Die vorliegende Arbeit soll sich dem Thema der (scheinbaren oder tatsächlichen) Feminisierung des Lehrberufes annähern, um dieses Konzept zugänglich und bewertbar zu machen. Dazu soll zunächst die Diskussion rund um die Feminisierung des Lehrberufes dargestellt und anschließend anhand vorliegender wissenschaftlicher Erkenntnisse beurteilt werden. Das Augenmerk gilt hier insbesondere der Annahme Kraus‘, dass aus der Feminisierung negative Lerneffekte für Jungen resultieren.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Zur Feminisierungsdebatte
- Zur Verteilung von Männern und Frauen in Lehrberufen
- Empirische Daten zur Auswirkung der Feminisierung
- Fazit
- Literatur
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Feminisierung des Lehrberufs und untersucht die Auswirkungen dieser Entwicklung auf die Bildungsergebnisse von Schülern, insbesondere Jungen. Die Arbeit soll die Diskussion um die Feminisierung des Lehrberufs zugänglich machen und anhand wissenschaftlicher Erkenntnisse beurteilen, ob die Feminisierung zu negativen Lerneffekten für Jungen führt.
- Die Feminisierung des Lehrberufs als Konzept und ihre verschiedenen Perspektiven
- Die Geschlechterverteilung in Lehrberufen auf verschiedenen Schulstufen
- Empirische Daten zur Auswirkung der Feminisierung auf Bildungsergebnisse
- Die Rolle von Lehrkräften in der Entwicklung von Kompetenzen bei Schülern
- Die Bedeutung der Geschlechterverhältnisse in der Schule für die Bildungslandschaft
Zusammenfassung der Kapitel
- Die Einleitung stellt die Problematik der Feminisierung des Lehrberufs vor und skizziert den Forschungsstand.
- Das Kapitel "Zur Feminisierungsdebatte" beleuchtet die verschiedenen Perspektiven auf die Feminisierung des Lehrberufs und die damit verbundenen Diskussionen.
- Der Abschnitt "Zur Verteilung von Männern und Frauen in Lehrberufen" analysiert die statistische Entwicklung der Geschlechterverteilung in verschiedenen Schulformen und untersucht die Definition von tatsächlicher und scheinbarer Feminisierung.
- Der Abschnitt "Empirische Daten zur Auswirkung der Feminisierung" betrachtet die Auswirkungen der Feminisierung auf Bildungsergebnisse, insbesondere im Hinblick auf die angenommene Benachteiligung von Jungen.
Schlüsselwörter
Feminisierung, Lehrberuf, Geschlechterverteilung, Bildungsergebnisse, Jungen, Mädchen, Kompetenzen, Schulform, Empirische Daten, Hochschulreife, GSE.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter der Feminisierung des Lehrberufs?
Damit ist der stetig wachsende Anteil weiblicher Lehrkräfte im Bildungssystem gemeint, der besonders im Primarbereich und an Sonderschulen sehr hoch ist.
Führt die Feminisierung zu einer Benachteiligung von Schülern (Jungen)?
In der Debatte wird oft vermutet, dass Jungen männliche Rollenvorbilder fehlen. Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen jedoch ein differenziertes Bild und bestätigen negative Effekte nicht eindeutig.
Wie ist die Geschlechterverteilung in verschiedenen Schulstufen?
Während Grundschulen stark feminisiert sind, ist der Anteil männlicher Lehrer an Gymnasien und in der Hochschulreife-Ausbildung tendenziell höher, nimmt aber auch dort ab.
Was ist der Unterschied zwischen tatsächlicher und scheinbarer Feminisierung?
Tatsächliche Feminisierung bezieht sich auf die statistische Mehrheit von Frauen. Scheinbare Feminisierung beschreibt die kulturelle Wahrnehmung des Berufs als „typisch weiblich“.
Welche Bedeutung haben Lehrkräfte für die Kompetenzentwicklung von Jungen?
Lehrkräfte sind zentrale Bezugspersonen. Die Forschung diskutiert, ob die pädagogische Ausrichtung und Bewertungsmethoden eher den Bedürfnissen von Mädchen entsprechen oder ob dies ein konstruiertes Problem ist.
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- Stephan Jaskolla (Author), 2021, Feminisierung des Lehrberufs – Bildungsbenachteiligung für Schüler oder konstruiertes Problem?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1193174