Das Krankenhaus als eine Einrichtung, in der ärztliche und pflegerische Hilfeleistung der Feststellung, Heilung oder Linderung von Krankheiten oder physischen Schäden dienen, ist bereits in der täglichen Arbeit ein komplexes System. Durch die erhöhte Anzahl an hilfsbe-dürftigen und immobilen Personen ist dieses System bei unvorhergesehenen Ereignissen besonders gefährdet. Patienten, die sehr aufwändige Therapieverfahren in Anspruch nehmen, wie beispielsweise auf Intensivstationen, erschweren die Situation zusätzlich. Untersuchungen belegen, dass lediglich ein Bruchteil der in Deutschland ansässigen Krankenhäuser Vorkehrungen für außergewöhnliche Ereignisse vorhalten. Zunehmend werden Krankenhausbetriebe auf die fehlenden Planungen im Zuge von Zertifizierungsvorgängen aufmerksam und versuchen, das Problem mit suboptimalen Plänen zu umschiffen. Die vorliegende Arbeit zeigt, dass selbst für einen Klinikbetrieb der mittleren Versorgungsstufe in dem beschriebenen Zusammenhang erheblicher Planungsaufwand entsteht und eine Integration externer Fachberater bei Einbindung von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) einer trügerisch sicheren Insellösung begegnet.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Einleitung
- 2 Vorbereitungsstand der Krankenhäuser in Deutschland
- 2.1 Notwendigkeit
- 2.2 Rechtliche Grundlagen
- 3 Risiken in Krankenhäusern
- 3.1 Interne Gefahrenlagen
- 3.2 Externe Gefahrenlagen
- 3.3 Zukünftige Gefährdungen
- 4 Alarm- und Einsatzplanung
- 4.1 Begriffsdefinitionen
- 4.2 Alarmorganisation
- 4.3 Leitung des Krankenhauses während des Ereignisses
- 5 Räumung und Evakuierung
- 5.1 Ziele der Organisation von Großereignissen und Katastrophen
- 5.2 Logistikanforderungen
- 5.3 Erstellung des Plans zur Organisation von Großereignissen und Katastrophen
- 6 Umsetzung
- 6.1 Themenschwerpunkte
- 6.2 Alarmorganisation und Alarmauslösung
- 6.3 Krankenhauseinsatzleitung
- 6.4 Kommunikationswege und -mittel
- 6.5 Interne Verkehrsregelung
- 6.6 Externe Verkehrsregelung
- 6.7 Registrierung, Sichtung und medizinische Behandlung
- 6.8 Informations- und Pressedienst
- 6.9 Versorgung und Überkapazitäten
- 7 Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht den Vorbereitungsstand deutscher Krankenhäuser auf Großereignisse und Katastrophen. Ziel ist es, den Planungsaufwand aufzuzeigen und die Notwendigkeit einer umfassenden Ereignisplanung, inklusive der Einbindung externer Experten und Behörden, zu belegen.
- Vorbereitungsstand deutscher Krankenhäuser auf außergewöhnliche Ereignisse
- Rechtliche Grundlagen und Anforderungen an Notfallpläne
- Risiken und Gefahren für Krankenhäuser (intern und extern)
- Konzeption und Umsetzung von Alarm- und Einsatzplänen
- Logistische Herausforderungen bei Großereignissen und Katastrophen
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1 (Einleitung): Einführung in die Komplexität von Krankenhäusern und die besonderen Herausforderungen bei außergewöhnlichen Ereignissen. Die Arbeit hebt die unzureichende Vorbereitung vieler Krankenhäuser hervor.
Kapitel 2 (Vorbereitungsstand der Krankenhäuser in Deutschland): Präsentation von Untersuchungsergebnissen, die eklatante Mängel in den Notfallplänen vieler deutscher Kliniken aufzeigen. Es wird die Notwendigkeit einer umfassenderen Vorbereitung betont.
Kapitel 3 (Risiken in Krankenhäusern): Einteilung der Risiken in interne und externe Gefahrenlagen, sowie eine Betrachtung zukünftiger Gefährdungen.
Kapitel 4 (Alarm- und Einsatzplanung): Begriffsdefinitionen im Kontext der Alarm- und Einsatzplanung, sowie die Organisation der Alarmierung und die Leitung des Krankenhauses während eines Ereignisses werden beleuchtet.
Kapitel 5 (Räumung und Evakuierung): Die Ziele der Organisation bei Großereignissen und Katastrophen werden definiert und die logistischen Anforderungen an die Planung dargestellt. Die Erstellung eines solchen Plans wird näher beschrieben.
Kapitel 6 (Umsetzung): Dieser Abschnitt beschreibt verschiedene Aspekte der Umsetzung, einschließlich Alarmorganisation, Krankenhauseinsatzleitung, Kommunikation, Verkehrsregelung, Patientenversorgung und Informationsdienst.
Schlüsselwörter
Krankenhausorganisation, Großereignisse, Katastrophen, Notfallplanung, Alarm- und Einsatzpläne, Risikomanagement, Rechtliche Grundlagen, Logistik, Zivilschutz, Katastrophenschutz, Patientensicherheit.
Häufig gestellte Fragen
Sind deutsche Krankenhäuser gut auf Katastrophen vorbereitet?
Untersuchungen zeigen, dass viele Krankenhäuser nur unzureichende oder „suboptimale“ Pläne für außergewöhnliche Ereignisse vorhalten.
Was sind interne Gefahrenlagen im Krankenhaus?
Dazu zählen Brände, Stromausfälle, IT-Versagen oder der Ausfall technischer Gase, die den Klinikbetrieb unmittelbar gefährden.
Warum ist die Evakuierung eines Krankenhauses so komplex?
Wegen der hohen Anzahl immobiler Patienten und intensivmedizinisch betreuter Personen, die auf aufwändige Technik angewiesen sind.
Was ist eine Krankenhauseinsatzleitung?
Ein spezielles Leitungsgremium, das im Krisenfall die Koordination übernimmt und die Kommunikation mit externen Behörden (BOS) steuert.
Welche Rolle spielen externe Fachberater?
Sie helfen dabei, „Insellösungen“ zu vermeiden und die Krankenhausplanung in den allgemeinen Katastrophenschutz der Region zu integrieren.
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- Bachelor of Science Arne Jansch (Author), 2007, Organisation von Krankenhäusern und Katastrophen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/119644