungsbehörden.
Häufig gestellte Fragen
Was war der Hauptauslöser der Finanzmarktkrise 2007?
Als Auslöser gelten die steigenden Zinsen für Hypothekenkredite und fallende Häuserpreise in den USA, was zum Zusammenbruch des Subprime-Marktes führte.
Was versteht man unter Subprime-Krediten?
Dies sind Hypothekenkredite mit geringer Bonität, die an Kreditnehmer mit niedrigem Einkommen vergeben wurden, oft mit variablen Zinssätzen.
Welche Rolle spielten Ratingagenturen in der Krise?
Ratingagenturen bewerteten komplexe Finanzprodukte (wie CDOs) oft als sicher (AAA), obwohl diese auf riskanten Subprime-Krediten basierten, was Investoren in falscher Sicherheit wiegte.
Wie trug die Zinspolitik der Fed zur Krise bei?
Die jahrelange Niedrigzinspolitik nach 2000 förderte eine Immobilienblase. Als die Zinsen ab 2004 wieder stiegen, konnten viele Kreditnehmer ihre Raten nicht mehr bedienen.
Was sind ABS und CDOs?
Es handelt sich um forderungsbesicherte Wertpapiere (Asset-Backed Securities) und strukturierte Finanzprodukte, in denen tausende Kredite gebündelt und weiterverkauft wurden.
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- Marcus Findeisen (Author), 2008, Ursachen der aktuellen Finanzmarktkrise, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/119821