Um den Eigenkapitalvorschriften von Basel I, Basel II und Basel III gerecht zu werden, fordert es von Banken höchste Vorsicht. Mit Basel III hat man auf die globale Finanzkrise aus dem Jahr 2007 reagiert und so, viele Banken mit staatlichen Hilfsmitteln vor der Insolvenz gerettet. Um eine wertmaximierende Geschäftssteuerung von Banken zu ermöglichen, braucht es einheitliche Kennzahlen, die die Rentabilität und das Risiko messen. Von vielen traditionelle Kennzahlen lag der Fokus bisher immer nur auf der isolierten Risikomessung. Risikoadjustierten Kennzahlen hingegen, die später beschrieben werden, ermöglichen eine integrierte Messung von Performance und Risiko. Die vorliegende Arbeit verfolgt die Frage wie risikoadjustierte Performancemaße der Gesamtbanksteuerung im Blick auf Risikomessung weiterhelfen können. In der folgenden Arbeit soll zuerst versucht werden, wesentliche Definitionen von Eigenkapital anhand von Basel I, Basel II und Basel III aufzuzeigen und zu erklären. Es soll ein Überblick über die Gesamtbanksteuerung dargestellt werden und auf die sechs wichtigsten Elemente der Gesamtbanksteuerung eingegangen werden. Im letzten Teil werden risikoadjustierte Performancemaße erklärt und miteinander verglichen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Überblick über die verschiedenen Definitionen von Eigenkapital
- Basel I&II
- Basel III
- Idee der Gesamtbanksteuerung
- Sechs Elemente der Gesamtbanksteuerung
- Überblick risikoadjustierte Performancemaße zur effizienten Kapitalallokation
- RORAC
- RAROC
- Unterschied zwischen RORAC und RAROC
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung von risikoadjustierten Performancemaßen in der Gesamtbanksteuerung, insbesondere im Kontext der Eigenkapitalvorschriften von Basel I, Basel II und Basel III. Sie untersucht, wie diese Maße helfen können, die Rentabilität und das Risiko von Banken effizienter zu steuern und somit eine wertmaximierende Geschäftssteuerung zu ermöglichen.
- Definitionen von Eigenkapital im Kontext von Basel I, Basel II und Basel III
- Die Idee der Gesamtbanksteuerung und ihre sechs wichtigsten Elemente
- Risikoadjustierte Performancemaße wie RORAC und RAROC
- Der Vergleich und die Unterschiede zwischen RORAC und RAROC
- Die Bedeutung von risikoadjustierten Performancemaßen für die Risikomessung in der Gesamtbanksteuerung
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung stellt die Relevanz von risikoadjustierten Performancemaßen in der Bankenlandschaft dar und beschreibt die Ziele und den Aufbau der Arbeit. Sie beleuchtet die Herausforderungen, die aus den Eigenkapitalvorschriften von Basel I, Basel II und Basel III resultieren und betont die Notwendigkeit einer integrierten Messung von Performance und Risiko.
- Überblick über die verschiedenen Definitionen von Eigenkapital: Dieser Abschnitt geht auf die historische Entwicklung des Eigenkapitalbegriffs ein und zeigt die Definitionen von Eigenkapital auf, die in Basel I, Basel II und Basel III verwendet werden.
- Basel I&II: Dieser Abschnitt befasst sich mit den Eigenkapitalvorschriften von Basel I und Basel II, die erstmals eine Mindesteigenkapitalquote für Banken einführten. Es werden die wichtigsten Elemente und die Definition von Eigenkapital in diesem Kontext erläutert.
- Basel III: Dieser Abschnitt behandelt die Eigenkapitalvorschriften von Basel III, die als Reaktion auf die Finanzkrise von 2007 entstanden sind. Die verstärkten Anforderungen an die Eigenkapitalausstattung und die Einführung von Kernkapital werden hier dargestellt.
- Idee der Gesamtbanksteuerung: Dieser Abschnitt erklärt das Konzept der Gesamtbanksteuerung und ihre Bedeutung für die Steuerung von Rendite- und Risikoquellen innerhalb eines Finanzinstituts. Es werden die wichtigsten Elemente der Gesamtbanksteuerung und ihre Relevanz für Managemententscheidungen und regulatorische Verpflichtungen erläutert.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Themen Eigenkapital, Basel I, Basel II, Basel III, Gesamtbanksteuerung, risikoadjustierte Performancemaße, RORAC, RAROC, Risikomessung und Kapitalallokation.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen RORAC und RAROC?
RORAC (Return on Risk-Adjusted Capital) misst die Rendite im Verhältnis zum risikoadjustierten Kapital, während RAROC (Risk-Adjusted Return on Capital) die risikoadjustierte Rendite ins Verhältnis zum eingesetzten Kapital setzt.
Warum wurde Basel III nach der Finanzkrise 2007 eingeführt?
Basel III wurde entwickelt, um die Widerstandsfähigkeit von Banken durch höhere Eigenkapitalanforderungen und strengere Liquiditätsvorschriften zu stärken und so Insolvenzen vorzubeugen.
Was sind die sechs Elemente der Gesamtbanksteuerung?
Die Arbeit beschreibt die sechs wesentlichen Elemente, die für eine integrierte Steuerung von Rentabilität und Risiko innerhalb eines Finanzinstituts notwendig sind.
Wie definiert Basel III das „Kernkapital“?
Basel III legt einen stärkeren Fokus auf das harte Kernkapital (Common Equity Tier 1), um sicherzustellen, dass Banken Verluste unmittelbar auffangen können.
Was ist das Ziel der risikoadjustierten Kapitalallokation?
Ziel ist es, das Eigenkapital der Bank so auf die Geschäftsbereiche zu verteilen, dass das Verhältnis von Ertrag zu Risiko (Performance) optimiert wird.
- Quote paper
- Maximilian Fabi (Author), 2022, Kennzahlen und Definition von Eigenkapital, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1192612